Lena Dunham gründet Twitter-Buchclub #keepit100LD

Bild: Auszug aus Dunhams Twitter-Post; Inhalt: https://twitter.com/hashtag/KeepIt100LD?src=hash

Die Liste der Berufe, die Lena Dunham ausmachen, ist lang. Sie ist sowohl als Drehbuchautorin, Filmproduzentin und Regisseurin der HBO-Serien Girls (2012-2017) und Camping (2018) bekannt als auch als Schriftstellerin ihrer autobiografischen Essay-Sammlung Not That Kind of Girl (2014). Außerdem hat sie bei mehreren Filmprojekten als Schauspielerin mitgewirkt und ist politisch engagiert. Sie hat etwa das Vorwort zu der von Nick Haramis herausgegebenen Essay-Sammlung Courage Is Contagious. And Other Reasons to be grateful for Michelle Obama verfasst und ist Mitgründerin des feministischen Newsletters Lenny Letter (Dazu findet ihr hier einen Digitur-Beitrag). Sie setzt sich für die Rechte von Frauen ein, kämpft für mehr Körperfreiheit und Selbstliebe und stellt auf ihrem Instagram-Profil ihre unverblümte Lebensrealität dar. Jetzt hat sie ein neues Projekt ins Leben gerufen – den Twitter-Buchclub #keepit100LD. Weiterlesen „Lena Dunham gründet Twitter-Buchclub #keepit100LD“

Fundstück: Grimme Online Award 2018

Dieses Jahr u.a. auch unter den Preisträger*innen: zwei Youtube-Channel sowie ein Instagramprofil. Bild: CCO pixabay

Donald Trump hat den Begriff fake news wie kein Anderer geprägt. Vor allem das Internet ist von dieser Krankheit betroffen, fake news verbreiten sich insbesondere in den sozialen Netzwerken wie ein Virus. Spätestens im Zuge des Präsidentenwechsels in den USA ist daher deutlich geworden, was von der Presse verlangt wird: Qualitätsjournalismus.

Die RiffReporter haben es sich aus diesem Grund zur Aufgabe gemacht, ihren Lesern professionellen Journalismus zu bieten. Themen wie Kultur, Umwelt und Technologie werden nicht beschönigt, sondern nach gründlicher Recherche kritisch in den Blick genommen. Ebenfalls besonders: Bei den RiffReportern handelt  es sich um eine Genossenschaft. Das heißt, dass alle Entscheidungen gemeinsam gefällt werden. Außerdem können freie Journalisten ihre Texte veröffentlichen und Leser können gezielt einzelnen Autoren Fördergeld zukommen lassen.

Für diese innovative Idee erhielten die RiffReporter nun den Grimme Online Award. Am vergangenen Freitag (22. Juni) wurde der Preis in der Kölner Flora wieder an die Koryphäen des Internets verliehen. Dieses Jahr erreicht der Award des Grimme-Instituts, welches auch den Grimme-Preis vergibt, seine Volljährigkeit: Zum 18. Mal fanden sich neben Prominenten, Nominierten und Preisträger*innen dreihundert Gäste zusammen, um den Geburtstag und die Ausgezeichneten zu feiern. Dazu zählen: Sommers Weltliteratur to go, maiLab, Deutschland spricht u.a. Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner*innen!

Gefährden Zero-Rating-Angebote die Netzneutralität?

Zero-Rating-Angebote: Auf der Website zunächst ein verlockendes Angebot. Foto: CC0 Johanna Böhnke

Auf den ersten Blick klingen Zero-Rating-Angebote ziemlich verlockend. Sie erlauben, für einen monatlichen Festbetrag bekannte Apps zu nutzen, ohne dafür Datenvolumen zu verbrauchen. Oftmals sind sie sogar kostenfrei zum eigenen Tarif hinzubuchbar. Ein Vorreiter hierfür war bereits 2014 die WhatsApp Prepaid-Karte, die es ermöglicht, den beliebten Messenger kostenlos zu nutzen. 2017 brachten zunächst die Telekom und vor kurzem auch Vodafone eigene Zero-Rating-Modelle auf den Markt.

Nutzer des Telekom-Angebots StreamOn können zwischen drei Optionen wählen: Music, Music&Video und Music&Video Max. Vodafone Pass geht noch einen Schritt weiter. Das Angebot teilt das Netz in vier Kategorien auf: Social, Chat, Music und Video. Weiterlesen „Gefährden Zero-Rating-Angebote die Netzneutralität?“

Fundstück: Re:Scam gegen Spam-Mails

Das neuseeländische Sicherheitsunternehmen Netsafe hat die wohl unterhaltsamste Waffe gegen Spammer entwickelt: einen Chatbot namens Re:Scam. Der Chatbot reagiert mit automatisch generierten Nachrichten auf Spam-Mails und soll die Betrüger in eine Konversation verwickeln, die möglichst lange anhält. So sollen die Urheber der Spam-Mails weniger Zeit dafür haben echte Menschen um ihre Daten und ihr Erspartes zu bringen.
Was also tun, wenn eine Spam-Mail es doch wieder einmal geschafft hat die ‚normalen’ Spamfilter zu passieren? Die Mail an den Bot unter me@rescam.org weiterleiten und hoffen, dass die Spammer in endlose Gespräche verwickelt werden. Wir finden die Idee sehr kreativ!

