Nie mehr mit dem Aktenordner ins Seminar!

Das Wachstum von Online-Semesterapparaten an der Universität Duisburg-Essen (Auszug aus einer Präsentation von Frank Lützenkirchen, siehe auch: http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42222/Workshop52a2016-10-12LuetzenkirchenSemesterapparate.pdf).

Das Wachs­tum von Online-Semesterapparaten an der Uni­ver­si­tät Duisburg-Essen (Aus­zug aus einer Prä­sen­ta­ti­on von Frank Lüt­zen­kir­chen, sie­he: http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42222/Workshop52a 2016–10-12LuetzenkirchenSemesterapparate.pdf).

Dass die Digi­ta­li­sie­rung bes­se­re Arbeits- und Erkennt­nis­pro­zes­se in der wis­sen­schaft­li­chen For­schung und Leh­re ermög­licht, dürf­te Kon­sens unter den „Digitur“-LeserInnen sein – und dazu gehö­ren auch dyna­mi­sche Online-Semester- appa­ra­te. Zugleich pro­gnos­ti­ziert der Prä­si­dent der Hoch­schul­rek­to­ren­kon­fe­renz, Prof. Dr. Hor­st Hipp­ler, dass bald „die für ein moder­nes Stu­di­um unver­zicht­ba­re digi­ta­le Bereit­stel­lung von Tex­ten schmerz­haft ein­ge­schränkt wird.“ Wie kann das sein? Und was kann man gegen die­se Ent­wick­lung unter­neh­men? Wei­ter­le­sen

Fundstück: Netzliteratur im Archiv

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Die Anfor­de­run­gen bei der Archi­vie­rung von Netz­li­te­ra­tur sind ande­re als beim Buch.

Wie lässt sich Netz­li­te­ra­tur authen­ti­sch archi­vie­ren und ver­füg­bar machen? Die­ser Fra­ge geht ein For­schungs­team im Rah­men des DFG-Projekts Auf­bau eines Quel­len­cor­pus für die seit den 1990er Jah­ren ent­ste­hen­de Lite­ra­tur­gat­tung „Netz­li­te­ra­tur” seit Janu­ar 2013 nach. „Ziel ist der Aus­bau der bestehen­den Samm­lung Lite­ra­tur im Netz durch Auf­bau eines in tech­ni­scher und ästhe­ti­scher Hin­sicht typo­lo­gi­sch bei­spiel­haf­ten Grund­stocks an Quel­len.” Im Deut­schen Lite­ra­tur­ar­chiv Mar­bach fin­det am 01./02. Dezem­ber nun der Work­shop Netz­li­te­ra­tur im Archiv: Erfah­run­gen und Ergeb­nis­se statt. Die­se Ver­an­stal­tung mar­kiert den Abschluss des auf drei Jah­re kon­zi­pier­ten Pro­jekts: „Im Ver­ein von Exper­ten und Akteu­ren der Netz­li­te­ra­tur sowie dem Pro­jekt­team wer­den Erfah­run­gen und Metho­di­sches, Geschich­te und Zukunft des digi­ta­len Gen­res und sei­ne Rele­vanz für die For­schung beleuch­tet.”

Fundstück: Juristische Hilfe für das Forschen in der digitalen Welt

Mit den Digi­tal Huma­nities gewinnt die quan­ti­ta­ti­ve Aus­wer­tung von Daten zuneh­mend an Bedeu­tung für die Geistes- und Kul­tur­wis­sen­schaf­ten. Die Ver­wal­tung von Zugriffs- und Nut­zungs­rech­ten muss neu und anders gedacht wer­den. Eine aktu­ell ver­öf­fent­lich­te juris­ti­sche Hand­rei­chung für das For­schen in der digi­ta­len Welt, ver­fasst von John Weitz­mann und Paul Klim­pel (iRights.Law), gibt Geistes- und Kul­tur­wis­sen­schaft­le­rIn­nen einen Über­bli­ck über die recht­li­chen Bestim­mun­gen und Risi­ken im Zusam­men­hang mit der Ver­öf­fent­li­chung und Nach­nut­zung von Erkennt­nis­sen und For­schungs­da­ten.

