Fundstück: HOOKED – Chat Stories

(Quelle: pixabay.com)
(Quelle: pixabay.com)

In unserer modernen Welt, in der die meisten von uns zwischen Arbeit und privaten Verpflichtungen gerade einmal Zeit für einen „Coffee to go“ in der Straßenbahn finden, fällt es vielen immer schwerer, sich bewusst Zeit für ein gutes Buch zu nehmen. Statt sich in den Sessel zu fläzen und sich einige Zeit aus dem Alltag auszuklinken, ist man per WhatsApp und Messenger allzeit erreichbar. Wer diese Form der modernen Kommunikation nicht ausschalten kann oder will, aber trotzdem kurzweilige, literarische Unterhaltung sucht, könnte sich für die App Hooked – Chat Stories interessieren. Das US-amerikanische Paar Prerna Gupta und Parag Chordia haben die App entwickelt, die ihre Nutzer mit sehr kurzen Erzählungen versorgt. Der Clou: Erzählt wird in Form einer SMS-Konversation zweier Figuren. Je nach Genre sollen die Geschichten gruselig, romantisch, oder spannend ausfallen, den Nutzer aber nie mehr als fünf Minuten seiner Zeit kosten. Wer sich den Spaß für die kleine Pause zwischendurch gönnen möchte, darf allerdings nicht besonders knauserig sein: Für vollen Zugang zu den Inhalten bezahlt man knapp 3 Euro die Woche.

Fundstück: SchriftStellen

Screenshot von www.schriftstellen.com
Screenshot von www.schriftstellen.com

Endlich steigen die Temperaturen, der Sommer naht – die Zeit, um mit einem guten Buch vor dem Kamin zu sitzen, ist vorbei. Wer gerne Literatur erleben und trotzdem draußen die Region erkunden möchte, der könnte sich am aktuellen Projekt des Literaturbüros NRW erfreuen: SchriftStellen lädt ein auf eine Entdeckungstour durch Düsseldorf, um wichtige literarische Schauplätze der Stadt kennenzulernen. Fällt einem auf seinem Spaziergang das gelbe Icon ins Auge, befindet man sich an einem wichtigen Ort literarischem Schaffens. Durch das Einscannen des zugehörigen QR-Codes mit dem Smartphone erfährt man, welche SchriftstellerIn an dieser Stelle gewirkt hat. Zusätzlich bekommt man einen akustischen Eindruck des Werkes – die Düsseldorfer Schauspieler Claudia Hübbecker und Moritz Führmann haben wichtige Texte der AutorInnen eingesprochen.

Schreiben und Lesen auf Wattpad: 7 Fragen an den Autor Xinon Sero

Die Wattpad-Benutzeroberfläche, Bild: CC BY-SA 4.0 Johanna Böhnke
Die Wattpad-Benutzeroberfläche, Bild: CC BY-SA 4.0 Johanna Böhnke

Das digitale Zeitalter gibt Lesebegeisterten kostenlos Zugang zu einer Vielzahl an Geschichten. Gleichzeitig haben auch Autoren immer mehr Möglichkeiten, ihre Werke an ein Publikum zu bringen. Die Plattform Wattpad verbindet genau diese Aspekte. Autoren können hier Kurzgeschichten, Fan Fictions und sogar ganze Bücher in Kapitelabschnitten online stellen und sie damit Millionen von Lesern weltweit kostenlos anbieten. Mit mehr als 40 Millionen Nutzern ist Wattpad das größte Netzwerk dieser Art. Längst sind auch Verlage auf die Plattform aufmerksam geworden und suchen hier nach Talenten. Denn was auf Wattpad gut ankommt, kann auch in Buchform zum Erfolg werden. Das beste Beispiel dafür ist die amerikanische Autorin Anna Todd, die mit ihrer Fan-Fiction-Reihe „After“ zur Band One Direction seit Monaten nicht mehr von den Bestseller-Tischen der Buchhandlungen wegzudenken ist.

