Nie mehr mit dem Aktenordner ins Seminar!

Das Wachstum von Online-Semesterapparaten an der Universität Duisburg-Essen (Auszug aus einer Präsentation von Frank Lützenkirchen, siehe auch: http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42222/Workshop52a2016-10-12LuetzenkirchenSemesterapparate.pdf).

Das Wachs­tum von Online-Semesterapparaten an der Uni­ver­si­tät Duisburg-Essen (Aus­zug aus einer Prä­sen­ta­ti­on von Frank Lüt­zen­kir­chen, sie­he: http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42222/Workshop52a 2016–10-12LuetzenkirchenSemesterapparate.pdf).

Dass die Digi­ta­li­sie­rung bes­se­re Arbeits- und Erkennt­nis­pro­zes­se in der wis­sen­schaft­li­chen For­schung und Leh­re ermög­licht, dürf­te Kon­sens unter den „Digitur“-LeserInnen sein – und dazu gehö­ren auch dyna­mi­sche Online-Semester- appa­ra­te. Zugleich pro­gnos­ti­ziert der Prä­si­dent der Hoch­schul­rek­to­ren­kon­fe­renz, Prof. Dr. Hor­st Hipp­ler, dass bald „die für ein moder­nes Stu­di­um unver­zicht­ba­re digi­ta­le Bereit­stel­lung von Tex­ten schmerz­haft ein­ge­schränkt wird.“ Wie kann das sein? Und was kann man gegen die­se Ent­wick­lung unter­neh­men? Wei­ter­le­sen

Fundstück: Emojis für Blogleser

So können wir mit Emotify auf Blogposts reagieren. Screenshot: https://www.goemotify.com/

So kön­nen wir mit Emo­ti­fy auf Blog­posts reagie­ren. Screen­s­hot: https://www.goemotify.com/

Emo­jis statt Kom­men­ta­re: das ken­nen wir mitt­ler­wei­le von sozia­len Netz­wer­ken wie Face­book. Nun soll es die­se Funk­ti­on auch für Web­logs geben. Mit Emo­ti­fy haben User die Mög­lich­keit, ihre Reak­ti­on auf Blog­bei­trä­ge über Emo­jis aus­zu­drü­cken. Die Idee dahin­ter ist, dass dies unmit­tel­ba­rer ist als das Ver­fas­sen eines Kom­men­tars. Den Nut­ze­rIn­nen sol­len wei­te­re Bei­trä­ge, die zu der Stim­mung pas­sen, emp­foh­len wer­den. Für Blog­ger ver­spricht der Anbie­ter den Vor­teil, dass die Reak­tio­nen der Lese­rIn­nen bes­ser ana­ly­siert wer­den kön­nen und so neue Ein­sich­ten in das Lese­ver­hal­ten der User offen­ba­ren. Bis­her ist Emo­ti­fy als kos­ten­lo­se Beta-Version erhält­li­ch, nach der Test­pha­se soll das Tool jedoch kos­ten­pflich­tig wer­den.

Den richtigen Ton finden — über die Angemessenheit der Sprache

Emojis - ob per SMS, auf WhatsApp oder per Mail, sie sind unsere tagtäglichen Begleiter in der digitalen Kommunikation geworden.

Emo­jis — ob per SMS, auf Whats­App oder per Mail. Sie sind unse­re tag­täg­li­chen Beglei­ter in der digi­ta­len Kom­mu­ni­ka­ti­on gewor­den.

Mal wie­der eine Mail, bei der man sich ins­ge­heim fragt, was dem Absen­der die Lau­ne ver­dor­ben hat, eine dienst­li­che Nach­richt mit unan­ge­mes­se­ner Gruß­for­mel oder eine Whatsapp-Nachricht ohne jeg­li­che Emo­jis: Die Varia­tio­nen, sich im digi­ta­len Ton zu ver­grei­fen oder den Anschein des­sen zu erwe­cken, sind viel­fäl­tig. So ger­ne wir das Inter­net auch nut­zen, um mal schnell noch eine Nach­richt los­zu­schi­cken, desto schwie­ri­ger ist manch­mal die kor­rek­te Ent­schlüs­se­lung.
Auch wenn sich so oft im Nach­hin­ein her­aus­stellt — war alles nicht so gemeint — ist es doch erschre­ckend, mit wel­cher Macht die ver­meint­li­che Nach­richt uns plötz­li­ch in eine klei­ne Kri­se stür­zen kann, wenn man die Worte auf die gedank­li­che Gold­waa­ge legt, sich über deren Bedeu­tung nicht im Kla­ren ist oder man gar Schlim­me­res ver­mu­tet. Die ande­re Sei­te: Die Ver­wen­dung von Emo­jis. Wer hat nicht die­sen einen Freund oder die Mama, die aus dem Uner­sätt­li­chen der Smiley-Palette schöpft. Immer wie­der sind Whatsapp-Nachrichten oder SMS geflu­tet von Affen­köp­fen, die die Hän­de über dem Kopf zusam­men­schla­gen oder gel­ben Gesich­tern, die schüch­tern lächeln. Der Vor­wurf, so man­cher nüt­ze sie im Über­fluss, ist dann viel­leicht doch eher ein dank­ba­res Äqui­va­lent, wenn so der char­man­te Bei­ge­schmack via zwin­kern­dem Smi­ley gewahrt wer­den kann. Wei­ter­le­sen

