Mit Liebe gegen Hass im Netz auf der re:publica 2017

Die re:publica 2017 findet unter dem Motto "Love Out Loud" vom 8.-10 Mai in Berlin statt
Vom 8.-10. Mai findet in der STATION-Berlin in Kooperation mit der MEDIA CONVENTION Berlin die re:publica 2017 statt.
Foto: re:publica/Gregor Fischer (CC BY-SA 2.0)

Die 11. re:publica steht im Zeichen der Liebe. Unter dem Motto „Love Out Loud!“ richtet sich die Berliner Digitalkonferenz gegen Hate Speech im Internet. So reflektiert Carolin Emcke, Trägerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, zur Eröffnung über Liebe und Empathie. Und Blogger Felix Schwenzel begibt sich mit Texten des Philosophen Erich Fromm auf die Suche nach mehr Menschenfreundlichkeit und Humanismus. Aber auch die Veränderungen der Liebesbeziehungen unter dem Einfluss von Tinder und Co bleiben nicht unbeachtet: Auf einer Tour d’Amour untersucht Friedemann Karig, wie wir lieben und fordert eine sexuelle Revolution 2.0. Zu den großen Themen der re:publica 2017 zählt auch das allseits bekannte Problem der kursierenden Fake-News. Darüber können die Gäste u.a. mit ZDF-Anchorman Claus Kleber auf der MEDIA CONVENTION diskutieren. Kenner der re:publica wissen aber, dass dies nur ein Bruchteil des riesigen Veranstaltungsangebots ist. Die Digitalisierung durchzieht alle gesellschaftlichen Bereiche und dies bildet das umfangreiche dreitägige Programm mit über 900 Speakern auf 20 Bühnen ab. So präsentiert z.B. der Automobilhersteller Daimler digitale Innovationen für die Mobilität von morgen und Innenminister Thomas de Maizière stellt sich in einem netzpolitischen Dialog Fragen zu Themen wie IT-Sicherheit und die Zukunft des Datenschutzes. Auch an die Blogger ist gedacht: Im Programmteil re:blog gibt Christian Bollert vom Onlineradio detektor.fm bspw. Tipps für die erfolgreiche Verbreitung von Podcasts und Thomas Weibel stellt sein Projekt 100 Sekunden – das Hörerlexikon vor. Eines zeigt schon dieser kleine Einblick: Es ist unmöglich überall dabei zu sein und manch einer schafft es vielleicht gar nicht in die STATION-Berlin. Doch auch für solche Fälle haben die Veranstalter vorgesorgt: Über Live-Streams lässt sich das Geschehen der Bühnen 1, 2, 6 und 7 mitverfolgen. Veranstaltungen auf anderen Bühnen werden aufgenommen und sind bald auf YouTube abrufbar. Darüber hinaus wird es Audiopodcasts geben, die zeitnah auf der re:publica-Website und iTunes veröffentlicht werden.

Torsten Seifert gewinnt den ersten Blogbuster-Preis

Tosten Seifert mit seinem Blogger-Paten Tilmann Winterling von 54books, Foto: Blogbuster
Torsten Seifert mit seinem Blogger-Paten Tilman Winterling von 54books, Foto: Blogbuster

In dieser Woche war es endlich so weit – im Literaturhaus Hamburg wurde erstmalig der Blogbuster-Preis verliehen. Aus 252 eingesendeten Manuskripten ging Torsten Seiferts Roman Der Schatten des Unsichtbaren über die Suche nach dem geheimnisvollen Autor B. Traven als Sieger des Literaturbloggerpreises hervor. Ins Rennen geschickt hatte den Text Blogger Tilman Winterling von 54books und bewies damit sein Gespür für herausragende Gegenwartsliteratur. Insgesamt 15 Literaturblogger hatten aus ihren persönlichen Favoriten eine Longlist erstellt, aus der eine Fachjury drei Finalisten auswählte und schließlich den Sieger ermittelte. Der Gewinnertitel wird nun von Klett-Cotta verlegt und auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse vorgestellt.
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Alles steuert die Musik – Wenn die Kunst aus dem Netzwerkverteiler kommt

Damen und Herren des ChorWerk Ruhr
© Thomas Jauk, Stage Picture

Schauspielintendant Kay Voges inszeniert erneut eine Oper. Nach seinem viel diskutierten Operndebüt Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg und Der Freischütz an der Staatsoper Hannover geht er in Dortmund in die nächste Runde. Seit dem 23. April 2017 steht die Minimal Oper Einstein on the Beach von Robert Wilson und Philip Glass auf dem Spielplan. Musikalische Unterstützung bekommt der Regisseur dieses Mal vom ChorWerk Ruhr und Florian Helgath, der die musikalische Leitung übernimmt. Weiterlesen „Alles steuert die Musik – Wenn die Kunst aus dem Netzwerkverteiler kommt“

