Fundstück: Mit Amazon Storywriter zur eigenen TV Serie?

Screenshot der Features auf storywriter.amazon.com

Amazon ist schon lange nicht mehr bloß ein Onlinemarktplatz. Das amerikanische Unternehmen hat mittlerweile auch in der Medienbranche fest Fuß gefasst. Subunternehmen veröffentlichen unter anderem eigene Bücher und machen mit ihren Serienproduktionen Netflix und Maxdome Konkurrenz. Fast monatlich kommen neue Original Serien dazu. Wer schon immer von der eigenen TV Serie geträumt hat, kann seit 2015 das Storywriter Tool des Konzerns nutzen. In dieser Software können aufstrebende Autoren ihre Skripte schreiben. Die Formatierung ist dabei einfacher als mit gewöhnlichen Textverarbeitungsprogrammen wie Word. Und da Amazon selbst auf der Suche nach Ideen für seine neuen Produktionen ist, kann das fertige Drehbuch über die Plattform direkt bei der Produktionsfirma eingereicht werden. Wie erfolgsversprechend dieser Prozess jedoch ist, steht in den Sternen.

Fundstück: #LitcampBN17

Premiere am 8. April: Das Literaturcamp in Bonn. Bild: http://literaturcampnrw.de/literaturcamp-nrwbonn/

„Wie kommt mein Roman etc. zum Verlag oder den Leserinnen und Lesern? Wie publiziere ich – als Selfpublisher in einem Literaturblog? Wird Print eher gelesen als das E-Book? Ist die Zukunft des Buches eher digital oder traditionell?“ Fragen über Fragen, die am heutigen Samstag, 8. April 2017, beantwortet werden: Zum ersten Mal findet in Bonn das Literaturcamp statt, wo ganz allgemein über Literatur diskutiert wird. BuchliebhaberInnen, AutorInnen, BloggerInnen und alle, die mit der Branche zu tun haben, können hier ihre eigenen Texte vorstellen, Ideen austauschen oder in Diskussionen Antworten auf schon lange gestellte Fragen finden. In Kooperation mit der Volkshochschule Bonn haben die ehrenamtlichen Organisatorinnen Christine Krauß (Autorin), Ute Lange (Journalistin) und Ursula Fuchs (Leiterin des Referats Information der Bevölkerung, Selbstschutz und Selbsthilfe) das BarCamp in den Räumen der VHS Bonn ins Leben gerufen. Tickets konnten im Vorfeld erworben werden, ein spontanes Vorbeischauen ist leider nicht möglich.
Die Digitur-Redaktion wünscht gutes Gelingen für die Premiere!

Fundstück: Erstes Indie Lese-Festival bei Amazon

Bei dem Indie Lese-Festival feiert Amazon das verlagsfreie Publizieren
Bei dem Indie Lese-Festival feiert Amazon das verlagsfreie Publizieren. Bild: Amazon.de

Bei Amazon findet man Bücher aller Art. In diesem Monat feiert der Versandhändler mit dem ersten Indie Lese-Festival Deutschlands etwas ganz Besonderes: das verlagsunabhängige Publizieren. Jede Woche stellen Indie-Autoren ihre Favoriten bei eBooks, Taschenbüchern und Hörbüchern vor. So haben die Autoren die Möglichkeit mehr Leser für ihre Bücher zu begeistern. Das schöne für die Leser: die Bücher gibt es bis zu 70 % günstiger. Bis zum 28. Februar werden jeden Mittwoch ab 12 Uhr neue Angebote und Bücher vorgestellt. In den sozialen Netzwerken können Autoren unter dem Hashtag #indielesefestival die Aktion unterstützen.

Fundstück: How to – Self-Publishing

Self-Publishing wird für viele Autoren immer interessanter, denn ein Buch an den Verlag zu bringen ist oft nicht einfach. Selbst internationale Bestseller wie die Harry Potter Reihe wurden von mehr als nur einem Verlag abgelehnt. Wer also ein Manuskript in der Schublade hat und nicht länger warten möchte, bis der passende Verlag anbeißt, der wird sich sicher schon mit dem Gedanken des Selbstverlags beschäftigt haben. Ziemlich schnell erkennt man dabei jedoch, dass das nicht so einfach ist, wie zunächst gedacht. Tipps vom Profi können da hilfreich sein. Laura Newman ist selbst Self-Publisherin und zählt laut eigenen Angaben zu den wenigen Autoren, die davon leben können. In ihrer Video-Reihe gibt sie ihr Wissen an Einsteiger und Interessierte weiter. Aktuell gibt es elf Folgen, in denen sie alles von verschiedenen Anbietern bis zum Coverdesign erklärt.

„Wir fahren stundenlang Zug, um 5 Minuten auf der Bühne zu stehen“

Digitur_Rainer Holl_Poetry Slam_Digitalisierung (c) Spoken Word Poetry Club
Rainer Holl – Automatopoet, Poetry Slammer und Autor. Bild: © Spoken Word Poetry

Das ist es, was das Format Poetry Slam ausmacht: Die direkte Interaktion mit dem Publikum, von Angesicht zu Angesicht, unmittelbar festzustellen, wie die eigenen Texte ankommen. Dazu gehört eine Menge Mut; Mut, der uns in der heutigen Zeit oft fehlt, weil die immer anonymer werdende Kommunikation eine direkte Konfrontation vermeidet. Das Format Poetry Slam fungiert als eine Art Gegenentwurf dazu und vielleicht ist gerade das der Grund für seinen Erfolg.

