Nach dem eBook kommt das aBook: Digitur im Interview mit Isle Audio

Die Digi­tur Redak­ti­on tes­tet Isle Audio auf der LBM17. Foto: Laris­sa Cremer

Das Start-Up Isle Audio ver­spricht mit dem soge­nann­ten aBook ein völ­lig neu­es Lese­er­leb­nis. Per Eye­tracking wird erfasst, an wel­cher Stel­le des Buches sich der Leser befin­det, um dazu die pas­sen­den Geräu­sche abzu­spie­len. Das kön­nen Hin­ter­grund­ge­räu­sche wie das Rau­schen der Wel­len oder Musik sein, die die emo­tio­na­le Stim­mung der Geschich­te unter­legt. Auf der Leip­zi­ger Buch­mes­se konn­ten wir nicht nur die App  live tes­ten, son­dern auch zwei der Grün­der, David Hill und Bene­dikt Sai­ler, inter­view­en. Was die bei­den Stu­den­ten uns über das aBook erzäh­len, lest ihr im heu­ti­gen Bei­trag. Wei­ter­le­sen

Snapchat meets Literatur

Smartphone mit Apps - Snapchat und andere.

Die App Snap­chat ist vor allem bei jun­gen Nut­ze­rIn­nen sehr beliebt. Bild: Pixabay CC0

Die erfolg­rei­che Instant-Messaging-App Snap­chat ist in aller Mun­de. Zuletzt mach­te sie durch ihren Bör­sen­gang von sich reden. Die App gibt es bereits seit Sep­tem­ber 2011, welt­weit nut­zen sie über 150 Mil­lio­nen  Men­schen täg­li­ch aktiv. Snap­chat ist beson­ders bei jun­gen Nut­ze­rIn­nen sehr beliebt. Wir haben uns gefragt, ob und wie Snap­chat und Lite­ra­tur zusam­men­pas­sen und stel­len euch hier drei inter­es­san­te Bei­spie­le für die­se Ver­bin­dung vor. Wei­ter­le­sen

Fundstück: Kostenlos lesen mit mediaspot

Kostenlos lesen im Café

Beim gemüt­li­chen Früh­stück im Café auf dem Han­dy das Lieb­lings­ma­ga­zin „durch­blät­tern”. Foto: Pexels

Vor Kur­zem berich­te­te Digi­tur bereits über das Free Rea­ding Zone Modell in Kroa­ti­en. Eine ganz ähn­li­che Idee wird nun auch in Ber­lin umge­setzt. Aller­dings wer­den den Lesern hier nicht in ers­ter Linie Bücher, son­dern vor allem Maga­zi­ne kos­ten­los ange­bo­ten. Dabei sind unter ande­rem der Stern und die Neon. Die digi­ta­len Inhal­te kön­nen über die mediaspot-App an teil­neh­men­den Orten völ­lig kos­ten­frei gele­sen wer­den. Aktu­ell zäh­len dazu vor allem Rei­se­bus­se und Cafés, aber auch Frei­bä­der und Auto­häu­ser bie­ten sich als Free Rea­ding Zone an. Wir hof­fen, dass sich die­ses Modell noch wei­ter ver­brei­tet und bald deutsch­land­weit ver­füg­bar ist!

Fundstück: Texteditoren für jeden Gemütszustand

Der „don’t worry, be happy”-Texteditor löscht dei­nen Text, wenn du nicht lächel­st. Bild: Don’t worry, be hap­py by samim

Schrei­ben unter Zwang, Krea­ti­vi­tät auf Knopf­druck und das mit aus­schließ­li­ch guter Lau­ne. Text­edi­to­ren gibt es vie­le, doch die­ser scheint es auf die Spit­ze der Absur­di­tät zu trei­ben: Der „don’t worry, be happy“-Editor des Schwei­zer Ent­wick­lers Samim kon­trol­liert per Web­cam, ob der Schrei­ben­de wäh­rend sei­nes Schaf­fens lächelt. Soll­te dem nicht so sein, löscht die Soft­ware gna­den­los den geschrie­be­nen Text und ver­kün­det „You fai­led!“. „Emo­ti­on enfor­cing“ nennt sich das Sys­tem und wirft die Fra­ge auf, ob wir mit einem Lächeln im Gesicht tat­säch­li­ch zufrie­de­ner, pro­duk­ti­ver oder gar bes­ser arbei­ten?
Den Ein­fluss von Zeit­druck auf die eige­ne Arbeits­wei­se erle­ben vor allem vie­le Stu­den­ten zum Ende jedes Semes­ters und mit dem Nahen der Abga­be­fris­ten aufs Neue. Wäh­rend eini­ge an ihrer Pro­kras­ti­na­ti­on ver­zwei­feln, lau­fen ande­re mit zuneh­men­dem Druck und dem damit ein­her­ge­hen­den Zwang zu kon­zen­trier­tem und ablen­kungs­frei­em Schrei­ben zu Höchst­for­men auf. Apps und Edi­to­ren, die sich gen­au dies – zum Bei­spiel durch das Sper­ren des Inter­net­zu­gangs oder dem Ver­hin­dern von Ände­run­gen im Text – zu Nut­ze machen, gibt es vie­le. Auch jene, wie der Flowstate-Editor, die einen Text nach einer vor­her fest­ge­leg­ten Zeit­span­ne des Nichts­tuns löschen. Im Gegen­satz zu dem „don’t worry, be happy“-Editor geht es hier aber ledig­li­ch um die Opti­mie­rung des eige­nen Schreib­pro­zes­ses und nicht um die Gefühls­la­ge wäh­rend­des­sen. Der Erfin­der der „Gute Laune-Software“ ver­spricht: „wri­ting with Don’t Worry Be Hap­py for even 2min has a tan­gi­ble impact on your mental-state: You start to smi­le and laugh.“
Ob die Text­edi­to­ren ihr Ver­spre­chen hal­ten und unse­re Leis­tung und die eige­ne Gefühls­la­ge tat­säch­li­ch posi­tiv beein­flus­sen oder viel­leicht doch eher das Aggres­si­ons­po­ten­ti­al vor dem Bild­schirm stei­gern, muss jeder selbst her­aus­fin­den.
In die­sem Sin­ne: Fröh­li­ches Schrei­ben!

