Fundstück: #LitcampBN17

Pre­mie­re am 8. April: Das Lite­ra­tur­camp in Bonn. Bild: http://literaturcampnrw.de/literaturcamp-nrwbonn/

Wie kommt mein Roman etc. zum Ver­lag oder den Lese­rin­nen und Lesern? Wie publi­zie­re ich – als Self­pu­blis­her in einem Lite­ra­tur­blog? Wird Print eher gele­sen als das E-Book? Ist die Zukunft des Buches eher digi­tal oder tra­di­tio­nell?“ Fra­gen über Fra­gen, die am heu­ti­gen Sams­tag, 8. April 2017, beant­wor­tet wer­den: Zum ers­ten Mal fin­det in Bonn das Lite­ra­tur­camp statt, wo ganz all­ge­mein über Lite­ra­tur dis­ku­tiert wird. Buch­lieb­ha­be­rIn­nen, Auto­rIn­nen, Blog­ge­rIn­nen und alle, die mit der Bran­che zu tun haben, kön­nen hier ihre eige­nen Tex­te vor­stel­len, Ide­en aus­tau­schen oder in Dis­kus­sio­nen Ant­wor­ten auf schon lan­ge gestell­te Fra­gen fin­den. In Koope­ra­ti­on mit der Volks­hoch­schu­le Bonn haben die ehren­amt­li­chen Orga­ni­sa­to­rin­nen Chris­ti­ne Krauß (Auto­rin), Ute Lan­ge (Jour­na­lis­tin) und Ursu­la Fuchs (Lei­te­rin des Refe­rats Infor­ma­ti­on der Bevöl­ke­rung, Selbst­schutz und Selbst­hil­fe) das Bar­Camp in den Räu­men der VHS Bonn ins Leben geru­fen. Tickets konn­ten im Vor­feld erwor­ben wer­den, ein spon­ta­nes Vor­bei­schau­en ist lei­der nicht mög­li­ch.
Die Digitur-Redaktion wünscht gutes Gelin­gen für die Pre­mie­re!

Fundstück: Erstes Indie Lese-Festival bei Amazon

Bei dem Indie Lese-Festival feiert Amazon das verlagsfreie Publizieren

Bei dem Indie Lese-Festival fei­ert Ama­zon das ver­lags­freie Publi­zie­ren.

Bei Ama­zon fin­det man Bücher aller Art. In die­sem Monat fei­ert der Ver­sand­händ­ler mit dem ers­ten Indie Lese-Festival Deutsch­lands etwas ganz Beson­de­res: das ver­lags­un­ab­hän­gi­ge Publi­zie­ren. Jede Woche stel­len Indie-Autoren ihre Favo­ri­ten bei eBooks, Taschen­bü­chern und Hör­bü­chern vor. So haben die Auto­ren die Mög­lich­keit mehr Leser für ihre Bücher zu begeis­tern. Das schö­ne für die Leser: die Bücher gibt es bis zu 70 % güns­ti­ger. Bis zum 28. Febru­ar wer­den jeden Mitt­wo­ch ab 12 Uhr neue Ange­bo­te und Bücher vor­ge­stellt. In den sozia­len Netz­wer­ken kön­nen Auto­ren unter dem Hash­tag #indie­le­se­fes­ti­val die Akti­on unter­stüt­zen.

Fundstück: How to — Self-Publishing

Self-Publishing wird für vie­le Auto­ren immer inter­es­san­ter, denn ein Buch an den Ver­lag zu brin­gen ist oft nicht ein­fach. Selbst inter­na­tio­na­le Best­sel­ler wie die Har­ry Pot­ter Rei­he wur­den von mehr als nur einem Ver­lag abge­lehnt. Wer also ein Manu­skript in der Schub­la­de hat und nicht län­ger war­ten möch­te, bis der pas­sen­de Ver­lag anbeißt, der wird sich sicher schon mit dem Gedan­ken des Selbst­ver­lags beschäf­tigt haben. Ziem­li­ch schnell erkennt man dabei jedoch, dass das nicht so ein­fach ist, wie zunächst gedacht. Tipps vom Pro­fi kön­nen da hilf­reich sein. Lau­ra New­man ist selbst Self-Publisherin und zählt laut eige­nen Anga­ben zu den weni­gen Auto­ren, die davon leben kön­nen. In ihrer Video-Reihe gibt sie ihr Wis­sen an Ein­stei­ger und Inter­es­sier­te wei­ter. Aktu­ell gibt es elf Fol­gen, in denen sie alles von ver­schie­de­nen Anbie­tern bis zum Cover­de­si­gn erklärt.

Wir fahren stundenlang Zug, um 5 Minuten auf der Bühne zu stehen”

Digitur_Rainer Holl_Poetry Slam_Digitalisierung (c) Spoken Word Poetry Club

Rai­ner Holl — Auto­ma­to­poet, Poe­try Slam­mer und Autor. Bild: © Spo­ken Word Poe­try

Das ist es, was das For­mat Poe­try Slam aus­macht: Die direk­te Inter­ak­ti­on mit dem Publi­kum, von Ange­sicht zu Ange­sicht, unmit­tel­bar fest­zu­stel­len, wie die eige­nen Tex­te ankom­men. Dazu gehört eine Men­ge Mut; Mut, der uns in der heu­ti­gen Zeit oft fehlt, weil die immer anony­mer wer­den­de Kom­mu­ni­ka­ti­on eine direk­te Kon­fron­ta­ti­on ver­mei­det. Das For­mat Poe­try Slam fun­giert als eine Art Gegen­ent­wurf dazu und viel­leicht ist gera­de das der Grund für sei­nen Erfolg.