Fundstück: Mit Love-Storm gegen Hatespeech

Das Ziel: Den Hass im Netz bekämpfen. Logo: Love-Storm

Hate Speech bedroht die freie Rede, finden die Macher von Love-Storm. Deswegen haben sie ein Projekt ins Leben gerufen: Mit Mitteln gewaltfreier Kommunikation soll den Hatern der Wind aus den Segeln genommen werden. Wie das genau gehen soll? Love-Storm möchte eine Internetplattform aufbauen, auf der die Community sich in Online-Trainings über verbale Deeskalation aufklärt. Gemeinsam soll dadurch ein Freiwilligen-Netzwerk entstehen, das von Internethass Betroffene stärkt und ihre Angreifer entmächtigt. Damit das Ganze starten kann, sammelt die Initiative derzeit Spenden auf der Crowdfunding-Plattform Startnext. Von dem Fundingziel von 10.000 Euro fehlen derzeit noch etwa 5.000 Euro (Stand 1. Dezember 2017).

Mit Liebe gegen Hass im Netz auf der re:publica 2017

Die re:publica 2017 findet unter dem Motto "Love Out Loud" vom 8.-10 Mai in Berlin statt
Vom 8.-10. Mai findet in der STATION-Berlin in Kooperation mit der MEDIA CONVENTION Berlin die re:publica 2017 statt.
Foto: re:publica/Gregor Fischer (CC BY-SA 2.0)

Die 11. re:publica steht im Zeichen der Liebe. Unter dem Motto „Love Out Loud!“ richtet sich die Berliner Digitalkonferenz gegen Hate Speech im Internet. So reflektiert Carolin Emcke, Trägerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, zur Eröffnung über Liebe und Empathie. Und Blogger Felix Schwenzel begibt sich mit Texten des Philosophen Erich Fromm auf die Suche nach mehr Menschenfreundlichkeit und Humanismus. Aber auch die Veränderungen der Liebesbeziehungen unter dem Einfluss von Tinder und Co bleiben nicht unbeachtet: Auf einer Tour d’Amour untersucht Friedemann Karig, wie wir lieben und fordert eine sexuelle Revolution 2.0. Zu den großen Themen der re:publica 2017 zählt auch das allseits bekannte Problem der kursierenden Fake-News. Darüber können die Gäste u.a. mit ZDF-Anchorman Claus Kleber auf der MEDIA CONVENTION diskutieren. Kenner der re:publica wissen aber, dass dies nur ein Bruchteil des riesigen Veranstaltungsangebots ist. Die Digitalisierung durchzieht alle gesellschaftlichen Bereiche und dies bildet das umfangreiche dreitägige Programm mit über 900 Speakern auf 20 Bühnen ab. So präsentiert z.B. der Automobilhersteller Daimler digitale Innovationen für die Mobilität von morgen und Innenminister Thomas de Maizière stellt sich in einem netzpolitischen Dialog Fragen zu Themen wie IT-Sicherheit und die Zukunft des Datenschutzes. Auch an die Blogger ist gedacht: Im Programmteil re:blog gibt Christian Bollert vom Onlineradio detektor.fm bspw. Tipps für die erfolgreiche Verbreitung von Podcasts und Thomas Weibel stellt sein Projekt 100 Sekunden – das Hörerlexikon vor. Eines zeigt schon dieser kleine Einblick: Es ist unmöglich überall dabei zu sein und manch einer schafft es vielleicht gar nicht in die STATION-Berlin. Doch auch für solche Fälle haben die Veranstalter vorgesorgt: Über Live-Streams lässt sich das Geschehen der Bühnen 1, 2, 6 und 7 mitverfolgen. Veranstaltungen auf anderen Bühnen werden aufgenommen und sind bald auf YouTube abrufbar. Darüber hinaus wird es Audiopodcasts geben, die zeitnah auf der re:publica-Website und iTunes veröffentlicht werden.

Nie mehr mit dem Aktenordner ins Seminar!

Das Wachstum von Online-Semesterapparaten an der Universität Duisburg-Essen (Auszug aus einer Präsentation von Frank Lützenkirchen, siehe auch: http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42222/Workshop52a2016-10-12LuetzenkirchenSemesterapparate.pdf).
Das Wachstum von Online-Semesterapparaten an der Universität Duisburg-Essen (Auszug aus einer Präsentation von Frank Lützenkirchen, siehe: http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42222/Workshop52a 2016-10-12LuetzenkirchenSemesterapparate.pdf).

