Fundstück: „Lesen ist ein großes Wunder“

Am 17. November 2017 findet der 14. Bundesweite Vorlesetag statt.
Bild: CC0 pixabay.com

So hat es bereits Ende des 19. Jahrhunderts die österreichische Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach festgestellt und bis heute hat ihre Aussage nichts an Aktualität und Wahrheit eingebüßt. Um dieses Wunder und vor allem den Spaß am Lesen weiterzugeben, rufen die Stiftung Lesen, DIE ZEIT und die Deutsche Bahn Stiftung zur Teilnahme am Bundesweiten Vorlesetag auf, der dieses Jahr am 17. November bereits zum 14. Mal stattfindet. An diesem Tag gibt es in zahlreichen Städten in Deutschland Aktionen, die von Buchhandlungen, etc. veranstaltet werden, aber auch Privatpersonen können mitmachen. Kurzum: Einfach jeder, der Freude am (Vor-) Lesen hat und seine/ihre Begeisterung für Literatur teilen möchte. Möglich ist die Teilnahme bzw. Registrierung bis einschließlich 17. November. Im vergangenen Jahr waren bereits über 130.000 VorleserInnen dabei, dieses Jahr ist die Beteiligung noch höher. Seit 2004 gibt es die Initiative, die Kinder früh mit Erzählungen und Geschichten, dem Lesen und dem Vorlesen vertraut machen möchte und dem Trend, dass das abendliche Vorlesen immer weiter zurückgeht (Studien haben herausgefunden, dass Kindern in etwa jeder dritten Familie in Deutschland selten bis gar nicht mehr vorgelesen wird), entgegenwirken will.

Fundstück: #tddl17

In Klagenfurt am Woerthersee finden ab heute die 41. Tage der deutschsprachigen Literatur statt.
Foto: CC0 pixabay.com

Zum 41. Mal finden ab heute die Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt statt. Neben einem bunten Rahmenprogramm wird heute Abend um 20.30 Uhr die noch bis zum 9. Juli andauernde Veranstaltung durch die 18. „Rede zur Literatur“ des österreichischen Schriftstellers Franzobel eröffnet. Außerdem wird die Lesereihenfolge der teilnehmenden AutorInnen ermittelt.

Im Rahmen der Literaturtage wird – ebenfalls zum 41. Mal – der Bachmannpreis zu Ehren der österreichischen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann verliehen. Die Lesungen und Diskussionen um diesen und weitere Preise beginnen am Donnerstag um 10 Uhr und enden am Samstag um 14 Uhr. Die siebenköpfige Jury ermittelt Sonntag ab 11 Uhr die PreisträgerInnen. Der gesamte Wettbewerb wird live von 3sat übertragen, außerdem gibt es einen Livestream sowie On-Demand-Videos.

Fundstück: Die Freude am Buch

Der Schweizer Autor Lukas Bärfuss, hier als Poet in Residence an der Universität Duisburg-Essen im vergangenen Jahr, wird beim Tübinger Bücherfest aus seinem Roman „Hogard“ lesen.
Bild: CC BY-SA 4.0 Caro­lin Ter­horst

An diesem Wochenende findet in Tübingen zum zehnten Mal das Tübinger Bücherfest statt und beglückt seine Besucherinnen und Besucher bis Sonntag, 28. Mai 2017, mit zahlreichen Lesungen an ungewöhnlichen Orten. Ob im Garten des Evangelischen Stifts, im historischen Sitzungssaal des Rathauses oder im Gerichtssaal des Tübinger Landgerichts – Abwechslung ist bei den Lesungsorten genauso geboten wie auch bei den Autoren und Autorinnen. Neben bekannten Größen wie Lukas Bärfuss oder Feridun Zaimoglu liest unter anderem auch Philipp Winkler, der mit seinem Debütroman Hool für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2016 nominiert wurde. Persönlich wird es bei Hannelore Hoger, die vielen wohl besser als Kommissarin Bella Block aus dem ZDF bekannt sein dürfte: Zum ersten Mal erzählt sie in Ohne Liebe trauern die Sterne von ihrer Kindheit und Jugend und wie sie zur Schauspielerei kam. Gastland in Tübingen ist in diesem Jahr Frankreich, das dem diesjährigen Bücherfest auch sein Motto beschert: La Joie du livre – die Freude am Buch.