Trotz allem kön­nen sich auch Poe­try Slam­mer der Digi­ta­li­sie­rung nicht gänz­li­ch ent­zie­hen — und wol­len das auch gar nicht. Ein Inter­view mit dem Poe­try Slam­mer Rai­ner Holl über digi­ta­le und sozia­le Medi­en, die damit ver­bun­de­nen Ver­än­de­run­gen und wie Poe­try Slam und die Digi­ta­li­sie­rung zusam­men­pas­sen und ein­an­der sogar nut­zen kön­nen.

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Fundstück: Literaturlandkarte

Sven Regner auf der Literaturlandkarte - Mozilla Firefox 09.05.2016 155223

Wer passt zu Sven Rege­ner? Screen­s­hot der Such­ergeb­nis­se der Lite­ra­tur­land­kar­te am 09.05.2016

 Man steht in der gut sor­tier­ten Buch­hand­lung oder klickt sich durch die Rubri­ken des Online Buch­han­dels auf der Suche nach dem nächs­ten Lese­stoff und ist eigent­li­ch nur mal wie­der auf der Suche nach einem Äqui­va­lent zu den  Lieb­lings­au­to­rIn­nen, aber wird nicht fün­dig. Ging es euch auch schon ein­mal so? Dank der Lite­ra­tur­land­kar­te wird die­ses Pro­blem wahr­schein­li­ch bald der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren. Gibt man auf literaturlandkarte.de den Namen von Autor X ein, so öff­net sich eine Kar­te, die anzeigt, wel­che ande­ren Auto­ren Fans von X bevor­zu­gen. Der Karten-Generator gehört zur Such­ma­schine Gnod (The Glo­bal Net­work of Dis­co­very), die sich als „Expe­ri­ment der künst­li­chen Intel­li­genz” ver­steht, und bie­tet die glei­che Pro­blem­lö­sung für die Berei­che Musik und Film an.

Schreiben und Lesen auf Wattpad: 7 Fragen an den Autor Xinon Sero

Die Wattpad-Benutzeroberfläche, Bild: CC BY-SA 4.0 Johanna Böhnke

Die Wattpad-Benutzeroberfläche, Bild: CC BY-SA 4.0 Johan­na Böhn­ke

Das digi­ta­le Zeit­al­ter gibt Lese­be­geis­ter­ten kos­ten­los Zugang zu einer Viel­zahl an Geschich­ten. Gleich­zei­tig haben auch Auto­ren immer mehr Mög­lich­kei­ten, ihre Wer­ke an ein Publi­kum zu brin­gen. Die Platt­form Watt­pad ver­bin­det gen­au die­se Aspek­te. Auto­ren kön­nen hier Kurz­ge­schich­ten, Fan Fic­tions und sogar gan­ze Bücher in Kapi­tel­ab­schnit­ten online stel­len und sie damit Mil­lio­nen von Lesern welt­weit kos­ten­los anbie­ten. Mit mehr als 40 Mil­lio­nen Nut­zern ist Watt­pad das größ­te Netz­werk die­ser Art. Längst sind auch Ver­la­ge auf die Platt­form auf­merk­sam gewor­den und suchen hier nach Talen­ten. Denn was auf Watt­pad gut ankommt, kann auch in Buch­form zum Erfolg wer­den. Das bes­te Bei­spiel dafür ist die ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Anna Todd, die mit ihrer Fan-Fiction-Reihe „After“ zur Band One Direc­tion seit Mona­ten nicht mehr von den Bestseller-Tischen der Buch­hand­lun­gen weg­zu­den­ken ist.

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Fundstück: „Die Zukunft der deutschen Literatur”

Was beschäf­tigt die Auto­ren von mor­gen? Wel­che Art von Lite­ra­tur wünscht sich der Nach­wuchs für die Zukunft und wel­che Funk­tio­nen soll­te sie für die jun­gen Schrift­stel­ler erfül­len? Die Online-Plattform ze.tt hat beim dies­jäh­ri­gen Tref­fen jun­ger Auto­ren im Rah­men der Ber­li­ner Fest­spie­le ein­mal nach­ge­fragt. Dar­über hin­aus geben Feli­ce Chris­ti­na Loh­mann (14), Rah­ma­tul­lah Hayat (18), Lukas Rietz­schel (21) und Nefe­li Kavou­ras (19) auf ze.tt in vier kur­zen Clips Kost­pro­ben aus ihren eige­nen Tex­ten.

