future!publish: Papego und die Kluft zwischen Print und Digital

Dr. Karl-Ludwig von Wendt stellt Papego vor. CC-BY-NC-SA 4.0 Daniela Kratz
Dr. Karl-Ludwig von Wendt stellt Papego vor. CC-BY-NC-SA 4.0 Daniela Kratz

Gedruckt versus digital, das gute alte Buch gegen das moderne E-Book: Neu ist diese Debatte keineswegs. Jede Seite hat ihre Verfechter mit einleuchtenden Argumenten, doch schließen sich beide Formate wirklich grundsätzlich aus? Oder gibt es eventuell doch eine Möglichkeit, die Gegensätze zu überwinden und beide Seiten zu verbinden?
Dr. Karl-Ludwig von Wendt, Autor und Mitbegründer der Hamburger Briends GmbH, hat es sich zum Ziel gesetzt eine Brücke zwischen gedrucktem und digitalem Lesen zu schlagen und somit all diejenigen Leser zu bedienen, die sich eben nicht von vornherein ausschließlich auf ein Format festlegen wollen, sondern stattdessen Wert auf größtmögliche Flexibilität legen. Auf dem Berliner future!publish-Kongress stellte er Ende Januar 2016 dazu seine konkrete Vision vor: Papego.

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Fundstück: Hören, was andere sehen

Screenshot: http://www.gretaundstarks.de/greta/greta (17.02.2016)
Screenshot: http://www.gretaundstarks.de/greta/greta (17.02.2016)

Lange Zeit war es für Sehbehinderte schwierig im Kino oder Zuhause bei einem DVD-Abend einen Film in Gänze wahrnehmen zu können, weil die Sehkomponente bisher unerfüllt blieb. Doch dafür gibt es nun Abhilfe: Die App Greta macht Audiodeskriptionen zugänglich und ermöglicht in den Dialogpausen die Beschreibung von Mimik, Gestik, Handlung und der dramaturgisch relevanten Umgebung. Die App erkennt den Filmstart automatisch und spielt die Bildbeschreibungen synchron zum Film ab. Einziger Haken: Wer sich für einen Film interessiert, sollte vorher checken, ob es dazu auch eine Audiodeskription gibt, da die Filmverleiher und Produzenten selbst entscheiden, welche Filme sie für Greta zugänglich machen.
Greta funktioniert auf jedem Smart Device (Smartphone, iPod Touch oder Tablet) und ist via Kopfhörer nutzbar.

Aktuelles aus der Redaktion

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Digitur ist in der Prüfungszeit.
Bild: CC0

In den letzten Wochen war es auf Digitur etwas ruhiger als üblich. Der Großteil des Redaktionsteams kämpft derzeit mit Prüfungen, Masterarbeiten und anderen Projekten, deren Deadlines bedrohlich nahe gerückt sind. Die Arbeit am Blog hatte so häufig das Nachsehen. Das tut uns sehr leid! Digitur wird vermutlich auch in den nächsten Wochen noch etwas auf Sparflamme laufen müssen, aber sobald die Prüfungszeit gemeistert ist, sind wir auch wieder voll dabei. Solange heißt es, dem Feind jeder Hausarbeit, der Prokrastination, den Kampf anzusagen – zum Beispiel mit praktischen Apps, die das Arbeiten optimieren. Da das bekanntlich nicht immer funktioniert, hier noch ein weiterer Tipp, um während unproduktiver Zeiten nicht zu verzweifeln:

Fundstück: Shakespeare verstehen mit einem Wisch

Would I could answer
This comfort with the like! But I have words
That would be howl’d out on in the desert air,
Where hearing should not latch them.
(Macbeth, Act 4, Scene 3)

Welcher deutsche Schüler hat sich nicht schon mal im Englisch-Unterricht gewünscht, die Texte von Shakespeare würden genau so im Wind verhallen, wie es sich der schottische Edelmann Ross bei seiner schlechten Nachricht an Macduff wünscht. Zu schade wäre das aber um jedes Shakespeare’sche Wort. Die kostenlose App SwipeSpeare soll da Abhilfe schaffen und übersetzt das elisabethanische Englisch „in plain and simple English.“