Fundstück: Crowdsourcing-Kampagne

Wer möchte, kann die Österreichischen Nationalbibliothek tatkräftig unterstützen. Bild: CCO pixabay

Mit ihrer ersten Crowdsourcing-Kampagne „Österreich aus der Luft“ sucht die Österreichische Nationalbibliothek Hilfe bei der digitalen Verschlagwortung von historischen Luftbildern. Es handelt sich dabei um knapp 5.000 digitalisierte historische Luftbilder aus den 1930er Jahren, welche Österreich in der Zwischenkriegszeit zeigen. Nutzer können der Nationalbibliothek online in fünf Aufgaben-Kategorien helfen. Die Schwerpunkte sind hierbei „Wissen sammeln“ und „Wissen überprüfen“. Die Aufgaben sind die Kategorisierung der Luftaufnahmen, das Tagging, bei dem der*die User*in die Bilder mit freien Stichworten beschreibt und die Verortung der Bilder. Die Kategorien vier und fünf widmen sich der Überprüfung der Verortung und Tags.

Auf dem Crowdsurfing-Portal kann sich jede*r beteiligen, der*die an der Erschließung des historischen Bildbestands mitarbeiten möchte. Ziel ist es, die Bilder für alle nutzbar zu machen, damit sie auch besser gefunden werden können. Die Nationalbibliothek freut sich über jede Hilfe. Durch das Crowdsourcing und Dank der Digitalisierung haben Bibliotheken heutzutage viel mehr Möglichkeiten ihren Bestand zu erschließen.

Nie mehr mit dem Aktenordner ins Seminar!

Das Wachstum von Online-Semesterapparaten an der Universität Duisburg-Essen (Auszug aus einer Präsentation von Frank Lützenkirchen, siehe auch: http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42222/Workshop52a2016-10-12LuetzenkirchenSemesterapparate.pdf).
Das Wachstum von Online-Semesterapparaten an der Universität Duisburg-Essen (Auszug aus einer Präsentation von Frank Lützenkirchen, siehe: http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42222/Workshop52a 2016-10-12LuetzenkirchenSemesterapparate.pdf).

Dass die Digitalisierung bessere Arbeits- und Erkenntnisprozesse in der wissenschaftlichen Forschung und Lehre ermöglicht, dürfte Konsens unter den „Digitur“-LeserInnen sein – und dazu gehören auch dynamische Online-Semester- apparate. Zugleich prognostiziert der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Horst Hippler, dass bald „die für ein modernes Studium unverzichtbare digitale Bereitstellung von Texten schmerzhaft eingeschränkt wird.“ Wie kann das sein? Und was kann man gegen diese Entwicklung unternehmen? Weiterlesen „Nie mehr mit dem Aktenordner ins Seminar!“

Wenn die Generation Online ins Off gezwungen wird – Ein Kommentar

Bild: CC0 pixabay.com
Sind die Online-Semesterapparate nächstes Jahr schon Geschichte, werden zahlreiche Studenten wieder haufenweise Bücher schleppen müssen. Bild: CC0 pixabay.com

Es ist höchstens ein leises Klappern, was man in Deutschlands Hörsälen neben den Stimmen der Lehrenden überwiegend wahrnimmt. Das Kratzen von Stiften über Papier oder das Umblättern von Buchseiten? Fehlanzeige. Statt Notizblöcken und Kugelschreibern nutzen wir mit immer größerer Vorliebe Laptops oder Tablets für unsere Aufzeichnungen – weil es in den meisten Fällen einfach so viel praktischer ist. Die Notizen sind schnell gemacht, trotz aller Eile leserlich, übersichtlich, und sollte man nachträglich etwas hinzufügen müssen, ist auch das stets ohne Platzmangel möglich. Doch das Beste daran? Direktes Einbinden von eigenen Notizen in Skripte oder Unterrichtsmaterialien, sodass alle Lerninhalte an einem Ort gesammelt sind, inklusive der integrierten Stichwortsuche. Und all das ist möglich durch die Bereitstellung von wissenschaftlichen Artikeln, Literaturauszügen und Skripten in den Online-Semesterapparaten unserer Universitäten – deren Existenz jedoch jetzt in Gefahr ist. Weiterlesen „Wenn die Generation Online ins Off gezwungen wird – Ein Kommentar“

