Fundstück: Diwan-Hörbuchverlag ergattert Landespreis 2016

- Bild: http://der-diwan.de/

 Bild: http://der-diwan.de/

Zum ers­ten Mal wur­de der baden-württembergische Lan­des­preis für lite­ra­ri­sch ambi­tio­nier­te Klein­ver­la­ge an einen Hör­buch­ver­lag ver­lie­hen. Der Preis wur­de in die­sem Jahr zum 13. Mal ver­lie­hen. Die Ver­le­ge­rin Chris­ti­na Walz grün­de­te den Diwan-Hörbuchverlag 2008 in Uhingen-Nassachmühle. Der Ver­lag ver­öf­fent­licht eine Viel­zahl an Hör­bü­chern, dar­un­ter Bel­le­tris­tik, Jugend­li­te­ra­tur oder Sach­bü­cher. Das anspruchs­vol­le, lite­ra­ri­sche Pro­gramm sowie die Spre­cher haben die Jury über­zeugt. Rein­hö­ren in das Pro­gramm des Diwan-Hörbuchverlags lohnt sich alle­mal.

Fundstück: Erstes Indie Lese-Festival bei Amazon

Bei dem Indie Lese-Festival feiert Amazon das verlagsfreie Publizieren

Bei dem Indie Lese-Festival fei­ert Ama­zon das ver­lags­freie Publi­zie­ren.

Bei Ama­zon fin­det man Bücher aller Art. In die­sem Monat fei­ert der Ver­sand­händ­ler mit dem ers­ten Indie Lese-Festival Deutsch­lands etwas ganz Beson­de­res: das ver­lags­un­ab­hän­gi­ge Publi­zie­ren. Jede Woche stel­len Indie-Autoren ihre Favo­ri­ten bei eBooks, Taschen­bü­chern und Hör­bü­chern vor. So haben die Auto­ren die Mög­lich­keit mehr Leser für ihre Bücher zu begeis­tern. Das schö­ne für die Leser: die Bücher gibt es bis zu 70 % güns­ti­ger. Bis zum 28. Febru­ar wer­den jeden Mitt­wo­ch ab 12 Uhr neue Ange­bo­te und Bücher vor­ge­stellt. In den sozia­len Netz­wer­ken kön­nen Auto­ren unter dem Hash­tag #indie­le­se­fes­ti­val die Akti­on unter­stüt­zen.

Wenn der Algorithmus zum Lektor wird

Screen­s­hot von inkitt.com

Wor­an erkennt man einen Best­sel­ler? Eine Fra­ge, die sich jeder Lek­tor stel­len muss, wenn er die unzäh­li­gen ein­ge­sand­ten Manu­skrip­te durch­blät­tert. Dabei wer­den oft Wer­ke mit Poten­ti­al über­se­hen. Selbst welt­wei­te Erfol­ge wie die „Har­ry Potter“-Reihe oder Ste­phen King’s Debüt­ro­man „Car­rie“ wur­den von mehr als nur einem Ver­lag abge­lehnt.

Letzt­end­li­ch wol­len Ver­la­ge die Bücher ver­öf­fent­li­chen, die bei den Lesern gut ankom­men. Doch das Urteils­ver­mö­gen ein­zel­ner Per­so­nen kann hier zuwei­len dane­ben­lie­gen. Soll­ten es dann nicht eigent­li­ch die Leser selbst sein, die ent­schei­den, ob ein Buch ver­öf­fent­licht wird oder nicht? Die­se Fra­ge hat sich das Ber­li­ner Start Up Inkitt gestellt und dar­auf­hin ein Modell ent­wi­ckelt, bei dem Bücher per Daten­ana­ly­se ver­öf­fent­licht wer­den. Wei­ter­le­sen

Fundstück: Hörspielfiguren „Tonies”

Tonies bei Instagram

Die Tonies sind bereits in den sozia­len Medi­en zu fin­den. — Foto:  CC BY-SA 4.0 Jana Leon­hardt

