Vom wehrhaften Elfenbeinturm zum Wimmelbild

Die Aussicht der KonferenzteilnehmerInnen auf den Starnberger See,

Die Aus­sicht der Kon­fe­renz­teil­neh­me­rIn­nen auf den Starn­ber­ger See, CC-BY-NC Kris­ti­na Pet­zold

Vom 10. bis 12. Febru­ar 2017 fand in der Evan­ge­li­schen Aka­de­mie Tutz­ing die Kon­fe­renz Reso­nanz­räu­me der Lite­ra­tur im 21. Jahr­hun­dert statt. Ger­ma­nis­tIn­nen und Lite­ra­tur­kri­ti­ke­rIn­nen dis­ku­tier­ten mit Deutsch­leh­re­rIn­nen und Ver­lags­ver­te­te­rIn­nen über alte und neue lite­ra­ri­sche Öffent­lich­kei­ten, über den gesell­schaft­li­chen Ein­fluss von Büchern und nicht zuletzt dar­über, was es heu­te noch bedeu­tet, von ‚guter‘ Lite­ra­tur zu spre­chen. Wir haben die wich­tigs­ten Erkennt­nis­se des Wochen­en­des zusam­men­ge­fasst. Wei­ter­le­sen

LitBlog Convention: Verlage luden zum Blogger-Treffen

Das Logo der LitBlog Convention.

Das Logo der Lit­Blog Con­ven­ti­on.

Ein Tag, an dem es aus­schließ­li­ch um Lite­ra­tur, die Ver­lags­welt, Auto­ren und das Blog­gen geht – so wur­de die ers­te „Lit­Blog Con­ven­ti­on” in Köln am 4. Juni 2016 bewor­ben. Im Ver­lags­ge­bäu­de von Bas­tei Lüb­be kamen an die­sem Tag Buch­blog­ger, Literatur-Twitterer und Booktu­ber mit Ver­lags­ver­tre­te­rIn­nen und Auto­rIn­nen zusam­men. Die „Lit­Blog Con­ven­ti­on” wur­de von fünf in Köln ansäs­si­gen Ver­la­gen, Bas­tei Lüb­be, DuMont Buch­ver­lag, DuMont Kalen­der­ver­lag, Egmont LYX/INK und Kie­pen­heu­er & Wit­sch, ver­an­stal­tet. Das Inter­es­se war groß: Die 150 Tickets waren laut Anga­ben der Ver­an­stal­ter inner­halb einer Stun­de aus­ver­kauft. Auch Digi­tur war vor Ort. Dabei hat­ten wir auch Gele­gen­heit, mit eini­gen der Orga­ni­sa­to­rIn­nen zu spre­chen. Wei­ter­le­sen

Podiumsdiskussion: „Die Buchbeschleuniger — Literatur zwischen Feuilleton und Blogosphäre“

Buchbeschleuniger

Podi­ums­dis­kus­si­on „Die Buch­be­schleu­ni­ger” auf der Leip­zi­ger Buch­mes­se, Foto: CC BY-SA 4.0 Vanes­sa Hell­wig und Aile­en Sing­hof

Befin­det sich das klas­si­sche Feuil­le­ton mit zuneh­men­der Digi­ta­li­sie­rung in der Kri­se? Über die Ver­än­de­run­gen und Ten­den­zen der Lite­ra­tur­kri­tik und das aktu­el­le Ver­hält­nis zwi­schen dem Feuil­le­ton in Print­me­di­en und der Blo­gosphä­re dis­ku­tier­ten zum Start der Leip­zi­ger Buch­mes­se am 17. März 2016 fünf Ver­tre­ter der Bran­che unter der Lei­tung von Andre­as Platt­haus, Feuilleton-Chef bei der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung. Unter den Gäs­ten waren Thi­er­ry Cher­vel, Mit­be­grün­der des Per­len­tau­chers; Sieg­lin­de Gei­sel, Grün­de­rin von „tell — Maga­zin für Lite­ra­tur und Zeit­ge­nos­sen­schaft“; Lite­ra­tur­ch­ef der Zeit Ijo­ma Man­gold, Doris Plösch­ber­ger, Pro­gramm­lei­te­rin für deutsch­spra­chi­ge Lite­ra­tur beim Suhr­kamp Ver­lag sowie Ven­de­la Vida, ame­ri­ka­ni­sche Schrift­stel­le­rin und Her­aus­ge­be­rin der Kul­tur­zeit­schrift  „The Belie­ver“. Wei­ter­le­sen

