Im Interview mit „Byte the Book“ Gründerin Justine Solomons

Schriftsteller, Verlage und Leser zusammenführen – Das ist der Grundgedanke hinter „Byte the Book„. 2011 gründete die Britin Justine Solomons das Netzwerk, das im digitalen Zeitalter weltweit zwischen verschiedenen Akteuren der Verlagsbranche vermitteln soll. Im Interview auf der „Electric Book Fair 2016“ berichtet Sie über die Unterschiede zwischen dem britischen und dem deutschen E-Book-Markt und der zentralen Rolle von Vernetzung außerhalb von Social Media in Zeiten der Digitalisierung.

Ein Beitrag von Aileen Singhof und Johanna Böhnke

Fundstück: Neues Bildungsmedienportal Lernando

Lernando - das neue Bildungsmedienportal. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/117296 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Westermann Gruppe"
Lernando – das neue Bildungsmedienportal. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/117296, Quelle: „obs/Westermann Gruppe“

Immer mehr Schüler sparen sich den Weg zur Buchhandlung – per Mausklick zu bestellen ist schließlich bequemer. Das neue Portal für Bildungsmedien, Lernando, erleichtert diesen Schritt durch zielgruppengerechte Such- und Filtermöglichkeiten nun zusätzlich und bietet Schülern sowie Eltern und Lehrern die Möglichkeit – unter einer großen Auswahl von rund 50.000 Produkten aller wichtigen Bildungsmedienverlage – schnell und unkompliziert das gewünschte Buch zu finden und bequem von zuhause aus zu bestellen. Der Shop der Westermann Gruppe ist seit diesem Dienstag, den 09.08.2016, online. Zusätzlich beinhaltet Lernando ein Magazin rund um das Thema Erziehung und Bildung. Doch bei diesem Angebot soll es nicht bleiben: Der Shop soll zu einem Full-Service-Portal werden und die gesamte Produktpalette des Schulzubehörs abdecken. Dies sind jedoch keine guten Nachrichten für den stationären Buchhandel, der zu großen Teilen auch von dem Verkauf von Schullektüre und -zubehör lebt. Bei aller Bequemlichkeit sollte man also auch ab und zu über einen Besuch im kleinen Buchladen um die Ecke nachdenken.

Fundstück: Hörspielfiguren „Tonies“

Tonies bei Instagram
Die Tonies sind bereits in den sozialen Medien zu finden. – Foto:  CC BY-SA 4.0 Jana Leonhardt

Kinder mit Literatur vertraut machen. Wie ginge das besser als mit dem Vorlesen von Geschichten? Doch manchmal fehlt Eltern die Zeit, um mit dem Nachwuchs und mit Hilfe von Büchern in eine Phantasiewelt einzutauchen, spannende Abenteuer zu erleben oder auf Entdeckungsreise im Märchenwald zu gehen. Eine Alternative zu Hörspielen auf CD oder gar per App bietet bereits LivingKidsBooks. Nun gibt es – bzw. ab September im Handel – eine weitere Möglichkeit für Kinder, Hörspiele zu nutzen.   Tonies! Das ist eine Kombination aus Spielzeug und Hörspiel. Auf die Idee kamen Patric Faßbender und Marcus Stahl. Aber was genau sind Tonies? Es handelt sich um eine Box, auf die verschiedene Spielfiguren (Olchis oder beispielsweise das Sams) gestellt werden können. Je nach Figur beginnt dann das entsprechende Hörspiel. Das funktioniert durch near field communication, kurz NFC. Wenn die Kleinen keine Lust mehr auf Geschichten-Vorlesen haben, dann können sie kurzerhand die Figur als Spielzeug nutzen. Die Erfinder bezeichnen die Tonies auch als Hörspielfiguren – was die Idee dahinter gut auf den Punkt bringt.

future!publish 2016 – Im Interview mit Falko Löffler

Digitalisierung – ein Thema, das von der Buchbranche lange mit Schrecken beobachtet und weitestgehend ignoriert wurde. Andere Wirtschaftszweige fanden einen besseren Weg, moderne Techniken von Beginn an für ihre Zwecke fruchtbar zu machen – allen voran die Computerspielbranche. Auf der future!publish Ende Januar sprachen wir mit Falko Löffler, welcher als Autor und Computerspiel-Übersetzer in beiden Branchen zuhause ist. Der studierte Germanist und Medienwissenschaftler erklärte uns, wie der Buchhandel den digitalen Wandel meistern und was er dabei von der Computerspielbranche lernen kann.

