Ich verliere die Lust am Lesen

Nehmt Euch wieder mehr Zeit zum Lesen! Bild: Pixabay CC0

Neulich wurde ich wieder einmal zu einem Speed-Reading-Workshop an der Uni eingeladen, um zu lernen, noch mehr Text in noch kürzerer Zeit zu lesen. Als Studentin der Geisteswissenschaften muss ich jede Menge Texte lesen, auf der Arbeit funktioniert auch nichts ohne Lesen und auf Facebook, Twitter und Co wäre es langweilig sich nur die Bilder anzuschauen. Wenn ich Artikel im Internet lese, die mich eigentlich interessieren, erwische ich mich immer häufiger dabei, wie ich nach ein paar Absätzen nach unten scrolle, um zu schauen, wie lang der Artikel noch ist. So viele Informationen über so viele unterschiedliche Themengebiete und ich merke: Ich verliere die Lust am Lesen.  Weiterlesen „Ich verliere die Lust am Lesen“

Nach dem eBook kommt das aBook: Digitur im Interview mit Isle Audio

Die Digitur Redaktion testet Isle Audio auf der LBM17. Foto: Larissa Cremer

Das Start-Up Isle Audio verspricht mit dem sogenannten aBook ein völlig neues Leseerlebnis. Per Eyetracking wird erfasst, an welcher Stelle des Buches sich der Leser befindet, um dazu die passenden Geräusche abzuspielen. Das können Hintergrundgeräusche wie das Rauschen der Wellen oder Musik sein, die die emotionale Stimmung der Geschichte unterlegt. Auf der Leipziger Buchmesse konnten wir nicht nur die App  live testen, sondern auch zwei der Gründer, David Hill und Benedikt Sailer, interviewen. Was die beiden Studenten uns über das aBook erzählen, lest ihr im heutigen Beitrag. Weiterlesen „Nach dem eBook kommt das aBook: Digitur im Interview mit Isle Audio“

Snapchat meets Literatur

Smartphone mit Apps - Snapchat und andere.
Die App Snapchat ist vor allem bei jungen NutzerInnen sehr beliebt. Bild: Pixabay CC0

Die erfolgreiche Instant-Messaging-App Snapchat ist in aller Munde. Zuletzt machte sie durch ihren Börsengang von sich reden. Die App gibt es bereits seit September 2011, weltweit nutzen sie über 150 Millionen  Menschen täglich aktiv. Snapchat ist besonders bei jungen NutzerInnen sehr beliebt. Wir haben uns gefragt, ob und wie Snapchat und Literatur zusammenpassen und stellen euch hier drei interessante Beispiele für diese Verbindung vor. Weiterlesen „Snapchat meets Literatur“

Fundstück: Kostenlos lesen mit mediaspot

Kostenlos lesen im Café
Beim gemütlichen Frühstück im Café auf dem Handy das Lieblingsmagazin „durchblättern“. Foto: Pexels

Vor Kurzem berichtete Digitur bereits über das Free Reading Zone Modell in Kroatien. Eine ganz ähnliche Idee wird nun auch in Berlin umgesetzt. Allerdings werden den Lesern hier nicht in erster Linie Bücher, sondern vor allem Magazine kostenlos angeboten. Dabei sind unter anderem der Stern und die Neon. Die digitalen Inhalte können über die mediaspot-App an teilnehmenden Orten völlig kostenfrei gelesen werden. Aktuell zählen dazu vor allem Reisebusse und Cafés, aber auch Freibäder und Autohäuser bieten sich als Free Reading Zone an. Wir hoffen, dass sich dieses Modell noch weiter verbreitet und bald deutschlandweit verfügbar ist!

