Blinkist: Fast-Reading gegen den Alltagsstress?

Mithilfe der App Blinkist können wir in nur 15 Minuten ein seitenlanges Sachbuch lesen. Bild: Annika Vahle

„Mal sehen, ob wir das auch noch etwas komprimieren können.“ – Alles wird heutzutage bis zum Umfallen reduziert, um nicht nur Platz, sondern auch Zeit zu sparen. Möglichst viel Inhalt soll in möglichst kurzer Form wiedergegeben werden, damit noch mehr Raum für Neues geschaffen wird. Selbst das Heiligtum der Christen, die Bibel, ist bereits auf die wichtigsten Grundsätze zusammengefasst worden, um der Menschheit den Umgang damit zu erleichtern. Denn der Mensch im 21. Jahrhundert will viel und kriegt nicht genug. Ihm entgegen wirkt die Zeit, die ihn in seinem Drang nach Taten und Wissen einschränkt. Die App Blinkist schafft Abhilfe.

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Fundstück: Grimme Online Award 2018

Dieses Jahr u.a. auch unter den Preisträger*innen: zwei Youtube-Channel sowie ein Instagramprofil. Bild: CCO pixabay

Donald Trump hat den Begriff fake news wie kein Anderer geprägt. Vor allem das Internet ist von dieser Krankheit betroffen, fake news verbreiten sich insbesondere in den sozialen Netzwerken wie ein Virus. Spätestens im Zuge des Präsidentenwechsels in den USA ist daher deutlich geworden, was von der Presse verlangt wird: Qualitätsjournalismus.

Die RiffReporter haben es sich aus diesem Grund zur Aufgabe gemacht, ihren Lesern professionellen Journalismus zu bieten. Themen wie Kultur, Umwelt und Technologie werden nicht beschönigt, sondern nach gründlicher Recherche kritisch in den Blick genommen. Ebenfalls besonders: Bei den RiffReportern handelt  es sich um eine Genossenschaft. Das heißt, dass alle Entscheidungen gemeinsam gefällt werden. Außerdem können freie Journalisten ihre Texte veröffentlichen und Leser können gezielt einzelnen Autoren Fördergeld zukommen lassen.

Für diese innovative Idee erhielten die RiffReporter nun den Grimme Online Award. Am vergangenen Freitag (22. Juni) wurde der Preis in der Kölner Flora wieder an die Koryphäen des Internets verliehen. Dieses Jahr erreicht der Award des Grimme-Instituts, welches auch den Grimme-Preis vergibt, seine Volljährigkeit: Zum 18. Mal fanden sich neben Prominenten, Nominierten und Preisträger*innen dreihundert Gäste zusammen, um den Geburtstag und die Ausgezeichneten zu feiern. Dazu zählen: Sommers Weltliteratur to go, maiLab, Deutschland spricht u.a. Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner*innen!

Cyberpoesie: Die Verbindung von Lyrik und Digitalisierung

Um digitale Poesie betreiben zu können, muss man auch Informatikkenntnisse haben. Bild: CCO pixabay

Wer schreibt, geht unweigerlich auch mit der Zeit. So verwundert es nicht, dass sich Dichter im Zeitalter der Digitalisierung die neuen technischen Möglichkeiten zunutze machen, um im lyrischen Bereich mit Sprache zu experimentieren. Das Ergebnis ist visuelle Poesie. Ein Genre, welches den Titel Cyberpoesie, digitale Poesie oder e-poetry trägt und noch relativ unerforscht ist.  Weiterlesen „Cyberpoesie: Die Verbindung von Lyrik und Digitalisierung“

