7 Tipps für digitale Leser

Tipp Nr. 6: Literatur streamen und downloaden. Foto: CC-BY-SA 4.0 Lisa-Marie Reingruber
Tipp Nr. 6: Literatur streamen und downloaden. Foto: CC-BY-SA 4.0 Lisa-Marie Reingruber

… oder die, die’s noch werden wollen.
Unter digitaler Literatur stellen sich viele einfach eBooks vor, die man auf einem eReader lesen kann. Dabei beinhaltet diese Kategorie so viel mehr als digitalisierte Bücher auf elektronischen Lesegeräten, wie man an den folgenden sieben Beispielen sehen kann. Die Auflistung erhebt keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit, denn das Schöne an der Digitalisierung ist, dass sie sehr viele Möglichkeiten bietet, Literatur zu konsumieren. Weitere Hinweise zu digitalen Leseerfahrungen können gerne als Kommentar gepostet werden. Weiterlesen „7 Tipps für digitale Leser“

Fundstück: Absonderliche Werke der Selfpublishing-Branche

Die skurrilsten E-Books auf dem Markt. (Foto: CC0 1.0)
Die skurrilsten E-Books auf dem Markt. (Foto: CC0 1.0)

„Jede Menge Schrott, aber wer sich darauf einlässt, kann durchaus auf Schätze stoßen“, resümierte Digitur-Redakteurin Esther Kalb 2014 in ihrem Artikel über Self-Publishing. Für die aktuelle Ausgabe des Süddeutsche Zeitung Magazins hat sich Moritz Baumstieger durch die Abgründe der digitalen Lesekataloge gekämpft, um die witzigsten E-Books im Selbstverlag zu finden. Das Besondere an dieser Auflistung: Neben Titel und Preis führt Baumstieger weitere skurrile Detailinformationen (Selbstbeschreibung der Autoren, Leserbewertungen, etc.) auf, die sich zu einer unterhaltsamen Collage zusammenfügen. Die Liste erhebt keineswegs Anspruch auf Vollständigkeit – über Hinweise zu weiteren Titeln dieser Art in den Kommentaren würden wir uns freuen!

Fundstück: Feuilleton vs. Blogosphäre

Litblogs: Nette Mädels, die Bücher toll finden? Bild: CC BY-SA 4.0 Lisa-Marie Reingruber
Literaturblogger: Nette Mädels, die Bücher toll finden? Bild: CC BY-SA 4.0 Lisa-Marie Reingruber

Während das Feuilleton in Zeitungen immer weniger Platz einnimmt, wächst die Anzahl der Blogs weltweit exponentiell. Neben Journalisten werden nun auch Blogger zu wichtigen Events in der Literaturbranche eingeladen und Verlage versuchen längst deren Reichweite und Einfluss für sich zu nutzen. Welche Rolle können und wollen Litblogs in Zukunft im Literaturbetrieb einnehmen? In ihrem Beitrag „Im Netz ist jeder Leser ein Kritiker” lässt Sieglinde Geisel alle zu Wort kommen: vom leidenschaftlichen Leser und Hobby-Blogger, über den kommerziellen Literaturblogbetreiber bis hin zum bloggenden Literaturkritiker. Ein interessanter Einblick ins Front-End des Literaturbetriebs – nachzuhören und nachzulesen auf Deutschlandradio Kultur.

Fundstück: Die volle Freiheit

So schön kann kein Copyright sein: gemeinfreie Bilder auf unsplash.com. Foto: CC0 1.0
So schön kann kein Copyright sein. Foto: CC0 1.0

Auf unsplash.com werden alle zehn Tage zehn hochauflösende Fotos unter der Creative Commons Zero Lizenz zum Download bereitgestellt. Das heißt, man darf die auf der Seite angebotenen Werke kostenlos nutzen – kopieren, bearbeiten, verbreiten – und das ohne die Erlaubnis von den Urhebern oder den Betreibern der Seite einzuholen. Einfach gesagt: „Mach damit was du willst!“ Die Fotos werden in sechs Kategorien unterteilt und sind dementsprechend verschlagwortet, um die Suche nach bestimmten Motiven zu vereinfachen: Gebäude, Essen&Trinken, Natur, Objekte, Menschen und Technologie.  Die Seite ist ein schönes Beispiel für die Open Culture Bewegung und den Mehrwert von Creative Commons Lizenzen im Bereich des digitalen, kulturellen Schaffens. Crew, das Unternehmen, das dahinter steckt, vertritt genau diese Philosophie und will durch Projekte wie Unsplash der Internetcommunity Tools zur kreativen Arbeit zur Verfügung stellen. Wer diesen Gedanken unterstützen und eigene Bilder gemeinfrei zur Verfügung stellen will, kann sich direkt auf der Seite registrieren.