Fundstück: Texteditoren für jeden Gemütszustand

Der „don’t worry, be happy“-Texteditor löscht deinen Text, wenn du nicht lächelst. Bild: Don’t worry, be happy by samim

Schreiben unter Zwang, Kreativität auf Knopfdruck und das mit ausschließlich guter Laune. Texteditoren gibt es viele, doch dieser scheint es auf die Spitze der Absurdität zu treiben: Der „don’t worry, be happy“-Editor des Schweizer Entwicklers Samim kontrolliert per Webcam, ob der Schreibende während seines Schaffens lächelt. Sollte dem nicht so sein, löscht die Software gnadenlos den geschriebenen Text und verkündet „You failed!“. „Emotion enforcing“ nennt sich das System und wirft die Frage auf, ob wir mit einem Lächeln im Gesicht tatsächlich zufriedener, produktiver oder gar besser arbeiten?
Den Einfluss von Zeitdruck auf die eigene Arbeitsweise erleben vor allem viele Studenten zum Ende jedes Semesters und mit dem Nahen der Abgabefristen aufs Neue. Während einige an ihrer Prokrastination verzweifeln, laufen andere mit zunehmendem Druck und dem damit einhergehenden Zwang zu konzentriertem und ablenkungsfreiem Schreiben zu Höchstformen auf. Apps und Editoren, die sich genau dies – zum Beispiel durch das Sperren des Internetzugangs oder dem Verhindern von Änderungen im Text – zu Nutze machen, gibt es viele. Auch jene, wie der Flowstate-Editor, die einen Text nach einer vorher festgelegten Zeitspanne des Nichtstuns löschen. Im Gegensatz zu dem „don’t worry, be happy“-Editor geht es hier aber lediglich um die Optimierung des eigenen Schreibprozesses und nicht um die Gefühlslage währenddessen. Der Erfinder der „Gute Laune-Software“ verspricht: „writing with Don’t Worry Be Happy for even 2min has a tangible impact on your mental-state: You start to smile and laugh.“
Ob die Texteditoren ihr Versprechen halten und unsere Leistung und die eigene Gefühlslage tatsächlich positiv beeinflussen oder vielleicht doch eher das Aggressionspotential vor dem Bildschirm steigern, muss jeder selbst herausfinden.
In diesem Sinne: Fröhliches Schreiben!

Fundstück: HOOKED – Chat Stories

(Quelle: pixabay.com)
(Quelle: pixabay.com)

In unserer modernen Welt, in der die meisten von uns zwischen Arbeit und privaten Verpflichtungen gerade einmal Zeit für einen „Coffee to go“ in der Straßenbahn finden, fällt es vielen immer schwerer, sich bewusst Zeit für ein gutes Buch zu nehmen. Statt sich in den Sessel zu fläzen und sich einige Zeit aus dem Alltag auszuklinken, ist man per WhatsApp und Messenger allzeit erreichbar. Wer diese Form der modernen Kommunikation nicht ausschalten kann oder will, aber trotzdem kurzweilige, literarische Unterhaltung sucht, könnte sich für die App Hooked – Chat Stories interessieren. Das US-amerikanische Paar Prerna Gupta und Parag Chordia haben die App entwickelt, die ihre Nutzer mit sehr kurzen Erzählungen versorgt. Der Clou: Erzählt wird in Form einer SMS-Konversation zweier Figuren. Je nach Genre sollen die Geschichten gruselig, romantisch, oder spannend ausfallen, den Nutzer aber nie mehr als fünf Minuten seiner Zeit kosten. Wer sich den Spaß für die kleine Pause zwischendurch gönnen möchte, darf allerdings nicht besonders knauserig sein: Für vollen Zugang zu den Inhalten bezahlt man knapp 3 Euro die Woche.

Fundstück: SchriftStellen

Screenshot von www.schriftstellen.com
Screenshot von www.schriftstellen.com

Endlich steigen die Temperaturen, der Sommer naht – die Zeit, um mit einem guten Buch vor dem Kamin zu sitzen, ist vorbei. Wer gerne Literatur erleben und trotzdem draußen die Region erkunden möchte, der könnte sich am aktuellen Projekt des Literaturbüros NRW erfreuen: SchriftStellen lädt ein auf eine Entdeckungstour durch Düsseldorf, um wichtige literarische Schauplätze der Stadt kennenzulernen. Fällt einem auf seinem Spaziergang das gelbe Icon ins Auge, befindet man sich an einem wichtigen Ort literarischem Schaffens. Durch das Einscannen des zugehörigen QR-Codes mit dem Smartphone erfährt man, welche SchriftstellerIn an dieser Stelle gewirkt hat. Zusätzlich bekommt man einen akustischen Eindruck des Werkes – die Düsseldorfer Schauspieler Claudia Hübbecker und Moritz Führmann haben wichtige Texte der AutorInnen eingesprochen.