Fundstück: Poesie im Internet

Welttag der Poesie; pixabay CC0

Seit dem Jahr 2000 gilt der heutige Tag als „Welttag der Poesie„. Vor nun ziebzehn Jahren legte die UNESCO also den 21.03. als Datum fest. Seitdem solle an diesem Tag an die Vielfalt des Kulturguts Sprache und an die Bedeutung mündlicher Traditionen erinnert sowie der interkulturelle Austausch gefördert werden  – wenn das keine gute Gelegenheit ist, sich mal anzuschauen, was das Internet im Hinblick auf poetische Werke so zu bieten hat. Aus diesem Grund ist an dieser Stelle die mit dem Grimme Online Award prämierte Internetplattform Lyrikline zu empfehlen. Dort lassen sich Gedichte im Originalton, Originaltext und in deutscher Übersetzung finden. Darunter befinden sich Gedichte aus aller Welt: Insgesamt werden 10.000 Gedichte von mehr als 1.100 Dichtern auf knapp 70 Sprachen präsentiert. Für Poesieliebhaber lohnt sich der Blick auf das weltweit größte Online-Portal für zeitgenössische Dichtung also allemal!

Fundstück: Nachtaktiv

Seit August 2013 findet das Online-Event statt, diese Woche gab es die 38. Auflage. Bild: © Schreibnacht.de, http://jennifer-jaeger.com/wp-content/uploads/2015/05/quadratischschreibnachtlogo051.jpg
Diese Woche fand die 38. Auflage des Online-Events statt. Bild: © Schreibnacht.de, Jennifer Jäger

„Einmal ein Buch schreiben“ – dieser Vorsatz steht auf der All-Time-Favourite-Liste der Lebensziele sicherlich ganz weit oben. Doch die Muße, sich wirklich einmal hinzusetzen und zu schreiben, haben nur wenige. Oftmals fehlt auch im Alltag zwischen Uni, Arbeit und Sozialleben schlicht und einfach die Zeit. Dem will die Initiative Schreibnacht entgegenwirken: Alle paar Wochen ruft sie dazu auf, sich endlich einmal Zeit zum Schreiben zu nehmen. Zwar schreibt jeder für sich in den eigenen vier Wänden oder an seinem Lieblingsplatz, doch wie in einer Schreibwerkstatt schreiben letztlich doch alle gemeinsam. Seit August 2013 entstehen so von 20 Uhr abends bis 3 Uhr nachts Kurzgeschichten, Bücher oder Hausarbeiten, die sonst gerne vor sich hergeschoben werden.

Der Clue dahinter? Jede Stunde gibt es eine neue Aufgabe oder Fragestellung, die den Autorinnen und Autoren beim Weiterschreiben helfen soll und so der Schreibblockade keine Chance lässt. Und auch zwischendurch können die Schriftstellerinnen und Schriftsteller sich im Forum und auf Twitter austauschen, um gemeinsam Ideen zu diskutieren oder um sich gegenseitig zu motivieren. Für die Zeit zwischen den Schreibnächten gibt es das Schreibnacht-Magazin, das mit allerlei Tipps und Tricks bei der Entstehung des Werkes hilft. Um mitzumachen, kann man sich einfach kostenlos auf der Seite anmelden.

Für ein herzliches Willkommen!

Cover - Willkomen! Blogger schreiben für Flüchtlinge
Der Erlös  des E-Books wird an „Blogger für Flüchtlinge” gespendet.

Brennende Asylbewerberheime, Attacken von rechten Mobs auf verängstigte Flüchtlinge und die AfD, die als angebliche „Alternative” für „besorgte Bürger” Hass und Ängste gegen die „Fremden schürt, zeichnen ein düsteres Bild deutscher ‚Willkommenskultur‛. Dass es aber auch Menschen gibt, die mit Herzlichkeit und großem Engagement auf die Hilfesuchenden zugehen, zeigen die bewegenden und aufrüttelnden Texte des E-Books Willkommen! Blogger schreiben für Flüchtlinge. Darin räumen die Autoren mit Vorurteilen auf, beziehen Stellung gegen Rassismus und Fremdenhass und erzählen vor allem ganz persönliche, reale Geschichten von Flucht und Nächstenliebe. Einen Einblick gibt diese Rezension ergänzend zur Erläuterung des Projekts in unserem Beitrag Mit digitaler Kraft für Solidarität und Nächstenliebe.
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Mit digitaler Kraft für Solidarität und Nächstenliebe