Kin­der mit Lite­ra­tur ver­traut machen. Wie gin­ge das bes­ser als mit dem Vor­le­sen von Geschich­ten? Doch manch­mal fehlt Eltern die Zeit, um mit dem Nach­wuchs und mit Hil­fe von Büchern in eine Phan­ta­sie­welt ein­zu­tau­chen, span­nen­de Aben­teu­er zu erle­ben oder auf Ent­de­ckungs­rei­se im Mär­chen­wald zu gehen. Eine Alter­na­ti­ve zu Hör­spie­len auf CD oder gar per App bie­tet bereits Living­Kids­Books. Nun gibt es — bzw. ab Sep­tem­ber im Han­del — eine wei­te­re Mög­lich­keit für Kin­der, Hör­spie­le zu nut­zen.   Tonies! Das ist eine Kom­bi­na­ti­on aus Spiel­zeug und Hör­spiel. Auf die Idee kamen Patric Faß­ben­der und Mar­cus Stahl. Aber was gen­au sind Tonies? Es han­delt sich um eine Box, auf die ver­schie­de­ne Spiel­fi­gu­ren (Olchis oder bei­spiels­wei­se das Sams) gestellt wer­den kön­nen. Je nach Figur beginnt dann das ent­spre­chen­de Hör­spiel. Das funk­tio­niert durch near field com­mu­ni­ca­ti­on, kurz NFC. Wenn die Klei­nen kei­ne Lust mehr auf Geschichten-Vorlesen haben, dann kön­nen sie kur­zer­hand die Figur als Spiel­zeug nut­zen. Die Erfin­der bezeich­nen die Tonies auch als Hör­spiel­fi­gu­ren — was die Idee dahin­ter gut auf den Punkt bringt.

Fundstück: Direttissima

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Diret­tis­si­ma: Die neue Kon­fe­renz der Medien- und Ver­lags­bran­che Bild: Diret­tis­si­ma ©

Heu­te fin­det in Mün­chen eine neue Medien- und Publis­hing­kon­fe­renz für die Verlags- und Medi­en­bran­che statt. Ihr Name Diret­tis­si­ma ist im Alpi­nis­mus ein Begriff für einen direk­ten, umweg­lo­sen Auf­stieg zum Gip­fel. Im Gegen­satz zum Nor­mal­weg, der den Weg des gerings­ten Wider­stan­des sucht, stellt sich der Begeh­rer einer Diret­tis­si­ma den direk­ten Schwie­rig­kei­ten eines Ber­ges. Mit die­sem Gedan­ken als Leit­mo­tiv, sind in Mün­chen Red­ner aus ver­schie­de­nen Bran­chen zu Gast, um die Digi­ta­li­sie­rung der Medi­en­bran­che zu dis­ku­tie­ren. Mit dabei sind Jour­na­lis­ten, Fir­men­grün­der und Soci­al Media Pro­fis. Die bun­te Mischung der aus­ge­wähl­ten Spea­ker und das viel­sei­ti­ge Pro­gramm las­sen auf eine span­nen­de Kon­fe­renz hof­fen. Für alle Neu­gie­ri­gen aus der Nähe von Mün­chen: Bis 18 Uhr lau­fen die Vor­trä­ge, dana­ch wird die Kon­fe­renz mit einer rau­schen­den Par­ty aus­ge­läu­tet. Für alle, die es zeit­li­ch nicht schaf­fen, gibt es einen Live Blog, das über alle Fort­schrit­te berich­tet. Zumin­dest ein Bli­ck dort hin­ein lohnt sich!

Vom Blog zum Buch

Das eigene gedruckte Buch oder das eigene digitale Ebook? CC0

Das eige­ne gedruck­te Buch oder das eige­ne digi­ta­le E-Book? CC0

Das eige­ne Buch in den Hän­den hal­ten — das ist der Traum vie­ler Nach­wuchs­au­to­ren. Zu Zei­ten, in denen jeder recht ein­fach sein eige­nes Werk im Inter­net publi­zie­ren kann, schei­nen jedoch vie­le auf­grund der gerin­ge­ren Hür­den die Ver­öf­fent­li­chung eines Ebooks vor­zu­zie­hen. Die bei­den Blog­ger Patrick und Jas­min von Healthy Hab­its sind den Schritt gegan­gen und berich­ten im Inter­view von ihren Erfah­run­gen als Blog­ger und dem Weg zur Her­aus­ga­be eige­ner als Print erschie­ne­ner Rat­ge­ber, oder in ande­ren Wor­t­en: vom Blog zum Buch.