Find your own voice!”
Beim Spitalfields Life Blog-Kurs

Spitalfields Life

CC BY-NC-SA 4.0 Katha­ri­na Graef

Spi­tal­fiel­ds im Osten Lon­dons steht heu­te für Trends in Sachen Mode und Life­sty­le. Dass das nicht immer so war, doku­men­tiert The Gent­le Aut­hor auf Spi­tal­fiel­ds Life, einem Blog, das seit sechs Jah­ren täg­li­ch über das East End berich­tet. Zwei Tage lang gab er/sie [der Blogger/die Blog­ge­rin legt Wert auf Anony­mi­tät] einen Kurs mit dem Titel „How to wri­te a blog that peop­le will want to read“. Digi­tur Redak­teu­rin Katha­ri­na war dabei und ist nun auf der Suche nach ihrer indi­vi­du­el­len Blogger-Stimme. Wei­ter­le­sen

Fundstück: Wort um Wort zum Mosaik-Roman

Zitate

Tho­mas von Steina­ecker. Zita­te aus sei­nem Essay zum Erzäh­l­ex­pe­ri­ment „Zwei Mäd­chen im Krieg”.

Die­sen Fra­gen stellt sich Schrift­stel­ler und Jour­na­list Tho­mas von Steina­ecker nicht allein. In einem Erzäh­l­ex­pe­ri­ment ruft er neun Auto­rIn­nen dazu auf, gemein­sam an einem Roman im Online­ma­ga­zin Hun­dert­vier­zehn des S. Fischer Ver­lags zu schrei­ben. In „Zwei Mäd­chen im Krieg“ geht es um zwei Wie­ner Teen­ager, die als IS-Kämpferinnen nach Syri­en in den Kampf gezo­gen sind. Jede Woche schrei­ben drei neue Auto­rIn­nen, der Rest darf kom­men­tie­ren. Mosa­ik­ar­tig soll so eine Geschich­te ent­ste­hen, die viel­schich­ti­ge Per­spek­ti­ven ein­nimmt und mul­ti­me­dia­le Inhal­te ein­baut. Seit zwei Tagen ste­hen die ers­ten Tex­te online und jeden Tag kann etwas Neu­es hin­zu­kom­men. Inter­es­san­ter­wei­se hat bis­her kei­ner der Auto­ren aus der Per­spek­ti­ve eines der Mäd­chen geschrie­ben. Es sind Pro­to­kol­le, Gesprä­che, Akten­no­ti­zen, die vom Auf­bruch der Mäd­chen erzäh­len. Wird sich das nächs­te Woche ändern?
Im März soll das fer­ti­ge Pro­jekt auf der Leip­zi­ger Buch­mes­se vor­ge­stellt wer­den. In gedruck­ter Ver­si­on wird es „Zwei Mäd­chen im Krieg“ nicht geben.

Fundstück: Tausend Tode schreiben

Eini­ge tabui­sie­ren ihn, ver­su­chen ihn zu ver­drän­gen. Man­che haben bereits gelieb­te Men­schen an ihn ver­lo­ren. Ande­re beschäf­ti­gen sich beruf­li­ch mit ihm. Den meis­ten jedoch begeg­net er wohl fast tag­täg­li­ch in den Nach­rich­ten: der Tod.

1000 der sub­jek­ti­ven Wahr­neh­mun­gen des Todes von 1000 Auto­ren will Digi­tal­ver­le­ge­rin Chris­tia­ne Froh­mann in dem E-Book „Tau­send Tode schrei­ben” fest­hal­ten. In sei­ner Gesamt­heit als „trans­per­so­na­ler Meta­text” soll er dann Auf­schluss über den Umgang mit dem Ster­ben in unse­rer heu­ti­gen Gesell­schaft geben. Hier­für hat Chris­tia­ne Froh­mann dazu auf­ge­ru­fen, ihr kur­ze Tex­te von maxi­mal 3000 Zei­chen, ganz gleich wel­cher Art, zukom­men zulas­sen. Die 1000 Bei­trä­ge wer­den jedoch nicht alle auf ein­mal publi­ziert. In vier Etap­pen sol­len sie her­aus­kom­men. Die bei­den ers­ten Ver­sio­nen sind mit 246 Tex­ten bereits erschie­nen. Die nächs­te Fas­sung kommt am 13. Febru­ar her­aus und die letz­te wird vor­aus­sicht­li­ch zur Leip­zi­ger Buch­mes­se ver­öf­fent­licht. Bezah­len müs­sen die Leser jedoch nur die ers­te Ver­si­on. Dana­ch aktua­li­siert sich das E-Book auto­ma­ti­sch. Die Autor- und Her­aus­ge­ber­an­tei­le des Erlö­ses wer­den an das Kin­der­hos­piz Son­nen­hof in Berlin-Pankow gespen­det.

Zu den Auto­ren zäh­len u.a. bereits Nadi­ne Kege­le, Lean­der Wat­tig, Zoë Beck und Ste­fan Mesch. Letz­te­rer hat sei­nen Text „Inven­tar” auch gele­sen. Ste­fan Mesch the­ma­ti­siert dar­in den „digi­ta­len Nach­lass” und die Fra­ge, wie die hin­ter­las­se­nen Din­ge zu den rich­ti­gen Men­schen gelan­gen: