Fundstück: Geistis Go Professional

Auf Senta Gekelers Blog „Geistis Go Professional“ erfährt man, wie man als Geisteswissenschaftlerin erfolgreich sein kann. Bild: CCO pixabay

Geiwis aufgepasst! In ihrem Blog „Geistis Go Professional“ berichtet die Berlinerin Senta Gekeler von ihren Erfahrungen als Geisteswissenschaftlerin. Es geht nicht nur darum, anderen Geiwis die Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt aufzuzeigen; man findet dort auch hilfreiche Tipps für das Studium. Wie finde ich ein gutes Thema für meine Haus- oder Abschlussarbeit? Auf welche Weise hilft mir das Pareto-Prinzip im Studium weiter? Diese und noch viele weitere Fragen beantwortet Senta Gekeler in ihren Beiträgen.

Neben den Texten über das Studium schreibt die Bloggerin auch über alles, was mit dem Thema Bewerbung zu tun hat. Denn die Literaturwissenschaftlerin hat nach ihrem Masterabschluss an der Universität Augsburg als Freelancerin gearbeitet und kennt somit die Berufsperspektiven, die uns Geiwis bevorstehen. Auf ihrem Blog „Geistis Go Professional“ hat sie auch ein Interview mit unserer Redakteurin Theresa veröffentlicht. Im Fokus des Beitrags steht unser theorie- und praxisbezogener Masterstudiengang Literatur- und Medienpraxis.

Digitalisierung trifft Theater

Wenn der Vorhang sich öffnet und das Theaterstück beginnt, erleben wir auch auf der Bühne immer mehr Digitalisierung . Bild: CCO pixabay.com

Filmausschnitte, die mit einem Beamer an die Wand projiziert werden, Schauspieler mit Smartphones und Laptop in der Hand, Roboter auf der Bühne. Die Digitalisierung hat auch das Theater längst erreicht. Schon seit Jahren wird das klassische Schauspiel auf der Bühne mit den Techniken von heute verknüpft. So können beispielsweise Filmausschnitte zeigen, was in der Vergangenheit stattgefunden hat, wie verschiedene Zwischenhandlungen aussehen und was sich hinter der Bühne abspielt. Erst neulich wurden bei einer Ballettaufführung des Schwanensees im Aalto-Theater in Essen plötzlich künstlerisch gefilmte Szenen gezeigt, die die Verwandlung des Schwans dargestellt haben.

Doch es geht mittlerweile weit über Filmausschnitte hinaus. Das Berliner Theaterkollektiv Manufaktur hat beispielsweise in seiner Produktion Pinocchio 2.0 seine Pinocchio-Figur durch einen Androiden ersetzt. Die Geschichte von Carlo Collodi wird auf der Bühne also mithilfe eines Roboters erzählt und in das Jahr 2084 versetzt. Literatur trifft Theater und Theater trifft Digitalisierung Mithilfe von Robotern. So könnte man es nennen.

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Die 5 besten Digitalisierungs-Dystopien

Digitalisierungsdystopien
Photo by Ghost Presenter from Pexels

Die Digitalisierung wirkt sich nicht nur darauf auf, wie wir Bücher lesen, rezensieren und schreiben. Auch inhaltlich beschäftigen Autoren sich gerne mit diesem Thema – und das nicht erst seit gestern, wie einige Bücher auf dieser Liste zeigen. Zukunftsszenarien über digitalisierte Gesellschaften faszinieren die Leser. Digitur-Autorin Johanna stellt ihre fünf Lieblingsromane aus diesem Genre vor: Weiterlesen „Die 5 besten Digitalisierungs-Dystopien“

Nie mehr mit dem Aktenordner ins Seminar!

Das Wachstum von Online-Semesterapparaten an der Universität Duisburg-Essen (Auszug aus einer Präsentation von Frank Lützenkirchen, siehe auch: http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42222/Workshop52a2016-10-12LuetzenkirchenSemesterapparate.pdf).
Das Wachstum von Online-Semesterapparaten an der Universität Duisburg-Essen (Auszug aus einer Präsentation von Frank Lützenkirchen, siehe: http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42222/Workshop52a 2016-10-12LuetzenkirchenSemesterapparate.pdf).

Dass die Digitalisierung bessere Arbeits- und Erkenntnisprozesse in der wissenschaftlichen Forschung und Lehre ermöglicht, dürfte Konsens unter den „Digitur“-LeserInnen sein – und dazu gehören auch dynamische Online-Semester- apparate. Zugleich prognostiziert der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Horst Hippler, dass bald „die für ein modernes Studium unverzichtbare digitale Bereitstellung von Texten schmerzhaft eingeschränkt wird.“ Wie kann das sein? Und was kann man gegen diese Entwicklung unternehmen? Weiterlesen „Nie mehr mit dem Aktenordner ins Seminar!“

Fundstück: Archiv digital nutzbar

Archiv
Archiv: Ab August 2016 ist der Nachlass Günter Grass‘ digital nutzbar. (Foto: pixabay, CC0)

Im Krebsgang, Mein Jahrhundert – Werke, die Literaturinteressierte wohl sofort mit dem 2015 verstorbenen Literaturnobelpreisträger Günter Grass in Verbindung bringen. Manuskripte, unter anderem dieser Werker, befinden sich neben einigen seiner Zeichnungen, Lithographien, Radierungen und Aquarelle im Günter-Grass-Haus in Lübeck.
Dieser Nachlass wurde nun eingescannt. Damit kann der Prozess des Schreibens nachvollzogen werden. Ab August 2016 kann dieses Archiv dann digital genutzt werden.
Günter Grass wurde 87 Jahre alt. Bekannt wurde er unter anderem durch seinen Debütroman Die Blechtrommel. Ab 1957 gehörte er der Gruppe 47 an.