Fundstück: Hypotheses

Screenshot: de.hypotheses.org am 16.05.2015

Screen­s­hot: de.hypotheses.org am 16.05.2015

Seit mehr als drei Jah­ren gibt es das deutsch­spra­chi­ge Blog­por­tal de.hypotheses.org, das inter­na­tio­na­le Mut­ter­por­tal sogar schon seit sechs Jah­ren. Es soll Geistes- und Sozi­al­wis­sen­schaft­ler moti­vie­ren über ihre For­schungs­fel­der zu blog­gen, ihnen kos­ten­los Unter­stüt­zung in tech­ni­schen Fra­gen anbie­ten (zum Bei­spiel beim Ein­rich­ten eines neu­en Blogs) und als Com­mu­ni­ty zu einem grö­ße­ren Leser­kreis inner­halb der digi­ta­len Welt ver­hel­fen. Ein gro­ßer Vor­teil für die Wis­sen­schaft­ler ist, dass alle bei Hypo­the­ses ver­zeich­ne­ten Blogs mit einer ISSN ver­se­hen wer­den und so von Biblio­the­ken als Zeit­schrif­ten erfasst und gefun­den wer­den kön­nen. Gleich­zei­tig bedeu­tet dies auch eine Gleich­be­rech­ti­gung digi­ta­ler wis­sen­schaft­li­cher Inhal­te gegen­über ihrer ana­lo­gen Ent­spre­chun­gen und ist damit als Weg­wei­ser hin zu einer neu­en und zeit­ge­mä­ßen Publi­ka­ti­ons­pra­xis zu sehen. Im April 2015 konn­te de.hypotheses.org sein 1000. Blog ver­zeich­nen.

Fundstück: Goethe wird digital

Goethe-Statue in Leipzg. CC-BY-2.0 motograf - https://www.flickr.com/photos/motograf/

Goethe-Statue in Leip­zig. CC-BY-2.0 moto­graf

Eine umfang­rei­che Online-Plattform zu Goe­thes Leben, Wir­ken und Werk ent­steht künf­tig im Rah­men des gro­ßen For­schungs­pro­jekts „Pro­py­lä­en. For­schungs­platt­form zu Goe­thes Bio­gra­phi­ca“. In den kom­men­den 25 Jah­ren arbei­ten die Klas­sik Stif­tung Wei­mar, die Säch­si­sche Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten zu Leip­zig und die Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten und der Lite­ra­tur Mainz gemein­sam an der Mammut-Aufgabe.  Die Platt­form soll Wis­sen­schaft­lern und allen Inter­es­sier­ten kom­for­ta­blen Zugang zu den unzäh­li­gen Brie­fen, Tage­buch­ein­trä­gen und Gesprächs­auf­zeich­nun­gen Goe­thes ver­schaf­fen — unter ande­rem auch mit digi­ta­len Fak­si­mi­les hand­schrift­li­cher Tex­te.

Die Natur des Textes selbst wandelt sich.“ Wissenschaftliches Publizieren in einer digitalen Welt

digital humanities im deutschsprachigen raum

Der Ver­band DHd — „Digi­tal Huma­nities im deutsch­spra­chi­gen Raum“

Wie kann man die Poten­zia­le digi­ta­ler Medi­en für das wis­sen­schaft­li­che Arbei­ten opti­mal nut­zen? Oder kon­kre­ter gefragt: Wie könn­te das digi­ta­le Publi­zie­ren eine bes­se­re wis­sen­schaft­li­che Pra­xis för­dern? Die­se wich­ti­gen Fra­gen, an denen welt­weit vie­le For­sche­rin­nen und For­scher theo­re­ti­sch und prak­ti­sch arbei­ten, wer­den auch im deutsch­spra­chi­gen Raum inten­siv bear­bei­tet. Einer der wich­tigs­ten Akteu­re ist der noch jun­ge Ver­band Digi­tal Huma­nities im deutsch­spra­chi­gen Raum, der 2012 gegrün­det wur­de und in weni­gen Wochen in Graz sei­ne zwei­te Jah­res­ta­gung bege­hen wird.

