E-Books verschenken?

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Ein E-Book lässt sich schwer verpacken, Foto: Pixabay

Bücher gehören nach wie vor zu den beliebtesten Geschenken unter dem Weihnachtsbaum. Laut einer Umfrage belegen sie den ersten Platz, wenn es um die Weihnachtseinkäufe 2016 geht. Demnach überlegen 38 % der Deutschen in diesem Jahr ein Buch zu verschenken. Damit sind sie sogar beliebter als Spielwaren. Eine Angabe dazu, welchen Anteil E-Books in dieser Untersuchung einnehmen, gibt es nicht. Es lässt sich jedoch vermuten, dass dieser nicht sonderlich groß ist, denn so praktisch E-Books auch sein mögen, sie zu verschenken gestaltet sich bisher eher schwierig. Doch woran liegt das eigentlich? Weiterlesen „E-Books verschenken?“

Fundstück: Lyrik ohne Buchimitation in der Edition Binaer

Der Lyrik-Code verbessert das Leseerlebnis. ©Verlagshaus Berlin
Der Lyrik-Code verbessert das Leseerlebnis. ©Verlagshaus Berlin

Innovation im Lyrikbereich: Mit der Edition Binaer ist endlich Schluss mit der Buchimitation auf den elektronischen Geräten! Das Verlagshaus Berlin hat einen eigenen Lyrik-Code entwickelt, mit dem die Form eines Gedichts auf dem E-Reader besser dargestellt werden kann. Es besteht aus einer Anzahl von Zeichen, die nur dann in Erscheinung treten, wenn sie vom Leser benötigt werden. So kann jeder selbst entscheiden, wann der E-Reader ihm Zeilenumbrüche, Einschübe oder andere Raffinessen anzeigen soll.

Die herkömmliche Gestaltung, wie etwa die wie in Romanen umbrochene Schrift, sorgte bislang dafür, dass Struktur und Rhythmik eines Textes unter Umständen zerstört wurden. Dank des Lyrik-Codes gehört dieses Problem der Vergangenheit an.

Erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert wird das Projekt auf der Leipziger Buchmesse am 19.03. Die ersten vier E-Books mit Texten von Crauss., Lea Schneider, Sebastian und Tillmann Severin, Max Czollek, Martin Piekar und Jan Kuhlbrodt erscheinen am 15. März 2016.

Fundstück: Chip Kidd – Vom ersten Eindruck eines Covers

Das Cover, das jeder kennt: Chip Kidds T-Rex für Crichtons Buch Jurassic Parc. © Chip Kidd
Das Cover, das jeder kennt: Chip Kidds T-Rex für Crichtons Buch „Jurassic Park“. © Chip Kidd

Wenn der erste Eindruck stimmt, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen. So in der Art könnte die eigene Motivationsparole lauten, vielleicht vor einem wichtigen Vorstellungsgespräch oder der ersten Verabredung. Dass der erste Eindruck auch für Bücher enorm wichtig ist, das weiß Chip Kidd als einer der berühmtesten Cover-Designer am besten: Was nicht gut aussieht, wird auch nicht gelesen. Der US-Amerikaner ist in Reading, Pennsylvania geboren (wenn das mal kein Clou des Schicksals ist…) und gestaltet seit fast drei Jahrzehnten die Buchgesichter. Sein wichtigstes Werk: Michael Crichtons Roman „Jurassic Park“. Nicht nur das Buch machte den schwarzen T-Rex prominent, auch die daran anknüpfenden Filme, die den Schattendino für das Logo einkauften, machten ihn zum Star seines Jahrgangs. (Erneut zu sehen beim Sequel „Jurassic World“, seit heute in den deutschen Kinos.) Wie er zu seinen berühmten Buchcovern kommt, damit hält Chip Kidd nicht hinter dem Berg. Im Gegenteil: Auf einer der berühmten TED-Konferenzen erzählt er anschaulich und mit etwas eigenwilligem Humor davon, was ein gutes Buchcover ausmacht.

Fundstück: Buchgestaltung im digitalen Zeitalter

Was bedeutet der digitale Wandel in Hinblick auf das Verlegen von Printprodukten, die Lesekultur und die Gestaltung von Büchern? Diesen Fragen geht das Projekt Edition Umbruch – eine Publikation nach, das seit dem 21.05. auf der Crowdfunding-Plattform Startnext läuft. Initiatorinnen des Projekts sind die vier Masterstudentinnen des Studiengangs Design der HAW Hamburg Laura Asmus, Luzia Hein, Marion Schreiber und Svenja Wamser, die in einem Masterkurs Typografie ein Buch konzipiert, kuratiert und produziert haben, das sie nun in einer limitierten Auflage von 300 Stück drucken lassen möchten. Die Publikation soll in ihrer Erscheinungsform bereits das repräsentieren, was wohl für viele Bücher die zukünftige Rolle sein wird: hochwertige Objekte in limitierter Edition.
Das Projekt kann noch bis zum 15.06. unterstützt werden.