Foto von Leander Wattig
Die digitale Zusammenarbeit mündete erst nach der Veröffentlichung von „Willkommen! Blogger schreiben für Flüchtlinge” in ein persönliches Aufeinandertreffen (von links nach rechts frontal sichtbar: Frank O. Rudkoffsky, Katharina Gerhardt und Nikola Richter). Foto: Leander Wattig

Hunderte Texte sammeln sich unter dem Hashtag #BloggerFuerFluechtlinge und erzählen Geschichten über Flucht und Angst, berichten aber auch von überwältigender Hilfsbereitschaft. Ein sechsköpfiges Herausgeberteam hat diese gesichtet, die besten ausgewählt und zusammen mit passenden Zeitungs- und Onlineartikeln in digitaler Kollaboration zu einem E-Book zusammengestellt. Mit der Anthologie Willkommen! Blogger schreiben für Flüchtlinge halten sie gelebte Willkommenskultur fest und machen sie für alle Leser auch außerhalb der Bloggerwelt sichtbar.
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Schreiben und Lesen auf Wattpad: 7 Fragen an den Autor Xinon Sero

Die Wattpad-Benutzeroberfläche, Bild: CC BY-SA 4.0 Johanna Böhnke
Die Wattpad-Benutzeroberfläche, Bild: CC BY-SA 4.0 Johanna Böhnke

Das digitale Zeitalter gibt Lesebegeisterten kostenlos Zugang zu einer Vielzahl an Geschichten. Gleichzeitig haben auch Autoren immer mehr Möglichkeiten, ihre Werke an ein Publikum zu bringen. Die Plattform Wattpad verbindet genau diese Aspekte. Autoren können hier Kurzgeschichten, Fan Fictions und sogar ganze Bücher in Kapitelabschnitten online stellen und sie damit Millionen von Lesern weltweit kostenlos anbieten. Mit mehr als 40 Millionen Nutzern ist Wattpad das größte Netzwerk dieser Art. Längst sind auch Verlage auf die Plattform aufmerksam geworden und suchen hier nach Talenten. Denn was auf Wattpad gut ankommt, kann auch in Buchform zum Erfolg werden. Das beste Beispiel dafür ist die amerikanische Autorin Anna Todd, die mit ihrer Fan-Fiction-Reihe „After“ zur Band One Direction seit Monaten nicht mehr von den Bestseller-Tischen der Buchhandlungen wegzudenken ist.

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Fundstück: quatschen.de

quatschen
Bild: www.quatschen.de

quatschen.de ist ein kreatives Netzwerk vor allem für Manager und Führungskräfte, die sich gemeinsam mit anderen Unternehmern auch schwierigen Themen mit Lockerheit und ganz ohne Druck nähern möchten. Denn „Quatschen ist die Sprache der Menschen im Digitalen Wandel“.

Es geht um Austausch, Kommunikation und Kooperation – und das Ganze unter dem Gesichtspunkt der Kreativität und Kunst. Auf diese Weise soll Wissen geteilt und dabei Inspiration gefördert werden. Das Projekt umfasst den Ratgeber „quatschen.de – Gestalten mit Worten„, der voraussichtlich im Mai 2016 als Printmedium erhältlich sein wird sowie eine Website, auf der Käufer des Buches verlinkt werden können und sich so miteinander vernetzen.

Erinnerung in der Netzliteratur

Im Internet geht es oft schneller, interaktiver und dynamischer zu als in den „traditionellen“ Medien. Konzepte wie Dauerhaftigkeit, Langlebigkeit und auch Erinnerung scheinen mit diesen medialen Voraussetzungen eher im Widerspruch zu stehen. Aber wohin führt dieser Widerspruch auf der künstlerischen Reflexionsebene der Netzliteratur? Gibt es dort neue Möglichkeiten, Erinnerungen darzustellen und sie zu produzieren? Und was ist eigentlich diese Netzliteratur? Digitur-Redakteurin Kristina Petzold hat ihre Masterarbeit zu diesem Thema in eine interaktive Präsentation verwandelt. Sie kann sowohl als durchgängiges Video als auch durch Weiterklicken angeschaut werden.