Auf der ers­ten Jah­res­ta­gung, die im März 2014 in Pas­sau statt­fand, wur­den ver­schie­de­ne AGs ein­ge­rich­tet, die sich inten­si­ver mit wich­ti­gen Fra­gen der Digi­tal Huma­nities beschäf­ti­gen soll­ten, eine davon hat sich im letz­ten Jahr unter der Lei­tung von Dr. Tho­mas Stä­cker (stv. Direk­tor der Her­zog August Biblio­thek Wol­fen­büt­tel) zum The­ma „Digi­ta­le Publi­ka­tio­nen“ for­miert. Vor weni­gen Tagen hat die AG nun ihr vor­läu­fi­ges Arbeits­pa­pier zur Zukunft des digi­ta­len Publi­zie­rens in der Wis­sen­schaft, ins­be­son­de­re in den Digi­tal Huma­nities, vor­ge­legt, das Wei­ter­le­sen

Erzählen im digitalen Raum

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Erzählt wird seit Jahr­hun­der­ten: am Lager­feu­er, in Bau­ern­kü­chen, in Büchern, im Radio und im Fern­se­hen. Und natür­li­ch auch im Inter­net. Aber was gen­au ist eigent­li­ch das beson­de­re an digi­ta­ler Lite­ra­tur und was unter­schei­det sie von der Print­li­te­ra­tur?

Wei­ter­le­sen

Plagiatsplattformen als Avantgarde? Zur Zukunft des digitalen Publizierens in den Geisteswissenschaften

Screenshot Videos DHd2014

Kon­tro­ver­se Dis­kus­sio­nen bei der ers­ten
Kon­fe­renz des DHd in Pas­sau

His­to­ric man may turn out to have been lite­ra­te man. An epi­so­de.“  Mar­shall McLu­han, 1953

Die Poten­zia­le der digi­ta­len Medi­en für das geis­tes­wis­sen­schaft­li­che Arbei­ten wer­den immer stär­ker genutzt und reflek­tiert. Ein guter Beleg für die­se Ver­än­de­run­gen ist der Ver­band Digi­tal Huma­nities im deutsch­spra­chi­gen Raum (DHd), Wei­ter­le­sen

Über ein neues Wissenschaftsfeld: Humanities gone digital

Schwierige Frage: What is Digital Humanities? CC-BY-NC-SA 4.0 Linda Englisch

Schwie­ri­ge Fra­ge: What is Digi­tal Huma­nities?
CC-BY-NC-SA 4.0 Lin­da Eng­li­sch

Digi­tal Huma­nities, kurz DH — für vie­le ein frem­der Begriff oder viel­leicht einer aus der Kate­go­rie: „Hab’ ich schon mal irgend­wo gehört.” Es wür­de sich also anbie­ten, hier mit einer kna­cki­gen Defi­ni­ti­on auf­zu­war­ten. Doch da wird es bereits kniff­lig. Die Fra­ge, was die Digi­tal Huma­nities denn nun sind, füllt eini­ge Bücher; nicht zuletzt wird das The­ma bei Twit­ter und bei Fach­kon­fe­ren­zen heiß dis­ku­tiert. Wei­ter­le­sen

Fundstück: „Digitaler Humanismus“ wird geehrt

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© Insightfoto.com 2013

Er gilt als Pio­nier der digi­ta­len Welt und als Vater des Begriffs „vir­tual rea­li­ty“. Gemeint ist Infor­ma­ti­ker, Schrift­stel­ler und Musi­ker Jaron Lanier, der sich seit Don­ners­tag auch als dies­jäh­ri­ger Trä­ger des Frie­dens­prei­ses des Deut­schen Buch­han­dels bezeich­nen kann. In sei­nen Büchern („We Are Not a Gad­get“ und „Who Owns the Future“) for­dert Lanier einen „digi­ta­len Huma­nis­mus“, der sowohl den Schutz des geis­ti­gen Eigen­tums als auch die Rech­te jedes Indi­vi­du­ums auf sei­ne Daten im Inter­net umfasst. Die Ver­lei­hung des Prei­ses fin­det am 12. Okto­ber 2014 im Rah­men der Frank­fur­ter Buch­mes­se statt.