Ich verliere die Lust am Lesen

Nehmt Euch wieder mehr Zeit zum Lesen! Bild: Pixabay CC0

Neulich wurde ich wieder einmal zu einem Speed-Reading-Workshop an der Uni eingeladen, um zu lernen, noch mehr Text in noch kürzerer Zeit zu lesen. Als Studentin der Geisteswissenschaften muss ich jede Menge Texte lesen, auf der Arbeit funktioniert auch nichts ohne Lesen und auf Facebook, Twitter und Co wäre es langweilig sich nur die Bilder anzuschauen. Wenn ich Artikel im Internet lese, die mich eigentlich interessieren, erwische ich mich immer häufiger dabei, wie ich nach ein paar Absätzen nach unten scrolle, um zu schauen, wie lang der Artikel noch ist. So viele Informationen über so viele unterschiedliche Themengebiete und ich merke: Ich verliere die Lust am Lesen.  Weiterlesen „Ich verliere die Lust am Lesen“

Fundstück: #LitcampBN17

Premiere am 8. April: Das Literaturcamp in Bonn. Bild: http://literaturcampnrw.de/literaturcamp-nrwbonn/

„Wie kommt mein Roman etc. zum Verlag oder den Leserinnen und Lesern? Wie publiziere ich – als Selfpublisher in einem Literaturblog? Wird Print eher gelesen als das E-Book? Ist die Zukunft des Buches eher digital oder traditionell?“ Fragen über Fragen, die am heutigen Samstag, 8. April 2017, beantwortet werden: Zum ersten Mal findet in Bonn das Literaturcamp statt, wo ganz allgemein über Literatur diskutiert wird. BuchliebhaberInnen, AutorInnen, BloggerInnen und alle, die mit der Branche zu tun haben, können hier ihre eigenen Texte vorstellen, Ideen austauschen oder in Diskussionen Antworten auf schon lange gestellte Fragen finden. In Kooperation mit der Volkshochschule Bonn haben die ehrenamtlichen Organisatorinnen Christine Krauß (Autorin), Ute Lange (Journalistin) und Ursula Fuchs (Leiterin des Referats Information der Bevölkerung, Selbstschutz und Selbsthilfe) das BarCamp in den Räumen der VHS Bonn ins Leben gerufen. Tickets konnten im Vorfeld erworben werden, ein spontanes Vorbeischauen ist leider nicht möglich.
Die Digitur-Redaktion wünscht gutes Gelingen für die Premiere!

Fundstück: Nachtaktiv

Seit August 2013 findet das Online-Event statt, diese Woche gab es die 38. Auflage. Bild: © Schreibnacht.de, http://jennifer-jaeger.com/wp-content/uploads/2015/05/quadratischschreibnachtlogo051.jpg
Diese Woche fand die 38. Auflage des Online-Events statt. Bild: © Schreibnacht.de, Jennifer Jäger

„Einmal ein Buch schreiben“ – dieser Vorsatz steht auf der All-Time-Favourite-Liste der Lebensziele sicherlich ganz weit oben. Doch die Muße, sich wirklich einmal hinzusetzen und zu schreiben, haben nur wenige. Oftmals fehlt auch im Alltag zwischen Uni, Arbeit und Sozialleben schlicht und einfach die Zeit. Dem will die Initiative Schreibnacht entgegenwirken: Alle paar Wochen ruft sie dazu auf, sich endlich einmal Zeit zum Schreiben zu nehmen. Zwar schreibt jeder für sich in den eigenen vier Wänden oder an seinem Lieblingsplatz, doch wie in einer Schreibwerkstatt schreiben letztlich doch alle gemeinsam. Seit August 2013 entstehen so von 20 Uhr abends bis 3 Uhr nachts Kurzgeschichten, Bücher oder Hausarbeiten, die sonst gerne vor sich hergeschoben werden.

Der Clue dahinter? Jede Stunde gibt es eine neue Aufgabe oder Fragestellung, die den Autorinnen und Autoren beim Weiterschreiben helfen soll und so der Schreibblockade keine Chance lässt. Und auch zwischendurch können die Schriftstellerinnen und Schriftsteller sich im Forum und auf Twitter austauschen, um gemeinsam Ideen zu diskutieren oder um sich gegenseitig zu motivieren. Für die Zeit zwischen den Schreibnächten gibt es das Schreibnacht-Magazin, das mit allerlei Tipps und Tricks bei der Entstehung des Werkes hilft. Um mitzumachen, kann man sich einfach kostenlos auf der Seite anmelden.

Nicht den Anschluss verlieren. Ein Kommentar

Home Office: So stellt sich vor allem die jüngere Generation die zukünftige Arbeitswelt vor. Bild: Pixabay CC0
Home Office: So stellt sich vor allem die jüngere Generation die zukünftige Arbeitswelt vor. Bild: Pixabay CC0

Höher – schneller – weiter. Die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft und der Arbeitswelt scheint keine Grenzen zu kennen. Vor allem „schneller“ scheint das Motto zu sein, wer mit der digitalen Entwicklung Schritt halten will, muss sich stetig auf dem Laufenden halten.

