Fundstück: Neue Möglichkeiten für Selfpublisher mit Story.one

Veröffentliche deine eigene Storys und Teile sie mir anderen. Story.one: Screenshot-Website.

Story.one ist die „Neue Freiheit des Schreibens und Duplizierens“ – doch was steckt dahinter? Das Konzept des Anbieters ermöglicht Selfpublisher ohne großen Aufwand ihre Geschichten zu veröffentlichen. Dabei liegt der Fokus auf sogenannten „Storys“, denn kein Text sollte länger sein als 2.500 Zeichen – für angehende Romanautoren etwas zu knapp bemessen. Aus zehn verfassten Storys kann ein Buch entstehen. Dies kann die Autoren für Freunde, Familie, Buchhandel oder nur sich selbst produzieren lassen. Nicht nur der Zugang zu einer möglichen Leserschaft soll geschaffen werden, sondern auch ein Austausch mit anderen Autoren, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen. Die Website ist übersichtlich gestaltet und ermöglicht jedem Zugang zu einer Autorenschaft. Hannes Steiner und Martin Blank gründeten diese Plattform, um all die Storys zu veröffentlichen, die im Verlag keinen Platz finden. Finanzielle Vergütung für die publizierten Storys, die auf einer wahren Begebenheit beruhen müssen, gibt es zunächst nicht. Erst wenn die UserInnen ein Buch fertig gestellt haben (welches aus zehn Storys besteht), können sie sich dafür entscheiden, das Buch auch im Handel anzubieten. Eine Veröffentlichung erfolgt als Hardcover. Die auf dieser Plattform entstandenen Bücher sind nie länger als 80 Seiten und werden on demand gedruckt.

Autoren auf der Leinwand

Immer mehr Filme thematisieren das Leben von Autor*innen und erscheinen in den Kinos. Bild: CCO pixabay

Winterzeit ist Kinozeit. Nicht ohne Grund kommen im November und Dezember immer viele Filme in die Kinos. Dabei ist es oft der Fall, dass Bücher verfilmt werden oder Material für Spielfilme bilden. Man betrachte nur den zweiten Teil der Reihe Phantastische Tierwesen, der auf der wunderbaren Harry Potter-Welt von J. K. Rowling beruht.

Doch auch die Schriftteller*innen selbst werden gerne in Filmen thematisiert. So kommt ab dem 6. Dezember der Film Astrid in die deutschen Kinos. Nachdem Lindgrens Kinderklassiker wie Michel, Pippi Langstrumpf und Ronja Räubertochter bereits verfilmt wurden, illustriert dieser Film nun das Leben der berühmten schwedischen Kinderbuchautorin und betrachtet dabei vor allem auch ihre Schwierigkeiten als alleinerziehende Mutter.

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»Robo-tur«: Kann künstliche Intelligenz Kreativität erreichen?

Schreibroboter bewegen sich zwischen Maschine und Kunst. Bild: pixabay

Kann eine künstliche Intelligenz kreative Texte schreiben? Lässt sich Kreativität überhaupt künstlich erzeugen? Was sich zunächst nach reinen Zukunftsvisionen anhört, sind Fragen mit denen sich die Medienwelt tatsächlich beschäftigt. Einige Kritiker bezweifeln, dass Maschinen kreative Literatur erschaffen können, da sie nur durch Algorithmen dazu programmiert werden, Datenmengen zu verarbeiten und diese nachzuahmen. Doch lassen sich nicht auch menschliche Künstler durch fremde Arbeiten inspirieren? Sogar bestimmte stilistische Techniken wie die Montage, insbesondere der Cut-up, funktionieren nach einem ganz ähnlichen Prinzip, nämlich dem Zusammensetzen von Textbausteinen. Die Grenzen zur künstlerischen Kreativität verschwimmen immer weiter. Bereits jetzt ist es möglich, künstliche Intelligenzen Texte schreiben und Bilder malen zu lassen. Weiterlesen „»Robo-tur«: Kann künstliche Intelligenz Kreativität erreichen?“

Fundstück: Peter Wawerzinek ist Poet in Residence in Essen

Peter Wawerzinek ist in diesem Monat Poet in Residence in Essen. Bild: Andreas Erb