Die Kunst des Geschichtenerzählens in 140 Zeichen

Twitters Twitter-Account. Bild:
Twitters Twitter-Account. Bild: CC BY-SA 2.0 Christopher

In der letzten Woche wurde auf Twitter mehr als 19.000 mal über #TwitterFiction getweeted. Grund dafür war ein in seiner Form einzigartiges Literaturfestival, das Leser, Autoren, Verlage und Interessierte aus aller Welt zusammenführte, um die kürzeste literarische Form unserer Zeit zu zelebrieren: Tweets. Während das #TwitterFiction Festival in den USA überwiegend positive Resonanz in den Medien findet und renommierte Autoren anlockt, scheint in Deutschland ein eher kritisches Meinungsbild zur Veranstaltung und der entstehenden Twitteratur vorzuherrschen. Weiterlesen „Die Kunst des Geschichtenerzählens in 140 Zeichen“

Fundstück: Reden von Morgen

Twitter, Facebook, WhatsApp, Google – was passiert mit unseren Daten und wer profitiert davon? CC-BY-NC-SA 4.0 Lisa-Marie Reingruber
Twitter, Facebook, WhatsApp, Google – was passiert mit unseren Daten und wer profitiert davon? CC-BY-NC-SA 4.0 Lisa-Marie Reingruber

Twitter, Facebook, WhatsApp, Google – dies sind nur einige der Dienste, die wir täglich,  meist ohne viel darüber nachzudenken, nutzen. Doch wo landen unsere Tweets und die Fotos, die wir mit unseren Freunden teilen? Ökonom und Autor Hannes Grassegger erörtert in seinem Vortrag „Das Kapital bin ich: Schluss mit der digitalen Leibeigenschaft!”, der am 15. März 2015, 11:00 – 13:00 Uhr im Café Central stattfindet, was mit den Informationen, die wir diesen Plattformen mehr oder weniger freiwillig anvertrauen, passiert und wie die großen Unternehmen der IT-Branche damit Geld verdienen. Das Schauspiel Essen präsentiert die Vortrags- und Diskussionsreihe REDEN VON MORGEN in Kooperation mit der Volkshochschule Essen. Der Eintritt bei allen Veranstaltungen ist frei.

Fundstück: Der Mann, der zustimmte

"The man who agreed-Apple EULA“ © Florence Meunier
„The man who agreed-Apple EULA“ © Florence Meunier

Wer liest sich beim Vertragsabschluss online schon die AGBs durch? Software ist schnell heruntergeladen und installiert – dem langen und schwer verständlichen Softwarelizenzvertrag stimmt man meist ohne nachzudenken zu. Ein Klick genügt.
Mit ihrem Projekt „The man who agreed-Apple EULA“ will uns Florence Meunier ein schlechtes Gewissen machen und unser Interesse für den Inhalt solcher Verträge und damit den Bedingungen, denen wir meist blind zustimmen, wecken. Deshalb gestaltete Sie die Apple iCloud EULA in eine Kurzgeschichte um und erschuf so eine leicht zugängliche Erzählung innerhalb des von Juristenenglisch und leserunfreundlichen Design geprägten Texts.

Christiane Frohmann im Interview auf der E:Publish 2014

Christiane Frohmanns und Leander Wattigs neues Projekt Corso Digital, das sie auf der E:Publish 2014 vorgestellt haben, steht ganz im Zeichen des Vernetzungsgedankens. Im digitalen Literaturbetrieb sind sie Vorreiter: Frohmann als Digitalverlegerin und Initiatorin des Katersalons und Wattig als Herausgeber von Ich mach was mit Büchern und Gründer der Publishing-Stammtischreihe Pub ’n‘ Pub. Was sich nun hinter „Corso Digital“ und dessen Leitspruch „mobilis in mobile“ verbirgt, erklärt uns Christiane Frohmann im Interview.