Auch für Unternehmen bringt die Digitalisierung jede Menge Vorteile: Flexiblere Arbeitsmodelle, wie Home Office, sind nur durch digitale Vernetzung möglich – und genau das, was sich vor allem die jüngere Generation auf dem Arbeitsmarkt wünscht. Auch das Social Intranet zum kollaborativen und vernetzten Arbeiten ist immer mehr auf dem Vormarsch und entspricht in einer Generation, die mit Facebook groß geworden ist, der Lebenswirklichkeit. Dem gegenüber steht der althergebrachte 8-Stunden-Job: pünktlich Kommen, pünktlich Gehen, Aktenordner, in denen wichtige Dokumente abgelegt werden, jeder arbeitet für sich. Zwar nimmt diese Form des Arbeitens, das noch vor ein paar Jahren Gang und Gäbe war, immer mehr ab, doch es muss berücksichtigt werden, dass es auch Menschen gibt, die genau das wollen und vor (digitalen) Veränderungen eher zurückschrecken als sich dafür zu begeistern. Besonders große Unternehmen leisten hier einen enormen Spagat zwischen den Generationen und müssen aufpassen, dass sie die eine Seite nicht über- und die andere nicht unterfordern. Weiterlesen „Nicht den Anschluss verlieren. Ein Kommentar“

Digitur wünscht frohe Weihnachten!

Es ist schon wieder so weit... Bild: CC BY-SA 4.0 Caro­lin Ter­hor­st
Es ist schon wieder so weit… Bild: CC BY-SA 4.0 Caro­lin Ter­hor­st

Es ist schon wieder so weit: Viel zu schnell sind alle 24 Türchen des Adventskalenders geöffnet und der Inhalt vertilgt, die Weihnachtsgeschenke stehen fertig verpackt auf dem Tisch und die letzten Einkäufe sind auch erledigt. So stressig die Vorweihnachtszeit auch oft ist, so schön sind die Weihnachtstage, die wir mit unserer Familie und unseren Liebsten verbringen und so mit den Dingen, für die oftmals viel zu wenig Zeit bleibt.

Genau das werden wir, die Digitur-Redaktion, jetzt auch tun und deshalb wünschen wir euch von Herzen ein paar stressfreie, völlig entschleunigte und schöne Tage. Genießt die Zeit mit euren Lieben – vielleicht mit lustigen Spielen unterm Weihnachtsbaum – , frischt beim gemeinsamen Singen die Textsicherheit auf oder überlasst das Musikmachen lieber anderen, um euch in Stimmung zu bringen. Frohe Weihnachten!

„Wir fahren stundenlang Zug, um 5 Minuten auf der Bühne zu stehen“

Digitur_Rainer Holl_Poetry Slam_Digitalisierung (c) Spoken Word Poetry Club
Rainer Holl – Automatopoet, Poetry Slammer und Autor. Bild: © Spoken Word Poetry

Das ist es, was das Format Poetry Slam ausmacht: Die direkte Interaktion mit dem Publikum, von Angesicht zu Angesicht, unmittelbar festzustellen, wie die eigenen Texte ankommen. Dazu gehört eine Menge Mut; Mut, der uns in der heutigen Zeit oft fehlt, weil die immer anonymer werdende Kommunikation eine direkte Konfrontation vermeidet. Das Format Poetry Slam fungiert als eine Art Gegenentwurf dazu und vielleicht ist gerade das der Grund für seinen Erfolg.

Trotz allem können sich auch Poetry Slammer der Digitalisierung nicht gänzlich entziehen – und wollen das auch gar nicht. Ein Interview mit dem Poetry Slammer Rainer Holl über digitale und soziale Medien, die damit verbundenen Veränderungen und wie Poetry Slam und die Digitalisierung zusammenpassen und einander sogar nutzen können.

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Fundstück: Lukas Bärfuss als Poet in Residence

Der Schweizer Autor Lukas Bärfuss ist diese Woche als Poet in Residence an der Universität Duisburg-Essen zu Gast, Bild: CC BY-SA 4.0 Caro­lin Ter­horst
Der Schweizer Autor Lukas Bärfuss ist diese Woche als Poet in Residence an der Universität Duisburg-Essen zu Gast. Bild: CC BY-SA 4.0 Caro­lin Ter­horst

Die vor mehr als vierzig Jahren ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe „Poet in Residence“ gilt längst als Institution an der Universität Duisburg-Essen. In dieser Woche ist der Schweizer Autor Lukas Bärfuss zu Gast in Essen, der sich damit in die Liste namhafter Autoren einreiht, zu der u.a. Literatur-Größen wie Martin Walser, Bernd Jaumann, Friedrich Ani, Kathrin Röggla, oder im vergangenen Wintersemester Klaus Modick, zählen.

In seiner Vortragsreihe Credo, die an Das Credo eines Dichters von Jorge Luis Borges angelehnt ist, spricht Bärfuss noch bis Mittwoch u.a. „über den literarischen Anspruch, über die Faulheit, die jedem Anspruch im Wege steht und (…) ferner über die Frage, wie der Klang zum Inhalt steht.“ Abschließend wird der Autor am Donnerstag aus seinem Roman Koala lesen, für den er u.a. mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet wurde. Die Lesung findet um 18 Uhr im Casino an der Universität statt (Reckhammerweg 3).