„Das Internet macht die Welt besser“ – Ein Interview mit Kathrin Passig

Bild: Norman Posselt, www.normanposselt.com

Die poet in residence-Woche an der Universität Duisburg-Essen hat sich dem Ende geneigt und wir hatten das Glück, der Schriftstellerin und Trägerin des Ingeborg-Bachmann-Preises (2006) Kathrin Passig einige Fragen stellen zu dürfen. Besonders interessiert hat uns ihr Verhältnis zum Thema Arbeit, da die Vorträge aller vier Gäste unter diesem Themenschwerpunkt standen. So wurden beispielsweise Arbeitsweisen, Prokrastinationsstrategien und Ängste vor dem Schreiben enthüllt. Kathrin Passig selbst hat dies Anfang der Woche unter dem Hashtag #wirnennenesüberarbeitreden auf Twitter zusammengefasst.

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Fundstück: Literaturpreis Ruhr 2017 geht an Lütfiye Güzel

Die diesjährige Gewinnerin des Literaturpreises Ruhr 2017 heißt Lütfiye Güzel. Bild: privat.

Bereits zum 32. Mal wurde der mit 10000 Euro dotierte Literaturpreis des Regionalverbandes Ruhr (RVR) verliehen. GewinnerInnen aus der Vergangenheit waren zum Beispiel Ralf Rothmann, Frank Goosen sowie Marion Poschmann (2005), die dieses Jahr für den Deutschen Buchpreis nominiert war. Das Besondere an der diesjährigen Gewinnerin: Lütfiye Güzel zählt zu den Unabhängigen, sie hat keinen Verlag. Anstatt also ihre Werke im Buchhandel zu erwerben, bedienen sich ihre LeserInnen und ZuhörInnen ihrer Website Go-Güzel-Publishing oder schauen bei Youtube vorbei. Darüber vertreibt die 45-jährige ihre Notizen und Gedichte wie „Pinky Helsinki“ oder „Herz-Terroristin“. Nebenbei tritt sie auch bei Poetry Slams und Workshops auf und kann – als Verweigerin des klassischen Literaturbetriebs – sogar davon leben. Wir sind begeistert und sagen: Herzlichen Glückwunsch!

Projekt DEAL: Lösung für Streit um Lizenzen für Wissenschaftstexte?

Der Streit um wissenschaftliche Lizenzen geht in die nächste Runde. Bild: Sara Thompson (BY-SA 2.0)

Bildungseinrichtungen zahlen jedes Jahr horrende Summen an Wissenschaftsverlage, um deren Texte für Forschende und Studierende frei zugänglich zu machen. 150 deutsche Universitäten und andere Forschungseinrichtungen wollen das nicht mehr länger hinnehmen und haben sich unter dem Namen Projekt DEAL zusammengeschlossen, um gemeinsam in Kooperation mit den Verlagen eine Lösung zu finden. Doch die Verhandlungen stagnieren seit Monaten. Weiterlesen „Projekt DEAL: Lösung für Streit um Lizenzen für Wissenschaftstexte?“

Online-Journalismus – von Bezahlschranken und AdBlockern

Bahnübergangsschild als Sinnbild für Bezahlschranken im Online-Journalismus.
Bezahlschranken oder Paywalls sollen Online-Journalismus finanzieren. Bild: CC0 pixabay.com

Immer häufiger treffen Internet-NutzerInnen bei journalistischen Online-Angeboten auf sogenannte Bezahlschranken oder Paywalls. Dass für qualitativ hochwertigen Journalismus langfristig funktionierende Bezahlmodelle gefunden werden müssen, liegt auf der Hand. Aus Sicht der Medienunternehmen verstärken zudem abnehmende Abo-Zahlen im Printbereich die Notwendigkeit, mit den Online-Angeboten Geld zu verdienen („Paid Content“). Wir haben uns einmal angeschaut, welche Finanzierungsmodelle es bei deutschen Online-Zeitungen bereits gibt und wie sie angenommen werden. Weiterlesen „Online-Journalismus – von Bezahlschranken und AdBlockern“

Fundstück: Die zweite future!publish steht bevor

futurepublish.berlin
futurepublish.berlin

Nach dem vollen Erfolg im letzten Jahr mit knapp 300 Besuchern geht die future!publish nun in die zweite Runde. Am 26. und 27. Januar 2017 ist es so weit: Auf dem Kongress in der Urania Berlin wird erneut unter dem Motto „Mind­flow – Work­flow – Net­wor­king“ ein Blick in die Zukunft des Publizierens gewagt. Themenschwerpunkte des diesjährigen Programms sind das elektronische Publizieren sowie innovative Marketing- und Verkaufsstrategien. Auch ein Blick in den Blog lohnt sich, denn hier werden unter anderem die Referentinnen und Referenten vorgestellt.

