Fundstück: Der Deutsche Hörbuchpreis auf der lit.COLOGNE

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Die 19. lit.COLOGNE ist in vollem Gange. Noch bis einschließlich Samstag, den 30.03. sprechen bekannte Autor*innen und prominente Leser*innen über Bücher und das aktuelle Weltgeschehen. So diskutiert Ranga Yogeshwar mit Marc Elsberg über die Ökonomie der Zukunft. Während Cordula Stratmann und Bjarne Mädel eine Einführung in die hohe Kunst der Beleidigung geben. Wie jedes Jahr bietet die lit.COLOGNE ein buntes und sehr begehrtes Programm. Viele der Lesung waren bereits lange im Vorfeld ausverkauft.

Den Auftakt zum internationalen Literaturfest gab die Verleihung des Deutschen Hörbuchpreises: Zum 17. Mal wurden Sprecher*innen und Hörbuchverlage in sechs Kategorien ausgezeichnet. Eva Meckbach und Gert Heidenreich erhielten den Preis für ihre Sprecherleistung. Sie interpretierten Annette Hess‘ Deutsches Haus beziehungsweise Was vom Tage übrig blieb von Kazuo Ishiguro. Eva Meckbach verstehe es den Charakteren „leben einzuhauchen, ohne jemals dick aufzutragen“, Gert Heidenreich erzähle in „unaufdringlichem und dennoch mitreißenden Ton“, urteilte die Jury. Ein „Hör-Spiel im besten Sinne“ ist Judith Lorentz mit ihrer Adaption von Juli Zehs Unterleuten gelungen. Sie gewann die Auszeichnung für das „Beste Hörspiel“.

Erstmals wurde der Deutsche Hörbuchpreis auch in der Kategorie „Bester Podcast“ verliehen. Gewonnen hat ihn die Produktion Transformer von Christina Wolf (Redaktion Till Ottlitz, Bayerischer Rundfunk). Christina Wolf erzählt darin die Geschichte ihrer transsexuellen Freundin Steffi die zu Henri wird. Zwei Jahre lang hat sie die Transition mit dem Mikrofon begleitet. Daraus sind sechs Podcastfolgen entstanden, die „berühren, ohne unnötig pathetisch zu sein“, begründet die Jury ihre Entscheidung.

Weitere Gewinner findet ihr hier.

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