Erlebte Schriftkultur in der Deutschen Nationalbibliothek #lbm16

Mit dem Tablet konnte der Besucher auch an die Details der Geschichte der Schriftkultur heranzoomen. CC0 Vanessa Hellwig
Heranzoomen an die Details war mittels Tablet möglich.  CC BY-SA 4.0 Aileen Singhof

Schon vor der offiziellen Eröffnung der Buchmesse in Leipzig startete ein umfangreiches Programm für die Besucher. Wieso also nicht, bevor man sich in dem Gedränge in der Messehalle über die Zukunft des Buchmarkts informiert, entspannt einen Gang in die Vergangenheit wagen? Denn die Geschichte der schriftlichen Kommunikation dauert bereits seit über 5000 Jahren an. Für all diese Jahre zeigt das Deutsche Buch- und Schriftmuseum in seinen Ausstellungsräumen zum Thema Zeichen – Bücher – Netze. Von der Keilschrift zum Binärcode Artfekate aus der Vergangenheit. Im Rahmen der Führung „Mit dem Tablet durch die Mediengeschichte“ wurden Interessierte durch die Ausstellung zum Thema Schriftkultur geführt.

Weiterlesen „Erlebte Schriftkultur in der Deutschen Nationalbibliothek #lbm16“

Fundstück: Internet Archive Book Images

14782053331_0203d89174_m
Bild: Internet Archive Book Images (flickr)

In der Literatur gehen Text und Bild manchmal eine Einheit ein. Bei der Digitalisierung historischer Literatur stürzten sich Bibliotheken und Archive bisher allerdings in vielen Fällen nur auf die Texte und vernachlässigten die Abbildungen. Dieses Problem erkennend hat ein amerikanischer Wissenschaftler begonnen, ein Internet Archive Book Images zu erstellen. In dem von Yahoo finanzierten Projekt wurden bereits ca. 2,6 Millionen gemeinfreie Bilder bei Flickr hochgeladen und verschlagwortet. Die Abbildungen stammen aus Büchern, Zeitungen und Zeitschriften, die zwischen 1500 und 1922 erschienen sind. Laut lesen.net soll das Archiv noch auf 12 Millionen Dokumente wachsen.

Digitale Quellen zum Ersten Weltkrieg

Digitale Quellenarchive zum 1. Weltkrieg
Das Internet bietet viele Möglichkeiten, Quellen zum 1. Weltkrieg zu sichten. Bild: CC-BY-NC-SA 4.0 Katharina Reich

Der Beginn des Ersten Weltkriegs jährt sich 2014 zum 100. Mal. Museen und andere Einrichtungen zeigen Sonderausstellungen, führen Tagungen durch und organisieren Vorträge. Viele Medien greifen das Thema auf. Es gibt Sondersendungen in Radio und Fernsehen, Sonderausgaben von Zeitungen und Zeitschriften und viele digitale Angebote. Digitur hat sich im Netz einmal umgeschaut und nach digitalen Archiven gesucht, die schriftliche Quellen zum Ersten Weltkrieg im Internet zugänglich machen.
Weiterlesen „Digitale Quellen zum Ersten Weltkrieg“

Was ist eigentlich „Onleihe“?

Onleihe
CC-BY-NC-SA 4.0 Kristina Petzold

„Onleihe“ ist das derzeit erfolgreichste E-Book-Verleih-Modell für Bibliotheken. Es ist in erster Linie der Name des markführenden Partners der Bibliotheken. Inzwischen wird „Onleihe“ aber auch einfach als Bezeichnung für das Verleihmodell an sich verwendet. Aber wie verleiht man etwas, was man nicht zurückgeben kann? Weiterlesen „Was ist eigentlich „Onleihe“?“