Es ist wieder so weit: Der Poet in Residence der Universität Duisburg-Essen steht vor der Tür. Vom 11. bis zum 15. Juni ist der Schriftsteller Peter Wawerzinek auf dem Campus Essen zu Gast und gibt in seinen Poetikvorlesungen Einblick in die Arbeit als Schriftsteller. Die Woche steht unter dem Motto „Schreiberling sein ist nicht schwer“ und beginnt am Montag, den 11.6. mit einer Poetikvorlesung unter dem Titel „Am Beginn liegt der Stift in der Hand – wann werden daraus Bücher?“. Am Dienstag heißt seine Poetiklesung „Über das Schreiben, den Haushalt und die Pflege der Worte“ und am Mittwoch „Wie schwer und wie einfach ist es, mit oder ohne den Literaturbetrieb zu leben?“. Alle Vorlesungen beginnen um 16 Uhr und sind im Glaspavillon (R12 S00 H11) der Universität Duisburg-Essen (Campus Essen). Am Mittwoch, 13. Juni wird es außerdem um 19:30 Uhr eine Lesung des Autors aus seinen Büchern geben.

Peter Wawerzinek hat zahlreiche Werke verfasst. 2010 erhielt er für seinen Romanauszug „Rabenliebe“ den Ingeborg-Bachmann Preis. Im gleichen Jahr stand der Roman auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Für 2019/2020 wurde ihm neben anderen Autor*innen ein Literaturstipendium in der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom vergeben. Das Stipendium soll hochbegabten Künstler*innen ermöglichen, sich in Italien künstlerisch weiterzuentwickeln.

Fundstück: Kleist-Preis 2018 geht an Christoph Ransmayr

Der Kleist-Preis wird jedes Jahr verliehen. Bild: CCO pixabay.com

Der Kleist-Preis geht in diesem Jahr an den Wiener Schriftsteller Christoph Ransmayr. Seine drei großen Romane Die Schrecken des Eises und der Finsternis (1984), Die letzte Welt (1988) und Morbus Kitahara (1995) bekamen auch international Anerkennung und „entwerfen eine hintergründige Topographie, in der sich historische Orte mit mythischen Landschaften überlagern“, so die Kleist-Gesellschaft.

Am 18. November wird der Kleist-Preis an Christoph Ransmayr in Berlin während einer Matinée im Deutschen Theater übergeben, die von Ulrich Khuon und Ulrich Beck arrangiert wird. Die Laudatio für Ransmayr hält der ungarische Kunsttheoretiker, Literaturkritiker, Essayist und Übersetzer László Földényi. Dieser war in diesem Jahr die von der Jury der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft gewählte Vertrauensperson und bestimmte Ransmayr zum Preisträger für 2018. Der Kleist-Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird jährlich verliehen.

Brecht am Apparat

Der Schriftsteller erzählt seine Geschichte und klingt dabei wie Axel Prahl, Bild: CCO pixabay.com

Besucht man das Berliner Ensemble, ist eines sicher – kein Weg führt an der Bertolt-Brecht-Statue vorbei, die den bekannten Theatervorplatz ziert. Brecht (1898–1956) steht hier eindeutig im Fokus und hat aufgrund seiner zentralen Position das von ihm und seiner Frau Helene Weigel (1900-1971) geprägte Theater im Blick. Neben ihm ist eines der Gedichte des Regisseurs, Dramatikers und Lyrikers zu lesen. Die ‚Fragen eines lesenden Arbeiters‘ laden zum Nachdenken ein – neben der Brecht-Figur ist hierfür stets ein Platz auf ihrer Bank frei.  Weiterlesen „Brecht am Apparat“

„Das Internet macht die Welt besser“ – Ein Interview mit Kathrin Passig

Bild: Norman Posselt, www.normanposselt.com

Die poet in residence-Woche an der Universität Duisburg-Essen hat sich dem Ende geneigt und wir hatten das Glück, der Schriftstellerin und Trägerin des Ingeborg-Bachmann-Preises (2006) Kathrin Passig einige Fragen stellen zu dürfen. Besonders interessiert hat uns ihr Verhältnis zum Thema Arbeit, da die Vorträge aller vier Gäste unter diesem Themenschwerpunkt standen. So wurden beispielsweise Arbeitsweisen, Prokrastinationsstrategien und Ängste vor dem Schreiben enthüllt. Kathrin Passig selbst hat dies Anfang der Woche unter dem Hashtag #wirnennenesüberarbeitreden auf Twitter zusammengefasst.  Weiterlesen „„Das Internet macht die Welt besser“ – Ein Interview mit Kathrin Passig“

Fundstück: Mit Amazon Storywriter zur eigenen TV Serie?