Fundstück: HOOKED — Chat Stories

(Quelle: pixabay.com)

(Quel­le: pixabay.com)

In unse­rer moder­nen Welt, in der die meis­ten von uns zwi­schen Arbeit und pri­va­ten Ver­pflich­tun­gen gera­de ein­mal Zeit für einen „Cof­fee to go” in der Stra­ßen­bahn fin­den, fällt es vie­len immer schwe­rer, sich bewusst Zeit für ein gutes Buch zu neh­men. Statt sich in den Ses­sel zu flä­zen und sich eini­ge Zeit aus dem All­tag aus­zu­klin­ken, ist man per Whats­App und Mes­sen­ger all­zeit erreich­bar. Wer die­se Form der moder­nen Kom­mu­ni­ka­ti­on nicht aus­schal­ten kann oder will, aber trotz­dem kurz­wei­li­ge, lite­ra­ri­sche Unter­hal­tung sucht, könn­te sich für die App Hoo­ked — Chat Sto­ries inter­es­sie­ren. Das US-amerikanische Paar Prerna Gup­ta und Parag Chor­dia haben die App ent­wi­ckelt, die ihre Nut­zer mit sehr kur­zen Erzäh­lun­gen ver­sorgt. Der Clou: Erzählt wird in Form einer SMS-Konversation zwei­er Figu­ren. Je nach Gen­re sol­len die Geschich­ten gru­se­lig, roman­ti­sch, oder span­nend aus­fal­len, den Nut­zer aber nie mehr als fünf Minu­ten sei­ner Zeit kos­ten. Wer sich den Spaß für die klei­ne Pau­se zwi­schen­durch gön­nen möch­te, darf aller­dings nicht beson­ders knau­se­rig sein: Für vol­len Zugang zu den Inhal­ten bezahlt man knapp 3 Euro die Woche.

Fundstück: SchriftStellen

Screenshot von www.schriftstellen.com

Screen­s­hot von www.schriftstellen.com

End­li­ch stei­gen die Tem­pe­ra­tu­ren, der Som­mer naht – die Zeit, um mit einem guten Buch vor dem Kamin zu sit­zen, ist vor­bei. Wer ger­ne Lite­ra­tur erle­ben und trotz­dem drau­ßen die Regi­on erkun­den möch­te, der könn­te sich am aktu­el­len Pro­jekt des Lite­ra­tur­bü­ros NRW erfreu­en: Schrift­Stel­len lädt ein auf eine Ent­de­ckungs­tour durch Düs­sel­dorf, um wich­ti­ge lite­ra­ri­sche Schau­plät­ze der Stadt ken­nen­zu­ler­nen. Fällt einem auf sei­nem Spa­zier­gang das gel­be Icon ins Auge, befin­det man sich an einem wich­ti­gen Ort lite­ra­ri­schem Schaf­fens. Durch das Ein­scan­nen des zuge­hö­ri­gen QR-Codes mit dem Smart­pho­ne erfährt man, wel­che Schrift­stel­le­rIn an die­ser Stel­le gewirkt hat. Zusätz­li­ch bekommt man einen akus­ti­schen Ein­druck des Wer­kes – die Düs­sel­dor­fer Schau­spie­ler Clau­dia Hüb­be­cker und Moritz Führ­mann haben wich­ti­ge Tex­te der Auto­rIn­nen ein­ge­spro­chen.

