Fundstück: #LitcampBN17

Pre­mie­re am 8. April: Das Lite­ra­tur­camp in Bonn. Bild: http://literaturcampnrw.de/literaturcamp-nrwbonn/

Wie kommt mein Roman etc. zum Ver­lag oder den Lese­rin­nen und Lesern? Wie publi­zie­re ich – als Self­pu­blis­her in einem Lite­ra­tur­blog? Wird Print eher gele­sen als das E-Book? Ist die Zukunft des Buches eher digi­tal oder tra­di­tio­nell?“ Fra­gen über Fra­gen, die am heu­ti­gen Sams­tag, 8. April 2017, beant­wor­tet wer­den: Zum ers­ten Mal fin­det in Bonn das Lite­ra­tur­camp statt, wo ganz all­ge­mein über Lite­ra­tur dis­ku­tiert wird. Buch­lieb­ha­be­rIn­nen, Auto­rIn­nen, Blog­ge­rIn­nen und alle, die mit der Bran­che zu tun haben, kön­nen hier ihre eige­nen Tex­te vor­stel­len, Ide­en aus­tau­schen oder in Dis­kus­sio­nen Ant­wor­ten auf schon lan­ge gestell­te Fra­gen fin­den. In Koope­ra­ti­on mit der Volks­hoch­schu­le Bonn haben die ehren­amt­li­chen Orga­ni­sa­to­rin­nen Chris­ti­ne Krauß (Auto­rin), Ute Lan­ge (Jour­na­lis­tin) und Ursu­la Fuchs (Lei­te­rin des Refe­rats Infor­ma­ti­on der Bevöl­ke­rung, Selbst­schutz und Selbst­hil­fe) das Bar­Camp in den Räu­men der VHS Bonn ins Leben geru­fen. Tickets konn­ten im Vor­feld erwor­ben wer­den, ein spon­ta­nes Vor­bei­schau­en ist lei­der nicht mög­li­ch.
Die Digitur-Redaktion wünscht gutes Gelin­gen für die Pre­mie­re!

Fundstück: Nachtaktiv

Seit August 2013 findet das Online-Event statt, diese Woche gab es die 38. Auflage. Bild: © Schreibnacht.de, http://jennifer-jaeger.com/wp-content/uploads/2015/05/quadratischschreibnachtlogo051.jpg

Die­se Woche fand die 38. Auf­la­ge des Online-Events statt. Bild: © Schreibnacht.de, Jen­ni­fer Jäger

Ein­mal ein Buch schrei­ben” — die­ser Vor­satz steht auf der All-Time-Favourite-Liste der Lebens­zie­le sicher­li­ch ganz weit oben. Doch die Muße, sich wirk­li­ch ein­mal hin­zu­set­zen und zu schrei­ben, haben nur weni­ge. Oft­mals fehlt auch im All­tag zwi­schen Uni, Arbeit und Sozi­al­le­ben schlicht und ein­fach die Zeit. Dem will die Initia­ti­ve Schreib­nacht ent­ge­gen­wir­ken: Alle paar Wochen ruft sie dazu auf, sich end­li­ch ein­mal Zeit zum Schrei­ben zu neh­men. Zwar schreibt jeder für sich in den eige­nen vier Wän­den oder an sei­nem Lieb­lings­platz, doch wie in einer Schreib­werk­statt schrei­ben letzt­li­ch doch alle gemein­sam. Seit August 2013 ent­ste­hen so von 20 Uhr abends bis 3 Uhr nachts Kurz­ge­schich­ten, Bücher oder Haus­ar­bei­ten, die son­st ger­ne vor sich her­ge­scho­ben wer­den.

Der Clue dahin­ter? Jede Stun­de gibt es eine neue Auf­ga­be oder Fra­ge­stel­lung, die den Auto­rin­nen und Auto­ren beim Wei­ter­schrei­ben hel­fen soll und so der Schreib­blo­cka­de kei­ne Chan­ce lässt. Und auch zwi­schen­durch kön­nen die Schrift­stel­le­rin­nen und Schrift­stel­ler sich im Forum und auf Twit­ter aus­tau­schen, um gemein­sam Ide­en zu dis­ku­tie­ren oder um sich gegen­sei­tig zu moti­vie­ren. Für die Zeit zwi­schen den Schreib­näch­ten gibt es das Schreibnacht-Magazin, das mit aller­lei Tipps und Tricks bei der Ent­ste­hung des Wer­kes hilft. Um mit­zu­ma­chen, kann man sich ein­fach kos­ten­los auf der Sei­te anmel­den.

Nicht den Anschluss verlieren. Ein Kommentar

Home Office: So stellt sich vor allem die jüngere Generation die zukünftige Arbeitswelt vor. Bild: Pixabay CC0

Home Office: So stellt sich vor allem die jün­ge­re Gene­ra­ti­on die zukünf­ti­ge Arbeits­welt vor. Bild: Pixabay CC0

Höher – schnel­ler – wei­ter. Die zuneh­men­de Digi­ta­li­sie­rung der Gesell­schaft und der Arbeits­welt scheint kei­ne Gren­zen zu ken­nen. Vor allem „schnel­ler“ scheint das Mot­to zu sein, wer mit der digi­ta­len Ent­wick­lung Schritt hal­ten will, muss sich ste­tig auf dem Lau­fen­den hal­ten.

Auch für Unter­neh­men bringt die Digi­ta­li­sie­rung jede Men­ge Vor­tei­le: Fle­xi­ble­re Arbeits­mo­del­le, wie Home Office, sind nur durch digi­ta­le Ver­net­zung mög­li­ch – und gen­au das, was sich vor allem die jün­ge­re Gene­ra­ti­on auf dem Arbeits­markt wünscht. Auch das Soci­al Intra­net zum kol­la­bo­ra­ti­ven und ver­netz­ten Arbei­ten ist immer mehr auf dem Vor­mar­sch und ent­spricht in einer Gene­ra­ti­on, die mit Face­book groß gewor­den ist, der Lebens­wirk­lich­keit. Dem gegen­über steht der alt­her­ge­brach­te 8-Stunden-Job: pünkt­li­ch Kom­men, pünkt­li­ch Gehen, Akten­ord­ner, in denen wich­ti­ge Doku­men­te abge­legt wer­den, jeder arbei­tet für sich. Zwar nimmt die­se Form des Arbei­tens, das noch vor ein paar Jah­ren Gang und Gäbe war, immer mehr ab, doch es muss berück­sich­tigt wer­den, dass es auch Men­schen gibt, die gen­au das wol­len und vor (digi­ta­len) Ver­än­de­run­gen eher zurück­schre­cken als sich dafür zu begeis­tern. Beson­ders gro­ße Unter­neh­men leis­ten hier einen enor­men Spa­gat zwi­schen den Gene­ra­tio­nen und müs­sen auf­pas­sen, dass sie die eine Sei­te nicht über- und die ande­re nicht unter­for­dern. Wei­ter­le­sen

Digitur wünscht frohe Weihnachten!

Es ist schon wieder so weit... Bild: CC BY-SA 4.0 Caro­lin Ter­hor­st

Es ist schon wie­der so weit… Bild: CC BY-SA 4.0 Caro­lin Ter­hor­st

Es ist schon wie­der so weit: Viel zu schnell sind alle 24 Tür­chen des Advents­ka­len­ders geöff­net und der Inhalt ver­tilgt, die Weih­nachts­ge­schen­ke ste­hen fer­tig ver­packt auf dem Tisch und die letz­ten Ein­käu­fe sind auch erle­digt. So stres­sig die Vor­weih­nachts­zeit auch oft ist, so schön sind die Weih­nachts­ta­ge, die wir mit unse­rer Fami­lie und unse­ren Liebs­ten ver­brin­gen und so mit den Din­gen, für die oft­mals viel zu wenig Zeit bleibt.