Fundstück: quatschen.de

quatschen

Bild: www.quatschen.de

quatschen.de ist ein krea­ti­ves Netz­werk vor allem für Mana­ger und Füh­rungs­kräf­te, die sich gemein­sam mit ande­ren Unter­neh­mern auch schwie­ri­gen The­men mit Locker­heit und ganz ohne Druck nähern möch­ten. Denn „Quat­schen ist die Spra­che der Men­schen im Digi­ta­len Wan­del”.

Es geht um Aus­tau­sch, Kom­mu­ni­ka­ti­on und Koope­ra­ti­on — und das Gan­ze unter dem Gesichts­punkt der Krea­ti­vi­tät und Kunst. Auf die­se Wei­se soll Wis­sen geteilt und dabei Inspi­ra­ti­on geför­dert wer­den. Das Pro­jekt umfasst den Rat­ge­ber „quatschen.de — Gestal­ten mit Wor­t­en”, der vor­aus­sicht­li­ch im Mai 2016 als Print­me­di­um erhält­li­ch sein wird sowie eine Web­site, auf der Käu­fer des Buches ver­linkt wer­den kön­nen und sich so mit­ein­an­der ver­net­zen.

Fundstück: Programmieren lernen für die ganz Kleinen

Programmieren ist in der heutigen digitalen Zeit kein Fremdwort mehr.

Pro­gram­mie­ren ist in der heu­ti­gen digi­ta­len Zeit kein Fremd­wort mehr. Bild: CC0

Die Kin­der der heu­ti­gen Zeit sind zwei­fels­oh­ne Digi­tal Nati­ves. Smart­pho­nes, Tablets und auch Lap­tops sind stän­di­ge Beglei­ter, für wohl kaum ein Kind etwas Unbe­kann­tes.
Damit all die neu­en Tech­ni­ken und Anwen­dun­gen funk­tio­nie­ren, die zu den täg­li­chen Beglei­tern gewor­den sind, gehört eines unab­ding­bar dazu: das Pro­gram­mie­ren. Dass das nun auch schon die Kleins­ten ler­nen kön­nen, beweist Lego Edu­ca­ti­on WeDo 2. Spie­le­ri­sch sol­len Grund­schü­ler an das Pro­gram­mie­ren her­an­ge­führt wer­den. Das Kon­zept sei an das des Lehr­pla­nes ange­passt. So besteht die Auf­ga­be zum Bei­spiel dar­in, Robotik-Modelle mit Lego-Steinen zu bau­en und Pro­gram­mier­stei­ne, Moto­ren und Sen­so­ren zu inte­grie­ren.
Pro­gram­mie­ren kön­nen schon mit 7 Jah­ren — Für den spä­te­ren Lebens­lauf sicher nicht schlecht 😉

Fundstück: Sammelband „Pwning Tomorrow“

Pwning Tomorrow

Cover des Sam­mel­ban­des „Pwning Tomor­row“

Ima­gi­na­ti­on is among the most power­ful tools in the batt­le for Inter­net free­dom.“ Die­ser Mei­nung sind die Akti­vis­ten der Elec­tro­nic Fron­tier Foun­da­ti­on. Des­halb haben sie jetzt bei ihrem Ein­satz für die Ein­hal­tung der Grund­rech­te im Netz zu einer beson­ders krea­ti­ven Form gegrif­fen, die auch noch eine lite­ra­ri­sche ist: Mit „Pwning Tomor­row“ ver­öf­fent­li­chen sie einen Sam­mel­band fik­tio­na­ler Kurz­ge­schich­ten, die sich in guter Science-Fiction-Tradition kri­ti­sch mit der Zukunft der Tech­nik aus­ein­an­der­set­zen. An dem Pro­jekt betei­ligt waren Auto­ren wie Cory Doc­to­row, Bru­ce Ster­ling, Lau­ren Beu­kes und Char­lie Jane Anders. Der Band kann kos­ten­los her­un­ter­ge­la­den wer­den und steht unter CC-Lizenz.

