„Stranger Things 4“, der Nachfolger von „American Horror Story“?

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Platz eins der Netflix Charts in 83 Ländern geht erneut an die Erfolgsserie „Stranger Things“. Nach drei Jahren Produktionszeit brach die Serie zum Start am 27.05 alle Rekorde: Über 286 Millionen Stunden wurde die vierte Staffel am ersten Wochenende gestreamt. Damit werden Netflix Erfolge wie „Bridgerton“ und „Squid Game“ in den Schatten gestellt.

 

Wieder die erfolgreichste Netflix-Serie überhaupt

Doch wieso bricht „Stranger Things“ erneut alle Rekorde? Ein Grund dafür mag die nostalgische Atmosphäre der 1980er sein, die heutzutage immer mehr an Popularität gewinnt. Der Charme des Klassikers. Hits der 1980er wie „Thriller” (Michael Jackson), „Material Girl“ (Madonna), „Wake Me Up Before You Go Go“ (Wham!) und „Should I Stay Or Should I Go?” (The Clash) unterstreichen den 80‘s-Vibe der Serie. Gerade aber Kate Bushs „Running Up That Hill“ aus dem Jahr 1985, der eine große Rolle für Max (Sadie Silk) spielt, feiert ein Comeback. Der Song stieg in den US-Charts direkt auf Platz eins.

Die 1980er, eine Welt ohne Smartphones, Internet oder soziale Medien. Wenn man sich mit Freunden treffen möchte, werden sie angerufen, oder, auf Dustins Art: mit einem Walkie-Talkie angefunkt. Es wird mit dem Fahrrad durch die fiktive Stadt Hawkins gefahren, Arkaden werden aufgesucht und Rollschuh wird gefahren, um den harten Schulalltag zu vergessen.

Das Upside-Down: zwischen Sci-Fi und Horror

Doch so idyllisch wie Hawkins von außen wirkt, ist es nicht. Das Hawkins National Laboratory führt insgeheim Forschungen zum Übernatürlichen durch. In der vierten Staffel werden Kinder für diesen Zweck genutzt.

Heldin ist wieder einmal Elf – Ein Mädchen mit paranormalen und telekinetischen Fähigkeiten, das in die Gewalt eines Forschungsteams der Regierung kam. Das Oberhaupt ist Martin Brenner (Matthew Modine), der sich als Elfs Vater ausgibt, um ihr Vertrauen zu gewinnen. Auch in der vierten Staffel kehrt der gefürchtete Vater zurück.

In „Stranger Things“ öffnet sich wieder einmal, durch die geheimen Forschungen, die Pforte zu einer Parallelwelt, in der dieses Mal nicht Elf, sondern ihre Freunde die Helden sind. Vecna, der Dämon dieser Parellelwelt, reißt seine ersten Opfer in diese alternative Dimension, dem sogenannten „Upside-Down.“

Die vierte Staffel ist die düsterste von allen. Einst ein Sci-Fi Streifen über fünf Kinder, jetzt eine Horrorserie. Vecna kann im Upside-Down Verbindungen zu seinen Opfern in Hawkins aufnehmen, die von Traumata geplagt werden. Er tötet seine Opfer auf grausamste Weise. Er erreicht volle Kontrolle über ihre Körper, lässt sie in der Luft schweben, bricht ihre Knochen und lässt Augen und Schädel der Opfer implodieren. „Stranger Things“ wird zum neuen „American Horror Story“.

Allerdings tötet Vecna nicht einfach willkürlich Teenager. Ihr Tod schafft eine Brücke zwischen dem Upside-Down und der realen Welt. Sein Ziel ist, das Upside-Down und die Erde miteinander zu verbinden, um Verwüstung auf der ganzen Welt anzurichten. „Stranger Things 4“ – eine Mischung aus Sci-Fi und Horror.

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Vecna – Sinnbild des Bösen?

Doch wie wurde Vecna zum rachsüchtigen Superdämon? Wie genau er seine supernatürlichen Kräfte erlang, bleibt bisher unklar. Als Kind war er besessen von Spinnen. Er bezeichnet sie als „Raubtier – aber für das Gute“. Seine Eltern empfanden dies als merkwürdig. Er sei ein merkwürdiger Junge. Als er aber seine supernatürlichen Kräfte entdeckt, tötet er zuerst seine Mutter und dann seine Schwester, um seinen Vater die Schuld in die Schuhe zu schieben. Wer genau Vecna ist, zeigt sich im ersten Finale der vierten Staffel.

Heldin Elf hat viel mehr mit dem Antagonisten gemeinsam als gedacht. Beide haben supernatürliche Fähigkeiten, beide sind sehr introvertiert, beide sind Außenseiter in der Gesellschaft. Die Perspektive des Außenseiters gibt „Stranger Things“ eine noch nicht dagewesene Tiefe. Ein weiterer Punkt, der für den Erfolg der Serie spricht.

Stranger Things Der Nachfolger beliebter Horrorgeschichten?

Am 1.07.2022 erscheinen die letzten zwei Folgen der vierten Staffel von „Stranger Things“ auf Netflix. Ereignet Vecna das gleiche Schicksal, wie den anderen Antagonisten aus den vorherigen Staffeln, dem Demogorgon, Dart, und dem Mind Flayer? Oder zeigt sich Vecnas Rückkehr in der fünften und letzten Staffel von „Stranger Things“? Kommt es sogar zu einem grandiosen Finale, in dem Hawkins Teenager allen Kreaturen des Upside-Downs trotzen?

Wird „Stranger Things“ zum neuen „American Horror Story?“ Oder geht der Horrorfokus doch eher in die Richtung von Freddy Krueger, Pennywise oder Kayako? Wird es weitere Referenzen zu Horrorstreifen wie „Ring“ oder „Der Exorzist“ geben? „Stranger Things“ holt mit der vierten Staffel nun also auch Fans von Horrorklassikern mit ins Boot. Traut ihr euch ins „Upside-Down“? Are you scared, yet?

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