Fundstück: Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2018 für Aleida und Jan Assmann

Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2018, 14.10.2018, Paulskirche Frankfurt, v.l.n.r.: Jan Assmann, Aleida Assmann, Heinrich Riethmüller. Bild: Tobias Bohm

Der Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2018 geht in diesem Jahr an das Ehepaar Aleida und Jan Assmann. Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse wurde den beiden Kulturwissenschaftler*innen am 14.10.2018 die Auszeichnung vor geladenen Gästen in der Frankfurter Paulskirche verliehen. Die Jury zeichnete die beiden Preisträger für ihre langjährigen Studien zur Erinnerungskultur und zum kulturellen Gedächtnis aus. Aleida und Jan Assman tragen mit ihrem Werk zu Demokratie und Frieden bei, so die Begründung der Jury.

„Aus dieser spannungsvollen, komplementären Einheit, die Aleida und Jan Assmann bilden, ist ein zweistimmiges Werk entstanden, das für die zeitgenössischen Debatten und im Besonderen für ein friedliches Zusammenleben auf der Welt von großer Bedeutung ist.“

In ihrer Dankesrede hielten Aleida und Jan Assmann ein Plädoyer für Demokratie, Frieden und Meinungsfreiheit. Demokratie würde von Streit und Debatten gestärkt solange sie respektvoll sei. „Doch nicht jede Gegenstimme verdient Respekt“, sagte Aleida Assmann. Es müsse einen unstrittigen Grundkonsens geben, wie Verfassung, Gewaltenteilung und die Unabhängigkeit des Rechts und der Medien. Die Demokratie lebe nicht vom Streit, sondern vom Argument.

Brecht am Apparat

Der Schriftsteller erzählt seine Geschichte und klingt dabei wie Axel Prahl, Bild: CCO pixabay.com

Besucht man das Berliner Ensemble, ist eines sicher – kein Weg führt an der Bertolt-Brecht-Statue vorbei, die den bekannten Theatervorplatz ziert. Brecht (1898–1956) steht hier eindeutig im Fokus und hat aufgrund seiner zentralen Position das von ihm und seiner Frau Helene Weigel (1900-1971) geprägte Theater im Blick. Neben ihm ist eines der Gedichte des Regisseurs, Dramatikers und Lyrikers zu lesen. Die ‚Fragen eines lesenden Arbeiters‘ laden zum Nachdenken ein – neben der Brecht-Figur ist hierfür stets ein Platz auf ihrer Bank frei.  Weiterlesen „Brecht am Apparat“