Schreiben und Lesen auf Wattpad: 7 Fragen an den Autor Xinon Sero

Die Wattpad-Benutzeroberfläche, Bild: CC BY-SA 4.0 Johanna Böhnke
Die Wattpad-Benutzeroberfläche, Bild: CC BY-SA 4.0 Johanna Böhnke

Das digitale Zeitalter gibt Lesebegeisterten kostenlos Zugang zu einer Vielzahl an Geschichten. Gleichzeitig haben auch Autoren immer mehr Möglichkeiten, ihre Werke an ein Publikum zu bringen. Die Plattform Wattpad verbindet genau diese Aspekte. Autoren können hier Kurzgeschichten, Fan Fictions und sogar ganze Bücher in Kapitelabschnitten online stellen und sie damit Millionen von Lesern weltweit kostenlos anbieten. Mit mehr als 40 Millionen Nutzern ist Wattpad das größte Netzwerk dieser Art. Längst sind auch Verlage auf die Plattform aufmerksam geworden und suchen hier nach Talenten. Denn was auf Wattpad gut ankommt, kann auch in Buchform zum Erfolg werden. Das beste Beispiel dafür ist die amerikanische Autorin Anna Todd, die mit ihrer Fan-Fiction-Reihe „After“ zur Band One Direction seit Monaten nicht mehr von den Bestseller-Tischen der Buchhandlungen wegzudenken ist.

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future!publish: Die LogBook App – Literatur im Raum erleben

Das Team der Universität St. Gallen präsentiert die LogBook App. CC-BY-NC-SA 4.0 Sina Adam
Das Team der Universität St. Gallen präsentiert die LogBook App. CC-BY-NC-SA 4.0 Sina Adam

Mordechai Wolkenbruch auf seiner wunderlichen Reise durch Zürich begleiten, mit Max Frisch auf eine Zigarette am See verweilen, an Originalschauplätzen den Dadaismus wieder zum Leben erwecken – all dies soll schon bald möglich sein. Mit der LogBook App will das Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement St. Gallen Literatur erlebbar machen und den Kulturtourismus revolutionieren.  Weiterlesen „future!publish: Die LogBook App – Literatur im Raum erleben“

future!publish: Papego und die Kluft zwischen Print und Digital

Dr. Karl-Ludwig von Wendt stellt Papego vor. CC-BY-NC-SA 4.0 Daniela Kratz
Dr. Karl-Ludwig von Wendt stellt Papego vor. CC-BY-NC-SA 4.0 Daniela Kratz

Gedruckt versus digital, das gute alte Buch gegen das moderne E-Book: Neu ist diese Debatte keineswegs. Jede Seite hat ihre Verfechter mit einleuchtenden Argumenten, doch schließen sich beide Formate wirklich grundsätzlich aus? Oder gibt es eventuell doch eine Möglichkeit, die Gegensätze zu überwinden und beide Seiten zu verbinden?
Dr. Karl-Ludwig von Wendt, Autor und Mitbegründer der Hamburger Briends GmbH, hat es sich zum Ziel gesetzt eine Brücke zwischen gedrucktem und digitalem Lesen zu schlagen und somit all diejenigen Leser zu bedienen, die sich eben nicht von vornherein ausschließlich auf ein Format festlegen wollen, sondern stattdessen Wert auf größtmögliche Flexibilität legen. Auf dem Berliner future!publish-Kongress stellte er Ende Januar 2016 dazu seine konkrete Vision vor: Papego.

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