Fundstück: Programmieren lernen für die ganz Kleinen

Programmieren ist in der heutigen digitalen Zeit kein Fremdwort mehr.
Programmieren ist in der heutigen digitalen Zeit kein Fremdwort mehr. Bild: CC0

Die Kinder der heutigen Zeit sind zweifelsohne Digital Natives. Smartphones, Tablets und auch Laptops sind ständige Begleiter, für wohl kaum ein Kind etwas Unbekanntes.
Damit all die neuen Techniken und Anwendungen funktionieren, die zu den täglichen Begleitern geworden sind, gehört eines unabdingbar dazu: das Programmieren. Dass das nun auch schon die Kleinsten lernen können, beweist Lego Education WeDo 2. Spielerisch sollen Grundschüler an das Programmieren herangeführt werden. Das Konzept sei an das des Lehrplanes angepasst. So besteht die Aufgabe zum Beispiel darin, Robotik-Modelle mit Lego-Steinen zu bauen und Programmiersteine, Motoren und Sensoren zu integrieren.
Programmieren können schon mit 7 Jahren – Für den späteren Lebenslauf sicher nicht schlecht 😉

Fundstück: Sammelband „Pwning Tomorrow“

Pwning Tomorrow
Cover des Sammelbandes „Pwning Tomorrow“

„Imagination is among the most powerful tools in the battle for Internet freedom.“ Dieser Meinung sind die Aktivisten der Electronic Frontier Foundation. Deshalb haben sie jetzt bei ihrem Einsatz für die Einhaltung der Grundrechte im Netz zu einer besonders kreativen Form gegriffen, die auch noch eine literarische ist: Mit „Pwning Tomorrow“ veröffentlichen sie einen Sammelband fiktionaler Kurzgeschichten, die sich in guter Science-Fiction-Tradition kritisch mit der Zukunft der Technik auseinandersetzen. An dem Projekt beteiligt waren Autoren wie Cory Doctorow, Bruce Sterling, Lauren Beukes und Charlie Jane Anders. Der Band kann kostenlos heruntergeladen werden und steht unter CC-Lizenz.

Fundstück: Der digitale Kongress #dvpw15

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Auf Twitter und unter dem Hashtag #dvpw 15 wird live vom Konferenzgeschehen berichtet.
Bild: CC BY-SA Lisa-Marie Reingruber

Heute beginnt an der Universität Duisburg-Essen der 26. wissenschaftliche Kongress der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW). Online hat die Veranstaltung bereits vor einigen Wochen begonnen: „Vorsicht, Neuland – erstmalig wird ein DVPW-Kongress mit einem eigenen Weblog begleitet. Wir verstehen die Berichterstattung als Experiment und wollen damit einen Beitrag zur ‚wissenschaftsadäquaten‘ Nutzung sozialer Medien leisten.“ So heißt es auf dem Kongress-Blog, der von einem vierköpfigen Medienteam bespielt wird (in dem sich u.a zwei Digitur-Redakteurinnen wiederfinden). Die digitale Begleitung von Konferenzen hat sich in Deutschland längst noch nicht etabliert und es wird interessant sein zu sehen, ob und inwieweit die über 800 erwarteten TeilnehmerInnen und ReferentInnen die Möglichkeiten der Online-Wissenschaftskommunikation nutzen werden.

Digitalliteratur als eine neue Kunstform – Tina Giesler über ihr Projekt „Dembelo“

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Das Logo ist wie das Projekt noch eine Skizze.

Tina Giesler ruft zum Umdenken auf und folgt ihrem eigenen Aufruf gleich selbst. Dembelo heißt ihr aktuelles Projekt, mit dem sie die digitale Literatur neu bzw. überhaupt erst erfinden will. Denn die meisten eBooks sind für Giesler nicht mehr als „digitale Sicherheitskopien von Büchern“ und kein geeignetetes Format, Literatur ins Digitale zu überführen. Das war bereits Thema beim 10. Publishing-Stammtisch Pub’n’Pub POTT, wo sie über Fanfiction als vernetztes und damit digitales Publizieren bzw. Lesen sprach. Wo die Probleme der gegenwärtigen „Digitalliteratur“ liegen, wie eine neue Art digitaler Literatur aussieht und was sich hinter ihrem Projekt verbirgt, darüber haben wir mit Tina Giesler gesprochen. Weiterlesen „Digitalliteratur als eine neue Kunstform – Tina Giesler über ihr Projekt „Dembelo““