Fundstück: Dichterlesen.net

dichterlesen.net
Screenshot am 22.11.2015

Am 20.11. fand bereits zum zwölften mal der bundesweite Vorlesetag statt. Ziel der Initiative ist es, Kindern Begeisterung für Literatur zu vermitteln. Mit dem digitalen Portal Dichterlesen.net, einem Projekt des Literarischen Colloquiums Berlin und des Deutschen Literaturarchivs Marbachs, ist seit dem 3. Oktober jeden Tag Vorlestag für Erwachsene, denn die Website bietet schon jetzt ein umfangreiches Archiv an Audiomitschnitten von Lesungen, Diskussionen und Buchvorstellungen. Darüber hinaus gibt es Themenräume, in denen das Material wissenschaftlich aufgearbeitet und audiovisuell neu erfahrbar gemacht wird – momentan zum Thema „Mauerrisse“. Nach und nach soll „ein halbe[s] Jahrhundert deutscher und internationaler Literaturgeschichte der Öffentlichkeit  zugänglich“ gemacht werden. Eine spannende Fundgrube für literatur(geschichts)begeisterte Hörer, Leser und nicht zuletzt auch Wissenschaftler!

Fundstück: Büchermachen in digitalen Zeiten

Digitale Literatur gestalten
Digitalisierung und Gestaltung

Das Buch verschwindet nicht. Vielleicht wird es durch den Druck der digitalen Konkurrenz sogar schöner. Dieser These geht Joachim Büthe im Deutschlandfunk nach. In seinem Feature „Textverarbeitung – Über das Büchermachen in digitalen Zeiten“ spricht er mit VerlegerInnen, GestalterInnen und AutorInnen, die die Digitalisierung als Anlass nehmen, die Qualitäten des Buches neu zu bestimmen.

Die verschiedensten Einblicke in die Buchmacherei scheinen vor allem zu zeigen, dass die rivalisierenden Medien keine Gegner sein müssen. Das digitale Publizieren emanzipiert sich zunehmend von der klassischen Buchkultur. Zugleich können E-Books Einfluss darauf nehmen, wie Bücher gedacht und gemacht werden. Im Podcast zum Nachhören.

Literaturwissenschaftliche Studiengänge und die Digitalisierung: Starre Strukturen aufbrechen

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CC-BY-NC-SA 4.0 Robin Bals

Im Studiengang Literatur und Medienpraxis der Universität Duisburg-Essen gab es in diesem Wintersemester eine Premiere: Eine der Einführungsveranstaltungen beschäftigte sich ausschließlich mit dem weiten Feld der digitalen Medien und machte deutlich, dass es einen Prozess des Umdenkens in literatur- und medienwissenschaftlichen Studiengängen geben muss.   Weiterlesen „Literaturwissenschaftliche Studiengänge und die Digitalisierung: Starre Strukturen aufbrechen“

„Die Natur des Textes selbst wandelt sich.“ Wissenschaftliches Publizieren in einer digitalen Welt

digital humanities im deutschsprachigen raum
Der Verband DHd – „Digital Humanities im deutschsprachigen Raum“

Wie kann man die Potenziale digitaler Medien für das wissenschaftliche Arbeiten optimal nutzen? Oder konkreter gefragt: Wie könnte das digitale Publizieren eine bessere wissenschaftliche Praxis fördern? Diese wichtigen Fragen, an denen weltweit viele Forscherinnen und Forscher theoretisch und praktisch arbeiten, werden auch im deutschsprachigen Raum intensiv bearbeitet. Einer der wichtigsten Akteure ist der noch junge Verband Digital Humanities im deutschsprachigen Raum, der 2012 gegründet wurde und in wenigen Wochen in Graz seine zweite Jahrestagung begehen wird.

Auf der ersten Jahrestagung, die im März 2014 in Passau stattfand, wurden verschiedene AGs eingerichtet, die sich intensiver mit wichtigen Fragen der Digital Humanities beschäftigen sollten, eine davon hat sich im letzten Jahr unter der Leitung von Dr. Thomas Stäcker (stv. Direktor der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel) zum Thema „Digitale Publikationen“ formiert. Vor wenigen Tagen hat die AG nun ihr vorläufiges Arbeitspapier zur Zukunft des digitalen Publizierens in der Wissenschaft, insbesondere in den Digital Humanities, vorgelegt, das Weiterlesen „„Die Natur des Textes selbst wandelt sich.“ Wissenschaftliches Publizieren in einer digitalen Welt“

Fundstück: Der Mann, der zustimmte

"The man who agreed-Apple EULA“ © Florence Meunier
„The man who agreed-Apple EULA“ © Florence Meunier

Wer liest sich beim Vertragsabschluss online schon die AGBs durch? Software ist schnell heruntergeladen und installiert – dem langen und schwer verständlichen Softwarelizenzvertrag stimmt man meist ohne nachzudenken zu. Ein Klick genügt.
Mit ihrem Projekt „The man who agreed-Apple EULA“ will uns Florence Meunier ein schlechtes Gewissen machen und unser Interesse für den Inhalt solcher Verträge und damit den Bedingungen, denen wir meist blind zustimmen, wecken. Deshalb gestaltete Sie die Apple iCloud EULA in eine Kurzgeschichte um und erschuf so eine leicht zugängliche Erzählung innerhalb des von Juristenenglisch und leserunfreundlichen Design geprägten Texts.