Fundstück: Theater auf der digitalen Bühne – Die Mülheimer Theatertage

Auch in Zeiten von Corona müssen wir nicht ganz auf das Theater verzichten. Bild: unsplash (Paolo Chiabrando)

Wir vermissen es alle doch ein wenig: Der gebannte Blick auf die leere Bühne, bevor die Vorstellung beginnt. Das Dimmen der Lichter und das langsame Verstummen der Gespräche im Zuschauerraum. Und dann der tosende Applaus am Ende einer großartigen Inszenierung. Auch wenn es vielleicht noch eine Weile dauern wird, bis wir wieder das volle Theatererlebnis haben können, so geben sich Theaterschaffende die größte Mühe, Liebhaber:innen des Theaters wieder an die Bühnen heranzuführen – so auch die Veranstalter der Mülheimer Theatertage. 

Seit dem 13. Mai läuft das alljährlich stattfindende Theaterfestival schon und bis zum Ende des Monats werden noch vier weitere Stücke von den unterschiedlichsten deutschsprachigen Bühnen online gezeigt. Und wer es nicht schafft, pünktlich zu den Aufführungsterminen einzuschalten, hat sogar noch dreißig Stunden nach Ausstrahlung Zeit, sich die Produktionen anzusehen. Zudem sind ergänzende Angebote verfügbar, unter anderem die Stücktexte zum Nachlesen oder Filmporträts der Autor:innen. Und natürlich dürfen bei den Mülheimer Theatertagen auch die Jurydebatten zum KinderStückePreis (am 22.05.) und zum Mülheimer Dramatikpreis (am 29.05.) nicht fehlen.  

Heute Abend geht es weiter mit dem nächsten Stück: Erste Staffel. 20 Jahre großer Bruder, inszeniert von Boris Nikitin. Die Inszenierung thematisiert die beliebte Reality-TV-Show Big Brother und simuliert auf der Bühne das Prinzip der Sendung in Zeiten von Pandemie, Verschwörungstheorien und Populismus. Wer nun Lust auf diese oder weitere, interessante Inszenierungen bekommen hat, sollte definitiv einen Blick auf die Homepage der Mülheimer Theatertage werfen. Einen Überblick über den gesamten Spielplan findet ihr hier.       

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