Schreiben und Lesen auf Wattpad: 7 Fragen an den Autor Xinon Sero

Die Wattpad-Benutzeroberfläche, Bild: CC BY-SA 4.0 Johanna Böhnke

Die Wattpad-Benutzeroberfläche, Bild: CC BY-SA 4.0 Johan­na Böhn­ke

Das digi­ta­le Zeit­al­ter gibt Lese­be­geis­ter­ten kos­ten­los Zugang zu einer Viel­zahl an Geschich­ten. Gleich­zei­tig haben auch Auto­ren immer mehr Mög­lich­kei­ten, ihre Wer­ke an ein Publi­kum zu brin­gen. Die Platt­form Watt­pad ver­bin­det gen­au die­se Aspek­te. Auto­ren kön­nen hier Kurz­ge­schich­ten, Fan Fic­tions und sogar gan­ze Bücher in Kapi­tel­ab­schnit­ten online stel­len und sie damit Mil­lio­nen von Lesern welt­weit kos­ten­los anbie­ten. Mit mehr als 40 Mil­lio­nen Nut­zern ist Watt­pad das größ­te Netz­werk die­ser Art. Längst sind auch Ver­la­ge auf die Platt­form auf­merk­sam gewor­den und suchen hier nach Talen­ten. Denn was auf Watt­pad gut ankommt, kann auch in Buch­form zum Erfolg wer­den. Das bes­te Bei­spiel dafür ist die ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Anna Todd, die mit ihrer Fan-Fiction-Reihe „After“ zur Band One Direc­tion seit Mona­ten nicht mehr von den Bestseller-Tischen der Buch­hand­lun­gen weg­zu­den­ken ist.

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future!publish: Die LogBook App — Literatur im Raum erleben

Das Team der Universität St. Gallen präsentiert die LogBook App. CC-BY-NC-SA 4.0 Sina Adam

Das Team der Uni­ver­si­tät St. Gal­len prä­sen­tiert die Log­Book App. CC-BY-NC-SA 4.0 Sina Adam

Mor­de­chai Wol­ken­bruch auf sei­ner wun­der­li­chen Rei­se durch Zürich beglei­ten, mit Max Fri­sch auf eine Ziga­ret­te am See ver­wei­len, an Ori­gi­nal­schau­plät­zen den Dada­is­mus wie­der zum Leben erwe­cken — all dies soll schon bald mög­li­ch sein. Mit der Log­Book App will das Insti­tut für Medien- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ma­nage­ment St. Gal­len Lite­ra­tur erleb­bar machen und den Kul­tur­tou­ris­mus revo­lu­tio­nie­ren.  Wei­ter­le­sen

future!publish: Papego und die Kluft zwischen Print und Digital

Dr. Karl-Ludwig von Wendt stellt Papego vor. CC-BY-NC-SA 4.0 Daniela Kratz

Dr. Karl-Ludwig von Wendt stellt Pape­go vor. CC-BY-NC-SA 4.0 Danie­la Kratz

Gedruckt ver­sus digi­tal, das gute alte Buch gegen das moder­ne E-Book: Neu ist die­se Debat­te kei­nes­wegs. Jede Sei­te hat ihre Ver­fech­ter mit ein­leuch­ten­den Argu­men­ten, doch schlie­ßen sich bei­de For­ma­te wirk­li­ch grund­sätz­li­ch aus? Oder gibt es even­tu­ell doch eine Mög­lich­keit, die Gegen­sät­ze zu über­win­den und bei­de Sei­ten zu ver­bin­den?
Dr. Karl-Ludwig von Wendt, Autor und Mit­be­grün­der der Ham­bur­ger Bri­en­ds GmbH, hat es sich zum Ziel gesetzt eine Brü­cke zwi­schen gedruck­tem und digi­ta­lem Lesen zu schla­gen und somit all die­je­ni­gen Leser zu bedie­nen, die sich eben nicht von vorn­her­ein aus­schließ­li­ch auf ein For­mat fest­le­gen wol­len, son­dern statt­des­sen Wert auf größt­mög­li­che Fle­xi­bi­li­tät legen. Auf dem Ber­li­ner future!publish–Kon­gress stell­te er Ende Janu­ar 2016 dazu sei­ne kon­kre­te Visi­on vor: Pape­go.

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Fundstück: Hören, was andere sehen

Screenshot: http://www.gretaundstarks.de/greta/greta (17.02.2016)

Screen­s­hot: http://www.gretaundstarks.de/greta/greta (17.02.2016)

Lan­ge Zeit war es für Seh­be­hin­der­te schwie­rig im Kino oder Zuhau­se bei einem DVD-Abend einen Film in Gän­ze wahr­neh­men zu kön­nen, weil die Seh­kom­po­nen­te bis­her uner­füllt blieb. Doch dafür gibt es nun Abhil­fe: Die App Gre­ta macht Audi­odeskrip­tio­nen zugäng­li­ch und ermög­licht in den Dia­log­pau­sen die Beschrei­bung von Mimik, Ges­tik, Hand­lung und der dra­ma­tur­gi­sch rele­van­ten Umge­bung. Die App erkennt den Film­start auto­ma­ti­sch und spielt die Bild­be­schrei­bun­gen syn­chron zum Film ab. Ein­zi­ger Haken: Wer sich für einen Film inter­es­siert, soll­te vor­her che­cken, ob es dazu auch eine Audi­odeskrip­ti­on gibt, da die Film­ver­lei­her und Pro­du­zen­ten selbst ent­schei­den, wel­che Fil­me sie für Gre­ta zugäng­li­ch machen.
Gre­ta funk­tio­niert auf jedem Smart Device (Smart­pho­ne, iPod Touch oder Tablet) und ist via Kopf­hö­rer nutz­bar.