Fundstück: 13. Book’n’Ball-Cup in Köln

Passend zur Fußball-EM findet am 11. Juni der Book'n'Ball-Cup statt, Bild: CC BY-SA 4.0 Carolin Terhorst
Passend zur Fußball-EM findet am 11. Juni der Book’n’Ball-Cup statt, Bild: CC BY-SA 4.0 Carolin Terhorst

„Fußball und Bücher? Wie passt das denn zusammen?“, werden sich einige sicherlich fragen. Zugegeben: Die Kombination ist eher ungewöhnlich, doch der Book’n’Ball-Cup findet in diesem Jahr schon zum 13. Mal statt.

Passend zum Start der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich veranstalten die beiden Kölner Verlage Kiepenheuer & Witsch und Bastei Lübbe am 11. Juni 2016 auf den Jahn-Wiesen hinter dem Stadion des 1. FC Köln das Kleinfeldturnier. Bis zum 30. April können sich Mitglieder aus der Buchbranche anmelden, ob Verleger oder Buchhändler, Hauptsache fußballbegeistert, denn bei der „Inoffiziellen Deutschen Fußball-Meisterschaft der Buchhandlungen und Verlage“ geht es hauptsächlich um Spaß.

Alle weiteren Informationen gibt es bei Esther Madaler (esther.madaler@luebbe.de) oder Reinhold Joppich (reinhold.joppich@t-online.de).

Fundstück: Leipziger Buchmesse 2016

Vom 17. - 20. März findet die Leipziger Buchmesse 2016 statt
Vom 17. – 20. März können Literaturfans auf der Leipziger Buchmesse wieder ihren Idolen lauschen CC-BY-NC-SA 4.0 Sab­rina Jaehn

Ab morgen ist es wieder so weit – die Leipziger Buchmesse öffnet ihre Pforten. Vier Tage lang können Besucher hier in die bunte Welt der Literatur eintauchen. Im Rahmen der bereits 25. Ausgabe des Lesefestes „Leipzig liest“ geben Autoren auf dem Messegelände sowie an über 350 Orten in der ganzen Stadt Kostproben ihrer Werke. Verleger präsentieren auf der Messe ihre Neuerscheinungen und auf der „Manga-Comic-Con“ erwachen Figuren aus Fantasywelten sogar zum Leben. Darüber hinaus wird der Preis der Leipziger Buchmesse 2016 verliehen. Am 17. März verkündet die Fachjury ihr Urteil und zeichnet jeweils einen der insgesamt 15 Nominierten in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung aus.

Mit „Neuland 2.0“ wird in diesem Jahr auch erstmals Startups der Buch- und Medienbranche eine Plattform geboten. Junge Unternehmen stellen am 18. und 19. März ihre Ideen und Entwicklungen vor und stellen sich dem Urteil der Besucher. Mit dabei sind u.a. der digitale Service „Blinkist“, die Online-Plattform „lituro“ sowie die bereits von Digitur vorgestellte App „Papego“. Aber auch an die Blogger haben die Veranstalter der Leipziger Buchmesse gedacht: So findet mit „buchmesse:blogger sessions 16“ die erste Bloggerkonfernz statt und eine Lounge steht den Bloggern zur Verfügung. Da darf Digitur natürlich nicht fehlen: Unsere Redakteurinnen Aileen Singhof, Kristina Petzold und Vanessa Hellwig sind vor Ort und werden von der Leipziger Buchmesse 2016 berichten.