Dass die Digitalisierung bessere Arbeits- und Erkenntnisprozesse in der wissenschaftlichen Forschung und Lehre ermöglicht, dürfte Konsens unter den „Digitur“-LeserInnen sein – und dazu gehören auch dynamische Online-Semester- apparate. Zugleich prognostiziert der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Horst Hippler, dass bald „die für ein modernes Studium unverzichtbare digitale Bereitstellung von Texten schmerzhaft eingeschränkt wird.“ Wie kann das sein? Und was kann man gegen diese Entwicklung unternehmen? Weiterlesen „Nie mehr mit dem Aktenordner ins Seminar!“

Fundstück: Emojis für Blogleser

So können wir mit Emotify auf Blogposts reagieren. Screenshot: https://www.goemotify.com/
So können wir mit Emotify auf Blogposts reagieren. Screenshot: https://www.goemotify.com/

Emojis statt Kommentare: das kennen wir mittlerweile von sozialen Netzwerken wie Facebook. Nun soll es diese Funktion auch für Weblogs geben. Mit Emotify haben User die Möglichkeit, ihre Reaktion auf Blogbeiträge über Emojis auszudrücken. Die Idee dahinter ist, dass dies unmittelbarer ist als das Verfassen eines Kommentars. Den NutzerInnen sollen weitere Beiträge, die zu der Stimmung passen, empfohlen werden. Für Blogger verspricht der Anbieter den Vorteil, dass die Reaktionen der LeserInnen besser analysiert werden können und so neue Einsichten in das Leseverhalten der User offenbaren. Bisher ist Emotify als kostenlose Beta-Version erhältlich, nach der Testphase soll das Tool jedoch kostenpflichtig werden.

Den richtigen Ton finden – über die Angemessenheit der Sprache

Emojis - ob per SMS, auf WhatsApp oder per Mail, sie sind unsere tagtäglichen Begleiter in der digitalen Kommunikation geworden.
Emojis – ob per SMS, auf WhatsApp oder per Mail. Sie sind unsere tagtäglichen Begleiter in der digitalen Kommunikation geworden.

Mal wieder eine Mail, bei der man sich insgeheim fragt, was dem Absender die Laune verdorben hat, eine dienstliche Nachricht mit unangemessener Grußformel oder eine Whatsapp-Nachricht ohne jegliche Emojis: Die Variationen, sich im digitalen Ton zu vergreifen oder den Anschein dessen zu erwecken, sind vielfältig. So gerne wir das Internet auch nutzen, um mal schnell noch eine Nachricht loszuschicken, desto schwieriger ist manchmal die korrekte Entschlüsselung.
Auch wenn sich so oft im Nachhinein herausstellt – war alles nicht so gemeint – ist es doch erschreckend, mit welcher Macht die vermeintliche Nachricht uns plötzlich in eine kleine Krise stürzen kann, wenn man die Worte auf die gedankliche Goldwaage legt, sich über deren Bedeutung nicht im Klaren ist oder man gar Schlimmeres vermutet. Die andere Seite: Die Verwendung von Emojis. Wer hat nicht diesen einen Freund oder die Mama, die aus dem Unersättlichen der Smiley-Palette schöpft. Immer wieder sind Whatsapp-Nachrichten oder SMS geflutet von Affenköpfen, die die Hände über dem Kopf zusammenschlagen oder gelben Gesichtern, die schüchtern lächeln. Der Vorwurf, so mancher nütze sie im Überfluss, ist dann vielleicht doch eher ein dankbares Äquivalent, wenn so der charmante Beigeschmack via zwinkerndem Smiley gewahrt werden kann. Weiterlesen „Den richtigen Ton finden – über die Angemessenheit der Sprache“

Fundstück: quatschen.de

quatschen
Bild: www.quatschen.de

quatschen.de ist ein kreatives Netzwerk vor allem für Manager und Führungskräfte, die sich gemeinsam mit anderen Unternehmern auch schwierigen Themen mit Lockerheit und ganz ohne Druck nähern möchten. Denn „Quatschen ist die Sprache der Menschen im Digitalen Wandel“.

Es geht um Austausch, Kommunikation und Kooperation – und das Ganze unter dem Gesichtspunkt der Kreativität und Kunst. Auf diese Weise soll Wissen geteilt und dabei Inspiration gefördert werden. Das Projekt umfasst den Ratgeber „quatschen.de – Gestalten mit Worten„, der voraussichtlich im Mai 2016 als Printmedium erhältlich sein wird sowie eine Website, auf der Käufer des Buches verlinkt werden können und sich so miteinander vernetzen.