Gedanken über die literarische Kolumne

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Beobachten, notieren, schreiben. Das ist das Grundprinzip der meisten Textformen. So auch bei der Kolumne, mit der ein „Ich“ Fragen stellt, die man nicht zu beantworten weiß. Die Kolumne ist im World-Wide-Web sehr beliebt und fester Bestandteil jeder größeren Zeitung. In einem Interview verriet der ZEIT-Kolumnist Harald Martenstein, was eine gute Kolumne ausmacht: „Seid ehrlich. Schaltet die Zensurinstanzen aus. Schreibt das, was ihr denkt. […]Das Thema ist nicht so wichtig. Du brauchst eine Tonlage“. Der Sound des Textes ist elementarer Bestandteil und entscheidet über die Popularität. Journalisten wie Harald Martenstein oder Axel Hacke sind mit ihren Kolumnen in der ZEIT und in der Süddeutschen heute sehr erfolgreich, können gar davon leben. Aber auch Autoren wie Maxim Biller, der für seinen provokativen Ton und seine Kritik an der „langweiligen“ und „zensierten“ Gegenwartsliteratur bekannt ist, oder der Schriftstellerin Sibylle Berg, die auf Spiegel-Online immer samstags Journalisten aufs Korn nimmt und hinterfragt, was hinterfragt werden sollte, verhelfen ihre Kolumnen zu einem höheren Bekanntheitsgrad. Weiterlesen „Gedanken über die literarische Kolumne“