Wei­ter­le­sen

Fundstück: Bücherbäume

Das Bewusst­sein um die End­lich­keit der natür­li­chen Res­sour­cen wird immer wich­ti­ger. Das dach­te sich auch der argen­ti­ni­sche Ver­lag Pequeno Edi­tor und ver­öf­fent­lich­te ein Bil­der­buch, das schon den jüngs­ten Lese­rIn­nen das The­ma Nach­hal­tig­keit näher bringt. „Mi Papá Estu­vo en la Sel­va,” (“My Dad went to the Jun­gle”), so der Titel des Kin­der­bu­ches, erin­nert dar­an, dass auch für die Her­stel­lung von Büchern Bäu­me gefällt wer­den müs­sen. Nicht nur inhalt­li­ch befasst sich das Buch mit den Pro­ble­men der Papier­her­stel­lung. Die Lese­rIn­nen kön­nen selbst einen Bei­trag zum Umwelt­schutz leis­ten, denn das Buch lässt sich ein­pflan­zen: in den Sei­ten befin­den sich Samen des Jacaranda-Baumes. Zudem ist das Papier säu­re­frei und mit öko­lo­gi­scher Tin­te bedruckt.

Pixelcraftbooks — digitale Literatur zum Verlieben

epublish2014@cs-photodesign.com-101

Jakob Joch­mann auf der E:Publish 2014
Foto: © SWOP. Medi­en und Kon­fe­ren­zen GmbH/Christoph Schö­ning

Bei eini­gen Lesern kom­men eBooks längst noch nicht gegen das gute alte Buch an. Das Gefühl, die Sei­ten eines Buches durch die Fin­ger glei­ten zu las­sen, der Geruch bedruck­ten Papiers oder der Anbli­ck eines gefüll­ten Bücher­re­gals sind Qua­li­tä­ten, die Freun­de des Print­pro­dukts beim eBook ver­mis­sen. Wohin­ge­gen Ver­fech­ter des digi­ta­len Buchs die­sen sinn­li­chen Qua­li­tä­ten ger­ne die Prak­ti­ka­bi­li­tät des eBooks gegen­über­stel­len. Die­se recht müh­se­li­ge Debat­te — ana­lo­ges vs. digi­ta­les Buch — ist letzt­li­ch auch auf die Qua­li­tät von eBooks zurück zu füh­ren, die in ihrer Ent­wick­lung immer noch am Anfang ste­hen. Jakob Joch­manns neu­es Pro­jekt Pixel­craft­books ver­spricht fir­schen Wind in  die­se Ent­wick­lung zu brin­gen. Wei­ter­le­sen

Fundstück: The Travel Episodes

TravelEpisodes Screenshot

Wel­co­me to Soma­lia” — die ers­te
Repor­ta­ge auf The Tra­vel Epi­so­des.
Foto: Screen­s­hot der <a

Im Novem­ber letz­ten Jah­res ist mit The Tra­vel Epi­so­des ein neu­es Pro­jekt online gegan­gen, das ein­drucks­voll zeigt, wel­che Mög­lich­kei­ten das digi­ta­le Erzäh­len zu bie­ten hat. The Tra­vel Epi­so­des ist ein Rei­se­b­log, das sich einem neu­en For­mat, dem soge­nann­ten Scrol­ly­tel­ling, bedient. Im monat­li­chen Rhyth­mus erschei­nen hier Multimedia-Reisereportagen, bei denen in Text, Bild und Video von den Erleb­nis­sen auf Rei­sen berich­tet wird. Gegrün­det wur­de das Pro­jekt vom Malik Ver­lag (Piper) und Johan­nes Klaus, der sich als Rei­se­b­log­ger bereits mit „Rei­se­de­pe­sche“ (Grim­me Online Award 2011) und als Grün­der der Reisblog-Plattform Rei­se­de­pe­schen einen Namen gemacht hat. Inspi­riert wur­de Johan­nes Klaus – wie er in einem Gespräch mit der Rei­se­b­log­ge­rin Gesa Neit­zel ver­rät – von den Multimedia-Reportagen der NY Times Snow Fall und A Game of Shark and Min­now.