Fundstück: Der digitale Kongress #dvpw15

DVPW_Info-Material_CCBYSA_Reingruber_MG_3375 (2)_klein

Auf Twit­ter und unter dem Hash­tag #dvpw 15 wird live vom Kon­fe­renz­ge­sche­hen berich­tet.
Bild: CC BY-SA Lisa-Marie Rein­gru­ber

Heu­te beginnt an der Uni­ver­si­tät Duisburg-Essen der 26. wis­sen­schaft­li­che Kon­gress der Deut­schen Ver­ei­ni­gung für Poli­ti­sche Wis­sen­schaft (DVPW). Online hat die Ver­an­stal­tung bereits vor eini­gen Wochen begon­nen: „Vor­sicht, Neu­land – erst­ma­lig wird ein DVPW-Kongress mit einem eige­nen Web­log beglei­tet. Wir ver­ste­hen die Bericht­erstat­tung als Expe­ri­ment und wol­len damit einen Bei­trag zur ‚wis­sen­schafts­ad­äqua­ten’ Nut­zung sozia­ler Medi­en leis­ten.” So heißt es auf dem Kongress-Blog, der von einem vier­köp­fi­gen Medi­en­team bespielt wird (in dem sich u.a zwei Digitur-Redakteurinnen wie­der­fin­den). Die digi­ta­le Beglei­tung von Kon­fe­ren­zen hat sich in Deutsch­land längst noch nicht eta­bliert und es wird inter­es­sant sein zu sehen, ob und inwie­weit die über 800 erwar­te­ten Teil­neh­me­rIn­nen und Refe­ren­tIn­nen die Mög­lich­kei­ten der Online-Wissenschaftskommunikation nut­zen wer­den.

Digitalliteratur als eine neue Kunstform — Tina Giesler über ihr Projekt „Dembelo”

logo1

Das Logo ist wie das Pro­jekt noch eine Skiz­ze.

Tina Gies­ler ruft zum Umden­ken auf und folgt ihrem eige­nen Auf­ruf gleich selbst. Dem­be­lo heißt ihr aktu­el­les Pro­jekt, mit dem sie die digi­ta­le Lite­ra­tur neu bzw. über­haupt erst erfin­den will. Denn die meis­ten eBooks sind für Gies­ler nicht mehr als „digi­ta­le Sicher­heits­ko­pi­en von Büchern” und kein geeig­ne­te­tes For­mat, Lite­ra­tur ins Digi­ta­le zu über­füh­ren. Das war bereits The­ma beim 10. Publishing-Stammtisch Pub’n’Pub POTT, wo sie über Fan­fic­tion als ver­netz­tes und damit digi­ta­les Publi­zie­ren bzw. Lesen sprach. Wo die Pro­ble­me der gegen­wär­ti­gen „Digi­tal­li­te­ra­tur” lie­gen, wie eine neue Art digi­ta­ler Lite­ra­tur aus­sieht und was sich hin­ter ihrem Pro­jekt ver­birgt, dar­über haben wir mit Tina Gies­ler gespro­chen. Wei­ter­le­sen

Digitale Trauer — Wie das Web 2.0 mit dem Tod umgeht

Trauernde verarbeiten den Verlust oft auch mit Hilfe von Gedenkseiten. Bild: CC0

Trau­ern­de ver­ar­bei­ten den Ver­lust oft auch mit Hil­fe von Gedenk­sei­ten. Bild: CC0

Schö­ne Momen­te nie­mals ver­ges­sen, Freun­de und Fami­li­en­mit­glie­der nicht ver­schwin­den las­sen – Erin­ne­run­gen an Ver­stor­be­ne hel­fen bei der Trau­er­be­wäl­ti­gung. Doch oft­mals ver­blas­sen die Erin­ne­run­gen an die gelieb­ten Men­schen mit den Jah­ren, unge­wollt. An jede Ein­zel­heit (das Lächeln, Ges­ten und Mimi­ken) kann sich ver­mut­li­ch nicht mehr gen­au erin­nert wer­den. Das Web 2.0 bie­tet Trau­ern­den eine Form, mit dem Tod umzu­ge­hen und hält  dabei Momen­te fest, die eine authen­ti­sche Vor­stel­lung des Ver­stor­be­nen bewah­ren.
Wei­ter­le­sen