Fundstück: Nachtaktiv

Seit August 2013 findet das Online-Event statt, diese Woche gab es die 38. Auflage. Bild: © Schreibnacht.de, http://jennifer-jaeger.com/wp-content/uploads/2015/05/quadratischschreibnachtlogo051.jpg
Diese Woche fand die 38. Auflage des Online-Events statt. Bild: © Schreibnacht.de, Jennifer Jäger

„Einmal ein Buch schreiben“ – dieser Vorsatz steht auf der All-Time-Favourite-Liste der Lebensziele sicherlich ganz weit oben. Doch die Muße, sich wirklich einmal hinzusetzen und zu schreiben, haben nur wenige. Oftmals fehlt auch im Alltag zwischen Uni, Arbeit und Sozialleben schlicht und einfach die Zeit. Dem will die Initiative Schreibnacht entgegenwirken: Alle paar Wochen ruft sie dazu auf, sich endlich einmal Zeit zum Schreiben zu nehmen. Zwar schreibt jeder für sich in den eigenen vier Wänden oder an seinem Lieblingsplatz, doch wie in einer Schreibwerkstatt schreiben letztlich doch alle gemeinsam. Seit August 2013 entstehen so von 20 Uhr abends bis 3 Uhr nachts Kurzgeschichten, Bücher oder Hausarbeiten, die sonst gerne vor sich hergeschoben werden.

Der Clue dahinter? Jede Stunde gibt es eine neue Aufgabe oder Fragestellung, die den Autorinnen und Autoren beim Weiterschreiben helfen soll und so der Schreibblockade keine Chance lässt. Und auch zwischendurch können die Schriftstellerinnen und Schriftsteller sich im Forum und auf Twitter austauschen, um gemeinsam Ideen zu diskutieren oder um sich gegenseitig zu motivieren. Für die Zeit zwischen den Schreibnächten gibt es das Schreibnacht-Magazin, das mit allerlei Tipps und Tricks bei der Entstehung des Werkes hilft. Um mitzumachen, kann man sich einfach kostenlos auf der Seite anmelden.

Fundstück: How to – Self-Publishing

Self-Publishing wird für viele Autoren immer interessanter, denn ein Buch an den Verlag zu bringen ist oft nicht einfach. Selbst internationale Bestseller wie die Harry Potter Reihe wurden von mehr als nur einem Verlag abgelehnt. Wer also ein Manuskript in der Schublade hat und nicht länger warten möchte, bis der passende Verlag anbeißt, der wird sich sicher schon mit dem Gedanken des Selbstverlags beschäftigt haben. Ziemlich schnell erkennt man dabei jedoch, dass das nicht so einfach ist, wie zunächst gedacht. Tipps vom Profi können da hilfreich sein. Laura Newman ist selbst Self-Publisherin und zählt laut eigenen Angaben zu den wenigen Autoren, die davon leben können. In ihrer Video-Reihe gibt sie ihr Wissen an Einsteiger und Interessierte weiter. Aktuell gibt es elf Folgen, in denen sie alles von verschiedenen Anbietern bis zum Coverdesign erklärt.

Nie mehr mit dem Aktenordner ins Seminar!

Das Wachstum von Online-Semesterapparaten an der Universität Duisburg-Essen (Auszug aus einer Präsentation von Frank Lützenkirchen, siehe auch: http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42222/Workshop52a2016-10-12LuetzenkirchenSemesterapparate.pdf).
Das Wachstum von Online-Semesterapparaten an der Universität Duisburg-Essen (Auszug aus einer Präsentation von Frank Lützenkirchen, siehe: http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42222/Workshop52a 2016-10-12LuetzenkirchenSemesterapparate.pdf).

Dass die Digitalisierung bessere Arbeits- und Erkenntnisprozesse in der wissenschaftlichen Forschung und Lehre ermöglicht, dürfte Konsens unter den „Digitur“-LeserInnen sein – und dazu gehören auch dynamische Online-Semester- apparate. Zugleich prognostiziert der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Horst Hippler, dass bald „die für ein modernes Studium unverzichtbare digitale Bereitstellung von Texten schmerzhaft eingeschränkt wird.“ Wie kann das sein? Und was kann man gegen diese Entwicklung unternehmen? Weiterlesen „Nie mehr mit dem Aktenordner ins Seminar!“

Im Interview mit „Byte the Book“ Gründerin Justine Solomons

Schriftsteller, Verlage und Leser zusammenführen – Das ist der Grundgedanke hinter „Byte the Book„. 2011 gründete die Britin Justine Solomons das Netzwerk, das im digitalen Zeitalter weltweit zwischen verschiedenen Akteuren der Verlagsbranche vermitteln soll. Im Interview auf der „Electric Book Fair 2016“ berichtet Sie über die Unterschiede zwischen dem britischen und dem deutschen E-Book-Markt und der zentralen Rolle von Vernetzung außerhalb von Social Media in Zeiten der Digitalisierung.

Ein Beitrag von Aileen Singhof und Johanna Böhnke