Gen­au das wer­den wir, die Digitur-Redaktion, jetzt auch tun und des­halb wün­schen wir euch von Her­zen ein paar stress­freie, völ­lig ent­schleu­nig­te und schö­ne Tage. Genießt die Zeit mit euren Lie­ben — viel­leicht mit lus­ti­gen Spie­len unterm Weih­nachts­baum — , frischt beim gemein­sa­men Sin­gen die Text­si­cher­heit auf oder über­lasst das Musik­ma­chen lie­ber ande­ren, um euch in Stim­mung zu brin­gen. Fro­he Weih­nach­ten!

Wir fahren stundenlang Zug, um 5 Minuten auf der Bühne zu stehen”

Digitur_Rainer Holl_Poetry Slam_Digitalisierung (c) Spoken Word Poetry Club

Rai­ner Holl — Auto­ma­to­poet, Poe­try Slam­mer und Autor. Bild: © Spo­ken Word Poe­try

Das ist es, was das For­mat Poe­try Slam aus­macht: Die direk­te Inter­ak­ti­on mit dem Publi­kum, von Ange­sicht zu Ange­sicht, unmit­tel­bar fest­zu­stel­len, wie die eige­nen Tex­te ankom­men. Dazu gehört eine Men­ge Mut; Mut, der uns in der heu­ti­gen Zeit oft fehlt, weil die immer anony­mer wer­den­de Kom­mu­ni­ka­ti­on eine direk­te Kon­fron­ta­ti­on ver­mei­det. Das For­mat Poe­try Slam fun­giert als eine Art Gegen­ent­wurf dazu und viel­leicht ist gera­de das der Grund für sei­nen Erfolg.

Trotz allem kön­nen sich auch Poe­try Slam­mer der Digi­ta­li­sie­rung nicht gänz­li­ch ent­zie­hen — und wol­len das auch gar nicht. Ein Inter­view mit dem Poe­try Slam­mer Rai­ner Holl über digi­ta­le und sozia­le Medi­en, die damit ver­bun­de­nen Ver­än­de­run­gen und wie Poe­try Slam und die Digi­ta­li­sie­rung zusam­men­pas­sen und ein­an­der sogar nut­zen kön­nen.

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Fundstück: Lukas Bärfuss als Poet in Residence

Der Schweizer Autor Lukas Bärfuss ist diese Woche als Poet in Residence an der Universität Duisburg-Essen zu Gast, Bild: CC BY-SA 4.0 Caro­lin Ter­horst

Der Schwei­zer Autor Lukas Bär­fuss ist die­se Woche als Poet in Resi­den­ce an der Uni­ver­si­tät Duisburg-Essen zu Gast. Bild: CC BY-SA 4.0 Caro­lin Ter­horst

Die vor mehr als vier­zig Jah­ren ins Leben geru­fe­ne Ver­an­stal­tungs­rei­he „Poet in Resi­den­ce” gilt längst als Insti­tu­ti­on an der Uni­ver­si­tät Duisburg-Essen. In die­ser Woche ist der Schwei­zer Autor Lukas Bär­fuss zu Gast in Essen, der sich damit in die Lis­te nam­haf­ter Auto­ren ein­reiht, zu der u.a. Literatur-Größen wie Mar­tin Wal­ser, Bernd Jau­mann, Fried­rich Ani, Kath­rin Rögg­la, oder im ver­gan­ge­nen Win­ter­se­mes­ter Klaus Modick, zäh­len.

In sei­ner Vor­trags­rei­he Cre­do, die an Das Cre­do eines Dich­ters von Jor­ge Luis Bor­ges ange­lehnt ist, spricht Bär­fuss noch bis Mitt­wo­ch u.a. „über den lite­ra­ri­schen Anspruch, über die Faul­heit, die jedem Anspruch im Wege steht und (…) fer­ner über die Fra­ge, wie der Klang zum Inhalt steht.” Abschlie­ßend wird der Autor am Don­ners­tag aus sei­nem Roman Koa­la lesen, für den er u.a. mit dem Schwei­zer Buch­preis aus­ge­zeich­net wur­de. Die Lesung fin­det um 18 Uhr im Casi­no an der Uni­ver­si­tät statt (Reck­ham­mer­weg 3).

