Fundstück: Deutsches Museum der digitalen Kultur

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Das Binarium zeigt unter anderem alte Spielkonsolen und Heimcomputer. Bild: William Warby, Lizenz: CC BY 2.0

Die Beschäftigung mit Computern, Spielekonsolen und dem digitalen Wandel nimmt in den letzten Jahren immer mehr zu. Für Fans von C64 und Atari eröffnet im Frühjahr 2016 das Deutsche Museum der digitalen Kultur in Dortmund. Das Projekt, existiert bereits seit 2011, doch erst 2014 konnte nach dem Erwerb eines ehemaligen Zechengebäudes mit der Realisierung begonnen werden. Seit Mai 2015 laufen die Renovierungsarbeiten, um aus dem 2000 qm umfassenden Gebäude einen Raum zu gestalten, in dem eine Vielzahl von Exponaten und Medienstationen auf zwei Etagen zum Experimentieren einladen soll. Der Gründer Christian Ullenboom will dabei die Entwicklung zeigen, die vom ersten Heimcomputer zur heutigen „digitalen Gesellschaft“ führte. Dazu wurden 700 Exponate gesammelt, zu denen 250 Telespiele und Spielkonsolen sowie 200 Heimcomputer gehören, die insgesamt 41 Jahre Computergeschichte überblicken. Neben diesen Ausstellungsstücken gibt es im sogenannten Binarium auch verschiedene Bücher und Zeitschriften zu sehen. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei, der geplanten Eröffnung im Frühjahr 2016 kann nur entgegengefiebert werden!

Fundstück: „Tiefsommer“ – Ein Sehbuch

Ihr gehört zu den Leuten, die Literatur zwar mögen, oft aber keine Lust aufs Lesen haben? Dann könnte der Autor und Journalist Jesko Habert und sein Team die perfekte Lösung für euch haben: ein Sehbuch. Das Projekt „Tiefsommer“ dreht sich um das von Habert verfasste Buch „Tiefsommer“, das zwischen magischem Realismus und fantastischer Gegenwartsliteratur anzusiedeln ist und sich um die Themen Revolution und Fantasie dreht. Das Ziel: ein Hörbuch für alle Sinne entstehen zu lassen. Acht erfahrene Poetry Slammer lesen dazu 10 – 15 minütige Szenen ein, die, anders als bei einem reinen Hörbuch, durch Filmmaterial ergänzt werden. Die Bilder, die die Worte passend ergänzen, machen das Sehbuch so zu einem ganz besonderen Erlebnis für die Zuschauer. Der Clou dabei: Das Ergebnis soll in wöchentlichen Episoden über Online Videoportale wie youtube und vimeo frei zugänglich gemacht werden.

Insgesamt ein ambitioniertes Projekt, das zurzeit noch in den Startlöchern steht. Für alle Leser, die gerne sehen, hören und wahrnehmen, lohnt sich ein Blick in die Leseprobe!

„Früher dachte ich, Bücher besprechen heißt ein alter Mann zu sein“ – Workshop mit Stefan Mesch

Stefan Mesch zu Gast in Essen. Bild: CC BY-SA 4.0 Janna Reichmann
Stefan Mesch zu Gast in Essen. Bild: CC BY-SA 4.0 Janna Reichmann

Wie spricht man über Literatur? Das war eine der zentralen Leitfragen des Workshops Feuilletonistisches Schreiben, der am 12. November 2015 an der Universität Essen stattfand. Organisiert wurde er vom Forum Kalliope im Rahmen der Beitragsreihe Fünf Gesichter zum Buch. Gegenstand der Diskussion war auch die Frage nach der Funktion des Schreibens für das Feuilleton und dem Status eines Literaturkritikers beziehungsweise Bloggers. Dazu war Stefan Mesch als besonderer Gast vor Ort, der während des Abends Einblicke in seine Arbeitsprozesse gab und den Teilnehmern das Berufsbild eines freien Journalisten und Literaturkritikers näher brachte. Weiterlesen „„Früher dachte ich, Bücher besprechen heißt ein alter Mann zu sein“ – Workshop mit Stefan Mesch“