3..2..1.. Sommersemester!

(Quelle: www.pixabay.de)

In weniger als zwei Wochen ist es schon wieder so weit: Das Sommersemester beginnt. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber meine Vorfreude auf ein weiteres Zoom-Semester mit Kommilitonen, die ich nur über den Bildschirm kenne, hält sich in Grenzen… Hinzu kommt: Die Hausarbeits-Deadline wurde auf den Mai verschoben. Klingt erstmal entspannt, doch ich gehöre zur Spezies Studierende, die den Druck der nahenden Deadline braucht. Geht es euch ähnlich?

Heute möchte ich vier Tipps und eine Lektüreempfehlung teilen, wie ich vorbereitet und motiviert ins neue Semester starte – vielleicht ist auch etwas für euch dabei!

 

Der Arbeitsplatz: Weniger ist mehr

Bücher stapeln sich, in drei Collegeblöcken sind noch beschriebene Seite zu finden, die Kaffeetasse von Vorgestern beginnt lebendig zu werden, und irgendwo zwischen To-Do-Listen und Notizzetteln liegt der Laptop… Stopp! So kann doch niemand arbeiten. Für den Schreibtisch gilt: weniger ist mehr. Entrümpeln ist angesagt! Ich für meinen Teil kann am besten arbeiten, wenn sich nur absolut notwendige Dinge auf dem Schreibtisch befinden, d.h. Laptop, Tischlampe, Wasserglas, Bullet Journal und eine Zimmerpflanze für die angenehme Atmosphäre. Vor dem Semesterstart wird außerdem das Bücherregal durchforstet: Was muss zur Bibliothek, was kann ich abgeben, was ist falsch einsortiert? Und so entsteht nach und nach eine saubere, angenehme Arbeitsatmosphäre.

 

Ordner anlegen

Kurz vor Semesterbeginn kennen die meisten ihre Kurse. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um Ordner anzulegen: Auf dem Computer sowie in physischer Form erstelle ich einen Semesterordner, jeder Kurs bekommt dann seinen eigenen Ordnerabschnitt/Unterordner. Eventuell bereits vorhandene Unterlagen/Informationen wie Kursplan, Literaturliste, Prüfungstermine oder ähnliches werden jetzt bereits entsprechend abgeheftet bzw. notiert.

 

Digitales Semester – digitale Notizen?

Ein Semester aus dem Homeoffice bietet sich perfekt an, um sich von Papier zu verabschieden und auch die Mitschriften zu digitalisieren, sofern noch nicht geschehen. Dazu gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten: Von einfachen Textverarbeitungsprogrammen wie Word oder Open Office Writer hin zu digitalen Notizbüchern wie OneNote, Evernote, Google Keep od

er Notion. Nach langer YouTube-Recherche habe ich mich für Evernote entschieden und nun bereits mehrere Notizbücher für meine einzelnen Kurse sowie Templates im Cornell-Stil für meine Mitschriften erstellt. Die Cornell-Methode wurde mir von einem Dozenten empfohlen, das Prinzip könnt ihr hier nachlesen. Einem erfolgreichen, papierfreien Semester steht nun nichts mehr im Wege!

 

Bullet Journal

Meine Monatsübersicht im Bullet Journal (Bild: Janine Gebhard)

Zugegeben, mein Semester ist nicht ganz papierfrei, denn ich führe ein Bullet Journal – und kann dies jedem empfehlen! Ich vergesse keine Geburtstage mehr und verpasse keine Deadlines. Das Beste an einem solchen Journal: Es ist vollkommen individuell! Meins enthält eine Jahresübersicht zu Beginn, dann folgt für jeden Monat eine Gesamtübersicht, monatliche Ziele, Aufgaben und Notizen sowie anschließende Wochenübersichten für tägliche To-Dos. Inhaltlich dient das Journal nicht nur als Kalender, sondern enthält ein Büchertagebuch, Ideen, Rezepte, und vieles mehr. Kurz zusammengefasst: Dieses Journal strukturiert mein gesamtes Leben; Uni, Arbeit, Termine, Hobbys, Haushalt – alles wird hier eingetragen, sortiert und abgehakt. Inspiration, wie ihr euer eigenes Journal gestalten könnt, bekommt ihr sehr viel auf YouTube. Einfach mal etwas stöbern!

 

Lektüreempfehlung: Atomic Habits

Bild: www.jamesclear.com

Nach den allgemeinen Vorbereitungstipps habe ich auch eine Lektüreempfehlung für euch: Atomic Habits, dt. Die 1%-Methode, von James Clear. In seinem Ratgeber erklärt der US-amerikanische Autor seine Methode, wie mit kleinen Veränderungen große Ergebnisse erzielt werden können. Er beginnt mit einer sehr emotionalen Geschichte aus seinem eigenen Leben und auch im weiteren Verlauf des Ratgebers mangelt es nicht an interessanten und witzigen Anekdoten.

Die grundlegende Theorie basiert auf vier Gesetzen: Um Gewohnheiten zu etablieren müssen sie offensichtlich, attraktiv, einfach und befriedigend sein. Mit verschiedenen Taktiken werden auf diese Weise kleine Gewohnheiten kreiert, die eine große Wirkung erzielen. Eine Methode, wie neue Gewohnheiten unkompliziert in den Alltag eingebaut werden können, ist das sogenannte „Habit Stacking“: Um neue Angewohnheiten zu echten Gewohnheiten zu machen, kann es hilfreich sein, eine Art Workflow zu kreieren. Nachdem Gewohnheit Nr.1 ausgeführt wurde, folgt Gewohnheit Nr. 2.

Sehr hilfreich bei fehlender Lernmotivation im Semester kann außerdem James Clears Zwei-Minuten-Regel sein, nach der eine neue Gewohnheit nur zwei Minuten dauern soll. Anstatt großer Ziele wie „Heute Abend lese ich den 50-seitigen Seminartext“ könnte das Tagesziel „Heute Abend lese ich die ersten zwei Seiten des Seminartextes“ lauten. Nun ist die Aufgabe so klein, dass der innere Schweinehund gar keine Chance hat. Aber: Wenn man einmal zwei Seiten gelesen und somit das Ziel erreicht hat, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass einfach weitergelesen wird – ganz nach dem Motto „Ich bin ja eh schon dabei“.

Für weitere Tipps und mehr Motivation für Uni und Alltag ist das Buch Die 1%-Methode beim Goldmann Verlag für 13,00 Euro erhältlich.

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Janine Gebhard

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