Früher dachte ich, Bücher besprechen heißt ein alter Mann zu sein“ — Workshop mit Stefan Mesch

Stefan Mesch zu Gast in Essen. Bild: CC BY-SA 4.0 Janna Reichmann

Ste­fan Mesch zu Gast in Essen. Bild: CC BY-SA 4.0 Jan­na Reich­mann

Wie spricht man über Lite­ra­tur? Das war eine der zen­tra­len Leit­fra­gen des Work­shops Feuil­le­to­nis­ti­sches Schrei­ben, der am 12. Novem­ber 2015 an der Uni­ver­si­tät Essen statt­fand. Orga­ni­siert wur­de er vom Forum Kal­lio­pe im Rah­men der Bei­trags­rei­he Fünf Gesich­ter zum Buch. Gegen­stand der Dis­kus­si­on war auch die Fra­ge nach der Funk­ti­on des Schrei­bens für das Feuil­le­ton und dem Sta­tus eines Lite­ra­tur­kri­ti­kers bezie­hungs­wei­se Blog­gers. Dazu war Ste­fan Mesch als beson­de­rer Gast vor Ort, der wäh­rend des Abends Ein­bli­cke in sei­ne Arbeits­pro­zes­se gab und den Teil­neh­mern das Berufs­bild eines frei­en Jour­na­lis­ten und Lite­ra­tur­kri­ti­kers näher brach­te. Wei­ter­le­sen

Buchblogger-Treffen #fbm15

Am drit­ten Tag der Frank­fur­ter Buch­mes­se wur­de es zwi­schen­zeit­li­ch sehr voll im Orba­nism Space. Simo­ne Dal­bert hat­te zum inof­fi­zi­el­len Buchblogger-Treffen ein­ge­la­den, das sich offen­sicht­li­ch die wenigs­ten Buch-Blogger ent­ge­hen las­sen woll­ten. Ein sol­ches Tref­fen fand bereits auf der dies­jäh­ri­gen Mes­se in Leip­zig statt. Die Fort­set­zung in Frank­furt stieß Simo­ne Dal­bert zufol­ge noch ein­mal auf eine ver­stärk­te Reso­nanz. Auch wir haben uns ins Getüm­mel gestürzt und mit eini­gen der Buch-Blogger über ihre Moti­va­ti­on, ihr Selbst­ver­ständ­nis und ihre Rol­le im Lite­ra­tur­be­trieb gespro­chen.

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Fundstück: Feuilleton vs. Blogosphäre

Litblogs: Nette Mädels, die Bücher toll finden? Bild: CC BY-SA 4.0 Lisa-Marie Reingruber

Lite­ra­tur­blog­ger: Net­te Mädels, die Bücher toll fin­den? Bild: CC BY-SA 4.0 Lisa-Marie Rein­gru­ber

Wäh­rend das Feuil­le­ton in Zei­tun­gen immer weni­ger Platz ein­nimmt, wächst die Anzahl der Blogs welt­weit expo­nen­ti­ell. Neben Jour­na­lis­ten wer­den nun auch Blog­ger zu wich­ti­gen Events in der Lite­ra­tur­bran­che ein­ge­la­den und Ver­la­ge ver­su­chen längst deren Reich­wei­te und Ein­fluss für sich zu nut­zen. Wel­che Rol­le kön­nen und wol­len Lit­blogs in Zukunft im Lite­ra­tur­be­trieb ein­neh­men? In ihrem Bei­trag „Im Netz ist jeder Leser ein Kri­ti­ker” lässt Sieg­lin­de Gei­sel alle zu Wort kom­men: vom lei­den­schaft­li­chen Leser und Hobby-Blogger, über den kom­mer­zi­el­len Lite­ra­tur­blog­be­trei­ber bis hin zum blog­gen­den Lite­ra­tur­kri­ti­ker. Ein inter­es­san­ter Ein­bli­ck ins Front-End des Lite­ra­tur­be­triebs — nach­zu­hö­ren und nach­zu­le­sen auf Deutsch­land­ra­dio Kul­tur.