Screenshot der Features auf storywriter.amazon.com

Amazon ist schon lange nicht mehr bloß ein Onlinemarktplatz. Das amerikanische Unternehmen hat mittlerweile auch in der Medienbranche fest Fuß gefasst. Subunternehmen veröffentlichen unter anderem eigene Bücher und machen mit ihren Serienproduktionen Netflix und Maxdome Konkurrenz. Fast monatlich kommen neue Original Serien dazu. Wer schon immer von der eigenen TV Serie geträumt hat, kann seit 2015 das Storywriter Tool des Konzerns nutzen. In dieser Software können aufstrebende Autoren ihre Skripte schreiben. Die Formatierung ist dabei einfacher als mit gewöhnlichen Textverarbeitungsprogrammen wie Word. Und da Amazon selbst auf der Suche nach Ideen für seine neuen Produktionen ist, kann das fertige Drehbuch über die Plattform direkt bei der Produktionsfirma eingereicht werden. Wie erfolgsversprechend dieser Prozess jedoch ist, steht in den Sternen.

Fundstück: #LitcampBN17

Premiere am 8. April: Das Literaturcamp in Bonn. Bild: http://literaturcampnrw.de/literaturcamp-nrwbonn/

„Wie kommt mein Roman etc. zum Verlag oder den Leserinnen und Lesern? Wie publiziere ich – als Selfpublisher in einem Literaturblog? Wird Print eher gelesen als das E-Book? Ist die Zukunft des Buches eher digital oder traditionell?“ Fragen über Fragen, die am heutigen Samstag, 8. April 2017, beantwortet werden: Zum ersten Mal findet in Bonn das Literaturcamp statt, wo ganz allgemein über Literatur diskutiert wird. BuchliebhaberInnen, AutorInnen, BloggerInnen und alle, die mit der Branche zu tun haben, können hier ihre eigenen Texte vorstellen, Ideen austauschen oder in Diskussionen Antworten auf schon lange gestellte Fragen finden. In Kooperation mit der Volkshochschule Bonn haben die ehrenamtlichen Organisatorinnen Christine Krauß (Autorin), Ute Lange (Journalistin) und Ursula Fuchs (Leiterin des Referats Information der Bevölkerung, Selbstschutz und Selbsthilfe) das BarCamp in den Räumen der VHS Bonn ins Leben gerufen. Tickets konnten im Vorfeld erworben werden, ein spontanes Vorbeischauen ist leider nicht möglich.
Die Digitur-Redaktion wünscht gutes Gelingen für die Premiere!

Fundstück: Erstes Indie Lese-Festival bei Amazon

Bei dem Indie Lese-Festival feiert Amazon das verlagsfreie Publizieren
Bei dem Indie Lese-Festival feiert Amazon das verlagsfreie Publizieren. Bild: Amazon.de

Bei Amazon findet man Bücher aller Art. In diesem Monat feiert der Versandhändler mit dem ersten Indie Lese-Festival Deutschlands etwas ganz Besonderes: das verlagsunabhängige Publizieren. Jede Woche stellen Indie-Autoren ihre Favoriten bei eBooks, Taschenbüchern und Hörbüchern vor. So haben die Autoren die Möglichkeit mehr Leser für ihre Bücher zu begeistern. Das schöne für die Leser: die Bücher gibt es bis zu 70 % günstiger. Bis zum 28. Februar werden jeden Mittwoch ab 12 Uhr neue Angebote und Bücher vorgestellt. In den sozialen Netzwerken können Autoren unter dem Hashtag #indielesefestival die Aktion unterstützen.