Trotz allem können sich auch Poetry Slammer der Digitalisierung nicht gänzlich entziehen – und wollen das auch gar nicht. Ein Interview mit dem Poetry Slammer Rainer Holl über digitale und soziale Medien, die damit verbundenen Veränderungen und wie Poetry Slam und die Digitalisierung zusammenpassen und einander sogar nutzen können.

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Fundstück: Literaturlandkarte

Sven Regner auf der Literaturlandkarte - Mozilla Firefox 09.05.2016 155223
Wer passt zu Sven Regener? Screenshot der Suchergebnisse der Literaturlandkarte am 09.05.2016

 Man steht in der gut sortierten Buchhandlung oder klickt sich durch die Rubriken des Online Buchhandels auf der Suche nach dem nächsten Lesestoff und ist eigentlich nur mal wieder auf der Suche nach einem Äquivalent zu den  LieblingsautorInnen, aber wird nicht fündig. Ging es euch auch schon einmal so? Dank der Literaturlandkarte wird dieses Problem wahrscheinlich bald der Vergangenheit angehören. Gibt man auf literaturlandkarte.de den Namen von Autor X ein, so öffnet sich eine Karte, die anzeigt, welche anderen Autoren Fans von X bevorzugen. Der Karten-Generator gehört zur Suchmaschine Gnod (The Global Network of Discovery), die sich als „Experiment der künstlichen Intelligenz“ versteht, und bietet die gleiche Problemlösung für die Bereiche Musik und Film an.

Schreiben und Lesen auf Wattpad: 7 Fragen an den Autor Xinon Sero

Die Wattpad-Benutzeroberfläche, Bild: CC BY-SA 4.0 Johanna Böhnke
Die Wattpad-Benutzeroberfläche, Bild: CC BY-SA 4.0 Johanna Böhnke

Das digitale Zeitalter gibt Lesebegeisterten kostenlos Zugang zu einer Vielzahl an Geschichten. Gleichzeitig haben auch Autoren immer mehr Möglichkeiten, ihre Werke an ein Publikum zu bringen. Die Plattform Wattpad verbindet genau diese Aspekte. Autoren können hier Kurzgeschichten, Fan Fictions und sogar ganze Bücher in Kapitelabschnitten online stellen und sie damit Millionen von Lesern weltweit kostenlos anbieten. Mit mehr als 40 Millionen Nutzern ist Wattpad das größte Netzwerk dieser Art. Längst sind auch Verlage auf die Plattform aufmerksam geworden und suchen hier nach Talenten. Denn was auf Wattpad gut ankommt, kann auch in Buchform zum Erfolg werden. Das beste Beispiel dafür ist die amerikanische Autorin Anna Todd, die mit ihrer Fan-Fiction-Reihe „After“ zur Band One Direction seit Monaten nicht mehr von den Bestseller-Tischen der Buchhandlungen wegzudenken ist.

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Fundstück: „Die Zukunft der deutschen Literatur“

Was beschäftigt die Autoren von morgen? Welche Art von Literatur wünscht sich der Nachwuchs für die Zukunft und welche Funktionen sollte sie für die jungen Schriftsteller erfüllen? Die Online-Plattform ze.tt hat beim diesjährigen Treffen junger Autoren im Rahmen der Berliner Festspiele einmal nachgefragt. Darüber hinaus geben Felice Christina Lohmann (14), Rahmatullah Hayat (18), Lukas Rietzschel (21) und Nefeli Kavouras (19) auf ze.tt in vier kurzen Clips Kostproben aus ihren eigenen Texten.

„Find your own voice!“
Beim Spitalfields Life Blog-Kurs

Spitalfields Life
CC BY-NC-SA 4.0 Katharina Graef

Spitalfields im Osten Londons steht heute für Trends in Sachen Mode und Lifestyle. Dass das nicht immer so war, dokumentiert The Gentle Author auf Spitalfields Life, einem Blog, das seit sechs Jahren täglich über das East End berichtet. Zwei Tage lang gab er/sie [der Blogger/die Bloggerin legt Wert auf Anonymität] einen Kurs mit dem Titel „How to write a blog that people will want to read“. Digitur Redakteurin Katharina war dabei und ist nun auf der Suche nach ihrer individuellen Blogger-Stimme. Weiterlesen „„Find your own voice!“
Beim Spitalfields Life Blog-Kurs“

Fundstück: Wort um Wort zum Mosaik-Roman

Zitate
Thomas von Steinaecker. Zitate aus seinem Essay zum Erzählexperiment „Zwei Mädchen im Krieg“.

Diesen Fragen stellt sich Schriftsteller und Journalist Thomas von Steinaecker nicht allein. In einem Erzählexperiment ruft er neun AutorInnen dazu auf, gemeinsam an einem Roman im Onlinemagazin Hundertvierzehn des S. Fischer Verlags zu schreiben. In „Zwei Mädchen im Krieg“ geht es um zwei Wiener Teenager, die als IS-Kämpferinnen nach Syrien in den Kampf gezogen sind. Jede Woche schreiben drei neue AutorInnen, der Rest darf kommentieren. Mosaikartig soll so eine Geschichte entstehen, die vielschichtige Perspektiven einnimmt und multimediale Inhalte einbaut. Seit zwei Tagen stehen die ersten Texte online und jeden Tag kann etwas Neues hinzukommen. Interessanterweise hat bisher keiner der Autoren aus der Perspektive eines der Mädchen geschrieben. Es sind Protokolle, Gespräche, Aktennotizen, die vom Aufbruch der Mädchen erzählen. Wird sich das nächste Woche ändern?
Im März soll das fertige Projekt auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt werden. In gedruckter Version wird es „Zwei Mädchen im Krieg“ nicht geben.