A Year of Books”: Wie steht es um Mark Zuckerbergs virtuellen Buchclub?

Hand aufs Herz – jeder hat sich Anfang des Jah­res min­des­tens einen Vor­satz für 2015 über­legt. Aber gut, wen inter­es­siert das? Immer­hin diver­se (Online-)Medien und unzäh­li­ge Men­schen welt­weit – zumin­dest wenn es der Vor­satz von Mark Zucker­berg ist. Der Facebook-CEO möch­te in die­sem Jahr alle zwei Wochen ein Buch lesen und dar­über mit den Usern dis­ku­tie­ren. Wei­ter­le­sen

Fundstück: Bücherkinder

Bücherkinder.de — Web­site von Ste­fa­nie Leo mit Wer­tun­gen zu Wer­ken der Kinder- und Jugend­li­te­ra­tur von Kin­dern und Jugend­li­chen
CC-BY-SA 4.0 Sab­ri­na Jaehn

Wer weiß am bes­ten, was Kin­der und Jugend­li­che lesen wol­len? Klar, die Kids selbst. Auf Buecherkinder.de geben die 5 — 20-Jährigen der „Bücher­kin­der“ ihre Mei­nung über von ihnen gele­se­ne Bücher ab und ent­schei­den über Tops und Flops der Kinder- und Jugend­li­te­ra­tur. Sie unter­stüt­zen damit die Grün­de­rin Ste­fa­nie Leo. Gemein­sam geben sie einen Ein­bli­ck in die jähr­li­ch rund 8000 Neu­erschei­nun­gen im Bereich Kinder- und Jugend­buch.

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Der ALK 2014 als Crowdfunding-Projekt

Schon mal dar­über nach­ge­dacht Preisstifter(in) zu wer­den? Inter­es­se an einer Tret­boot­kreuz­fahrt über den Wör­ther­see? Ja? Bei­des geht, wenn man zum Crowd­fun­der des jähr­li­ch ver­ge­be­nen Auto­ma­ti­sche Lite­ra­tur­kri­tik Prei­ses wird, dem — laut Crowd­fun­ding­sei­te — „trans­pa­ren­tes­ten, sinn­volls­ten Lite­ra­tur­preis der Welt“. (War­um „trans­pa­rent“? Das kann man in unse­rem digi­ta­len Nach­be­richt zum letz­ten Bach­mann­preis nach­le­sen.) Nomi­niert sind auto­ma­ti­sch alle Auto­ren, die bei den Tagen der deutsch­spra­chi­gen Lite­ra­tur an den Start gehen. Nach­dem die Initia­to­ren des Prei­ses bis­her allei­ne das Preis­geld von 500 Euro gespen­det haben, soll es nun mit­tels Crowd­fun­ding auf 5000 Euro wach­sen. Und das Fun­den scheint sich zumin­dest für Literatur- und/oder Kla­gen­furt­lieb­ha­ber zu loh­nen, denn eine umfang­rei­che Samm­lung an Perks steht zur Aus­wahl: von der bereits erwähn­ten Tret­boot­fahrt (25 Euro), über einen per­sön­li­chen Post­kar­ten­gruß aus Kla­gen­furt (15 Euro) bis hin zur Preis­be­nen­nung (1000 Euro — mehr geht nicht) und vie­len signier­ten Büchern, ist fast alles dabei.

Fundstück(e): Die Bachmannpreiskandidaten 2014

CC BY-SA 3.0 Katharina Graef

CC BY-SA 3.0 Katha­ri­na Graef

Dass b jetzt auch wirk­li­ch bleibt, hat sich spä­tes­tens heu­te Mor­gen bestä­tigt. Seit­dem ist die Web­site der Tage der deutsch­spra­chi­gen Lite­ra­tur — im all­ge­mei­nen Sprach­ge­brauch auch bekannt als ‚Ingeborg-Bachmann-Preis’ — aktua­li­siert. 14 Kan­di­da­ten aus Deutsch­land, Öster­reich und der Schweiz tre­ten vom 3. bis. 6. Juli in Kla­gen­furt an. Digi­tur wird berich­ten.