Fundstück: future!publish

Foto: Sina Adam
Foto: Sina Adam

Ein Blick in die Zukunft. Zumindest in die Zukunft des Publizierens. Das ist die Idee von future!publish. Der Kongress findet erstmals am 28. und 29. Januar 2016 in Berlin statt. Es geht ums Verlegen und ums Verkaufen. Und um den Austausch. So sind verschiedene ReferentInnen vor Ort, die Projekte vorstellen oder Prozesse hinterfragen. Caspar Armster spricht über sein E-Book-Projekt für Kinder und Jugendliche, Buchlichter, Tilmann Rammstedt stellt seinen Fortsetzungsroman #morgenmehr vor, Thomas Ernst fragt nach Erlösmodellen digitaler Literatur und Christoph Bläsi wirft einen Blick in die Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens. future!publish möchte dem Motto ‚Mindflow – Workflow – Networking‘ folgen und sich als Treffpunkt für die Buchbranche etablieren. Natürlich ist auch Digitur vor Ort und twittert live vom Kongress.

Licht am Ende des Tunnels – Das Projekt Buchlichter

Buchlichter bietet Beratung beim Kauf von E-Books für Kinder und Jugendliche. Bild: CC BY-NC-ND Jonas Tana
Buchlichter bietet Beratung beim Kauf von E-Books für Kinder und Jugendliche. Bild: CC BY-NC-ND Jonas Tana

„Kann ich Ihnen helfen?“, fragt eine freundliche Buchhändlerin einen Vater, der offensichtlich verzweifelt vor schier endlosen Bücherregalen steht. „Gerne!“ Erleichterung macht sich breit, die Verkäuferin berät und tut ihr Bestes, damit der Vater schlussendlich das passende Buch für sein Kind in den Händen hält.

Auf diese Weise funktionieren Beratung und Verkauf im stationären Buchhandel, doch beim Bücherkauf im Internet sieht die Welt ganz anders aus: Das persönliche Gespräch und vor allem die kompetente Beratung fehlen.Natürlich könnte man sich auf die Kommentare bei Amazon verlassen, nur Bücher der einschlägig bekannten Kinderbuchautoren kaufen oder eben weiterhin ausschließlich im stationären Buchhandel einkaufen. „Das muss doch nicht sein!“, dachten sich wohl Anna Karina Birkenstock und Caspar Armster, als sie die Idee zu ihrem Projekt Buchlichter hatten.

Weiterlesen „Licht am Ende des Tunnels – Das Projekt Buchlichter“

Bloggorado – ein Nachtrag zur Leipziger Buchmesse

Bloggerlounge
Die Bloggerlounge auf der LBM. CC-BY-NC-SA 4.0 Kristina Petzold

In diesem Jahr wurden die Blogger auf der Leipziger Buchmesse besonders herzlich empfangen – in einer eigenen Bloggerlounge. Dort gab es WLAN, kostenlosen Kaffee und exklusive Veranstaltungen für die akkreditierten Blogger. Der Direktor der Leipziger Buchmesse, Oliver Zille, begrüßte die Blogger persönlich. Auch einige der Nominierten des Preises der Leipziger Buchmesse fanden sich in der Bloggerlounge ein, um mit den Bloggern über die Bedeutung von Buch-Blogs für die Branche und für die Autoren zu diskutieren. Schon im Vorfeld der Buchmesse hatte es mit der Initiative „Bloggerpaten“ ein spezielles Projekt für die Online-Bücherfreunde gegeben. Hinter all diesen Ideen steckt Sebastian Matkey, der für die Online-Kommunikation der Leipziger Buchmesse verantwortlich ist. Digitur hat mit ihm gesprochen.

Weiterlesen „Bloggorado – ein Nachtrag zur Leipziger Buchmesse“

Fundstück: Büchermachen in digitalen Zeiten

Digitale Literatur gestalten
Digitalisierung und Gestaltung

Das Buch verschwindet nicht. Vielleicht wird es durch den Druck der digitalen Konkurrenz sogar schöner. Dieser These geht Joachim Büthe im Deutschlandfunk nach. In seinem Feature „Textverarbeitung – Über das Büchermachen in digitalen Zeiten“ spricht er mit VerlegerInnen, GestalterInnen und AutorInnen, die die Digitalisierung als Anlass nehmen, die Qualitäten des Buches neu zu bestimmen.

Die verschiedensten Einblicke in die Buchmacherei scheinen vor allem zu zeigen, dass die rivalisierenden Medien keine Gegner sein müssen. Das digitale Publizieren emanzipiert sich zunehmend von der klassischen Buchkultur. Zugleich können E-Books Einfluss darauf nehmen, wie Bücher gedacht und gemacht werden. Im Podcast zum Nachhören.