Fundstück: 13. Book’n’Ball-Cup in Köln

Passend zur Fußball-EM findet am 11. Juni der Book'n'Ball-Cup statt, Bild: CC BY-SA 4.0 Carolin Terhorst

Pas­send zur Fußball-EM fin­det am 11. Juni der Book’n’Ball-Cup statt, Bild: CC BY-SA 4.0 Caro­lin Ter­hor­st

Fuß­ball und Bücher? Wie passt das denn zusam­men?”, wer­den sich eini­ge sicher­li­ch fra­gen. Zuge­ge­ben: Die Kom­bi­na­ti­on ist eher unge­wöhn­li­ch, doch der Book’n’Ball-Cup fin­det in die­sem Jahr schon zum 13. Mal statt.

Pas­send zum Start der Fußball-Europameisterschaft in Frank­reich ver­an­stal­ten die bei­den Köl­ner Ver­la­ge Kie­pen­heu­er & Wit­sch und Bas­tei Lüb­be am 11. Juni 2016 auf den Jahn-Wiesen hin­ter dem Sta­di­on des 1. FC Köln das Klein­feld­tur­nier. Bis zum 30. April kön­nen sich Mit­glie­der aus der Buch­bran­che anmel­den, ob Ver­le­ger oder Buch­händ­ler, Haupt­sa­che fuß­ball­be­geis­tert, denn bei der „Inof­fi­zi­el­len Deut­schen Fußball-Meisterschaft der Buch­hand­lun­gen und Ver­la­ge” geht es haupt­säch­li­ch um Spaß.

Alle wei­te­ren Infor­ma­tio­nen gibt es bei Esther Mada­ler (esther.madaler@luebbe.de) oder Rein­hold Jop­pich (reinhold.joppich@t-online.de).

Licht am Ende des Tunnels — Das Projekt Buchlichter

Buchlichter bietet Beratung beim Kauf von E-Books für Kinder und Jugendliche. Bild: CC BY-NC-ND Jonas Tana

Buch­lich­ter bie­tet Bera­tung beim Kauf von E-Books für Kin­der und Jugend­li­che. Bild: CC BY-NC-ND Jonas Tana

Kann ich Ihnen hel­fen?”, fragt eine freund­li­che Buch­händ­le­rin einen Vater, der offen­sicht­li­ch ver­zwei­felt vor schier end­lo­sen Bücher­re­ga­len steht. „Ger­ne!” Erleich­te­rung macht sich breit, die Ver­käu­fe­rin berät und tut ihr Bes­tes, damit der Vater schluss­end­li­ch das pas­sen­de Buch für sein Kind in den Hän­den hält.

Auf die­se Wei­se funk­tio­nie­ren Bera­tung und Ver­kauf im sta­tio­nä­ren Buch­han­del, doch beim Bücher­kauf im Inter­net sieht die Welt ganz anders aus: Das per­sön­li­che Gespräch und vor allem die kom­pe­ten­te Bera­tung fehlen.Natürlich könn­te man sich auf die Kom­men­ta­re bei Ama­zon ver­las­sen, nur Bücher der ein­schlä­gig bekann­ten Kin­der­buch­au­to­ren kau­fen oder eben wei­ter­hin aus­schließ­li­ch im sta­tio­nä­ren Buch­han­del ein­kau­fen. „Das muss doch nicht sein!”, dach­ten sich wohl Anna Kari­na Bir­ken­sto­ck und Cas­par Arms­ter, als sie die Idee zu ihrem Pro­jekt Buch­lich­ter hat­ten.

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