Digitale Trauer – Wie das Web 2.0 mit dem Tod umgeht

Trauernde verarbeiten den Verlust oft auch mit Hilfe von Gedenkseiten. Bild: CC0
Trauernde verarbeiten den Verlust oft auch mit Hilfe von Gedenkseiten. Bild: CC0

Schöne Momente niemals vergessen, Freunde und Familienmitglieder nicht verschwinden lassen – Erinnerungen an Verstorbene helfen bei der Trauerbewältigung. Doch oftmals verblassen die Erinnerungen an die geliebten Menschen mit den Jahren, ungewollt. An jede Einzelheit (das Lächeln, Gesten und Mimiken) kann sich vermutlich nicht mehr genau erinnert werden. Das Web 2.0 bietet Trauernden eine Form, mit dem Tod umzugehen und hält  dabei Momente fest, die eine authentische Vorstellung des Verstorbenen bewahren.
Weiterlesen „Digitale Trauer – Wie das Web 2.0 mit dem Tod umgeht“

Fundstück: Webcomics – Strichmännchen in der Wissenschaft

Screenshot: xkcd.com am 18.06.2015
Screenshot: xkcd.com am 18.06.2015

Bei komplexen mathematischen Gleichungen, physikalischen Vorgängen und auch beim Verstehen der Liebe oder von Sarkasmus rümpfen einige verdutzt die Nase. Das kennt wohl jeder, oder zumindest von anderen Gebieten. Ein Genie in allen genannten Bereichen scheint Randall Munroe zu sein. Er veröffentlicht auf xkcd.com Webcomics, die sich genau mit diesen Themen beschäftigen. Als Lern- bzw. Nachhilfe verstehen sich diese Webcomics allerdings nicht. Denn für die angesprochenen Themen müssen die Besucher der Seite in den meisten Fällen schon Fachwissen mitbringen. Erst dann kann man auch über den Witz, der hinter den Zeichnungen steckt, schmunzeln. Die Strichmännchen-Comics erscheinen unter dem Seiten-Titel „A Webcomic of romance, sarcasm, math and language“ („Ein Webcomic über Liebe, Sarkasmus, Mathe und Sprache“). Wem die bildlichen Darstellungen auf englischer Sprache nicht liegen, der kann zum deutschen Pendant wechseln. Dort gibt es die Übersetzung einiger originaler Webcomics. Wer Mathe, Sprache, Liebe oder Sarkasmus mal auf eine andere Weise erleben möchte, sollte auch einen Blick in die Rubrik „What if?“ (Mischung aus Artikel und Zeichnung) werfen.  Über die Bedeutung des Namens – xkcd – brauch indes niemand spekulieren, das sei nämlich nur eine wahllose Aneinanderreihung von Buchstaben.

Digitale Wiedergeburt der einstigen Poeten: Liebesbriefe auf Bestellung

Alltägliche, kurze Nachrichten können schnell zu Liebesbeweisen werden.
Alltägliche, kurze Nachrichten können schnell zu Liebesbeweisen werden. (Bild: pixabay CC0)

„Komme 5 min. später, stehe im Stau! 🙂“ Eine solche Nachricht, oder zumindest so ähnlich, flatterte doch bei fast jedem schon einmal ins Postfach. Beim Blick aufs Smartphone oder auch in den PC fällt auf: unsere heutige schriftliche Kommunikation ist schnell, kurz und vor allem digital. Das ist vornehmlich den neuen Medien à la Whatsapp, Facebook oder der schon beinahe veralteten SMS geschuldet. Auswirkungen hat das aber nicht nur auf die alltägliche Kommunikation zwischen Freunden, sondern auch auf die Liebe, genauer: die schriftlichen Liebesbeweise. Kann heutzutage überhaupt noch von Liebesbriefen die Rede sein? Weiterlesen „Digitale Wiedergeburt der einstigen Poeten: Liebesbriefe auf Bestellung“

Können Emojis auch Literatur?

Auswahl von Emojis.
Bild: fill / pixabay CC0

👪 ❤ ☺️ – alle lieben Emojis. Die kleinen, bunten Bildchen sind nicht nur ausgefeilter, sondern bieten auch ein breiteres Sortiment als ihre schlichteren Vorgänger, die Emoticons. Während letztere auf die Darstellung von Emotionen beschränkt waren, lassen sich mit Emojis auch zahlreiche Gegenstände, Aktionen oder Ereignisse ausdrücken. Aus der elektronischen Kommunikation – insbesondere über Chat-Dienste wie WhatsApp – oder aus den Sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Instagram – sind sie derzeit kaum wegzudenken. Doch können sie auch darüber hinaus Bedeutung gewinnen, zum Beispiel in der Literatur? Weiterlesen „Können Emojis auch Literatur?“