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future!publish: Die LogBook App – Literatur im Raum erleben

Das Team der Universität St. Gallen präsentiert die LogBook App. CC-BY-NC-SA 4.0 Sina Adam
Das Team der Universität St. Gallen präsentiert die LogBook App. CC-BY-NC-SA 4.0 Sina Adam

Mordechai Wolkenbruch auf seiner wunderlichen Reise durch Zürich begleiten, mit Max Frisch auf eine Zigarette am See verweilen, an Originalschauplätzen den Dadaismus wieder zum Leben erwecken – all dies soll schon bald möglich sein. Mit der LogBook App will das Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement St. Gallen Literatur erlebbar machen und den Kulturtourismus revolutionieren.  Weiterlesen „future!publish: Die LogBook App – Literatur im Raum erleben“

future!publish: Papego und die Kluft zwischen Print und Digital

Dr. Karl-Ludwig von Wendt stellt Papego vor. CC-BY-NC-SA 4.0 Daniela Kratz
Dr. Karl-Ludwig von Wendt stellt Papego vor. CC-BY-NC-SA 4.0 Daniela Kratz

Gedruckt versus digital, das gute alte Buch gegen das moderne E-Book: Neu ist diese Debatte keineswegs. Jede Seite hat ihre Verfechter mit einleuchtenden Argumenten, doch schließen sich beide Formate wirklich grundsätzlich aus? Oder gibt es eventuell doch eine Möglichkeit, die Gegensätze zu überwinden und beide Seiten zu verbinden?
Dr. Karl-Ludwig von Wendt, Autor und Mitbegründer der Hamburger Briends GmbH, hat es sich zum Ziel gesetzt eine Brücke zwischen gedrucktem und digitalem Lesen zu schlagen und somit all diejenigen Leser zu bedienen, die sich eben nicht von vornherein ausschließlich auf ein Format festlegen wollen, sondern stattdessen Wert auf größtmögliche Flexibilität legen. Auf dem Berliner future!publish-Kongress stellte er Ende Januar 2016 dazu seine konkrete Vision vor: Papego.

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Fundstück: Hören, was andere sehen

Screenshot: http://www.gretaundstarks.de/greta/greta (17.02.2016)
Screenshot: http://www.gretaundstarks.de/greta/greta (17.02.2016)

Lange Zeit war es für Sehbehinderte schwierig im Kino oder Zuhause bei einem DVD-Abend einen Film in Gänze wahrnehmen zu können, weil die Sehkomponente bisher unerfüllt blieb. Doch dafür gibt es nun Abhilfe: Die App Greta macht Audiodeskriptionen zugänglich und ermöglicht in den Dialogpausen die Beschreibung von Mimik, Gestik, Handlung und der dramaturgisch relevanten Umgebung. Die App erkennt den Filmstart automatisch und spielt die Bildbeschreibungen synchron zum Film ab. Einziger Haken: Wer sich für einen Film interessiert, sollte vorher checken, ob es dazu auch eine Audiodeskription gibt, da die Filmverleiher und Produzenten selbst entscheiden, welche Filme sie für Greta zugänglich machen.
Greta funktioniert auf jedem Smart Device (Smartphone, iPod Touch oder Tablet) und ist via Kopfhörer nutzbar.

Aktuelles aus der Redaktion

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Digitur ist in der Prüfungszeit.
Bild: CC0

In den letzten Wochen war es auf Digitur etwas ruhiger als üblich. Der Großteil des Redaktionsteams kämpft derzeit mit Prüfungen, Masterarbeiten und anderen Projekten, deren Deadlines bedrohlich nahe gerückt sind. Die Arbeit am Blog hatte so häufig das Nachsehen. Das tut uns sehr leid! Digitur wird vermutlich auch in den nächsten Wochen noch etwas auf Sparflamme laufen müssen, aber sobald die Prüfungszeit gemeistert ist, sind wir auch wieder voll dabei. Solange heißt es, dem Feind jeder Hausarbeit, der Prokrastination, den Kampf anzusagen – zum Beispiel mit praktischen Apps, die das Arbeiten optimieren. Da das bekanntlich nicht immer funktioniert, hier noch ein weiterer Tipp, um während unproduktiver Zeiten nicht zu verzweifeln:

Fundstück: Shakespeare verstehen mit einem Wisch

Would I could answer
This comfort with the like! But I have words
That would be howl’d out on in the desert air,
Where hearing should not latch them.
(Macbeth, Act 4, Scene 3)

Welcher deutsche Schüler hat sich nicht schon mal im Englisch-Unterricht gewünscht, die Texte von Shakespeare würden genau so im Wind verhallen, wie es sich der schottische Edelmann Ross bei seiner schlechten Nachricht an Macduff wünscht. Zu schade wäre das aber um jedes Shakespeare’sche Wort. Die kostenlose App SwipeSpeare soll da Abhilfe schaffen und übersetzt das elisabethanische Englisch „in plain and simple English.“