Nach dem eBook kommt das aBook: Digitur im Interview mit Isle Audio

Die Digitur Redaktion testet Isle Audio auf der LBM17. Foto: Larissa Cremer

Das Start-Up Isle Audio verspricht mit dem sogenannten aBook ein völlig neues Leseerlebnis. Per Eyetracking wird erfasst, an welcher Stelle des Buches sich der Leser befindet, um dazu die passenden Geräusche abzuspielen. Das können Hintergrundgeräusche wie das Rauschen der Wellen oder Musik sein, die die emotionale Stimmung der Geschichte unterlegt. Auf der Leipziger Buchmesse konnten wir nicht nur die App  live testen, sondern auch zwei der Gründer, David Hill und Benedikt Sailer, interviewen. Was die beiden Studenten uns über das aBook erzählen, lest ihr im heutigen Beitrag. Weiterlesen „Nach dem eBook kommt das aBook: Digitur im Interview mit Isle Audio“

Fundstück: „Das Debüt“ – Preisverleihung mit Shida Bazyar und Philip Krömer

Logo Das Debüt 2016 – Bloggerpreis für Literatur
Das Debüt – Preisverleihung am 24.04.17

Den neuen Bloggerpreis des Literaturblogs „Das Debüt“ für das beste deutschsprachige Romandebüt des Jahres haben wir euch auf Digitur bereits vorgestellt. Am Montag, 24. April 2017, findet um 19.30 Uhr im Café Central International (Grillo-Theater) die feierliche Preisverleihung statt. Unter dem Motto „Momentum“ werden Shida Bazyar, die für ihren Debütroman „Nachts ist es leise in Teheran“ den Debüt-Bloggerpreis 2016 erhielt sowie der Autor Philip Krömer, der mit „Ymir oder: Aus der Hirnschale der Himmel“ den zweiten Platz belegte, aus ihren Texten lesen. Zudem erwartet die Gäste ein Gespräch mit den AutorInnen über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ihres Schreibens. Weitere Informationen: Eintritt 6,60 Euro, Tickets: TicketCenter II. Hagen 2, 45127 Essen, 0201 8122-200 oder tickets@theater-essen.de.

Fundstück: Auf zu den Düsseldorfer Literaturtagen

 

Düsseldorfer Literaturtage und Bücherbummel auf der Kö. Bild: http://www.buecherbummel-auf-der-koe.de/

An den Ostertagen kann endlich wieder durchgeatmet und ein Blick auf zukünftige Literatur-veranstaltungen in der Umgebung geworfen werden. Für einen Besuch bieten sich zum Beispiel die Düsseldorfer Literaturtage an. Diese finden vom 6. bis zum 18. Juni statt und stehen unter dem Motto: LIBERTÉ. Das wird sowohl in Lesungen und Diskussionen als auch in Ausstellungen aufgegriffen. Autoren wie Friedrich Ani oder Carolin Emcke beschäftigen sich mit Fragen wie: Was ist Freiheit? Oder: Wo hört sie auf? Zusätzlich findet vom 8. bis zum 11. Juni der Bücherbummel auf der Königsallee statt. Dort präsentieren sich Verlage, Kulturinstitute oder Buchhandlungen. Die Programme der Veranstaltungen könnt ihr euch auf http://www.buecherbummel-auf-der-koe.de/ anschauen, sowie Karten im Vorverkauf erwerben. Düsseldorf ist im Juni auf jeden Fall ein Besuch wert.

Fundstück: #LitcampBN17

Premiere am 8. April: Das Literaturcamp in Bonn. Bild: http://literaturcampnrw.de/literaturcamp-nrwbonn/

„Wie kommt mein Roman etc. zum Verlag oder den Leserinnen und Lesern? Wie publiziere ich – als Selfpublisher in einem Literaturblog? Wird Print eher gelesen als das E-Book? Ist die Zukunft des Buches eher digital oder traditionell?“ Fragen über Fragen, die am heutigen Samstag, 8. April 2017, beantwortet werden: Zum ersten Mal findet in Bonn das Literaturcamp statt, wo ganz allgemein über Literatur diskutiert wird. BuchliebhaberInnen, AutorInnen, BloggerInnen und alle, die mit der Branche zu tun haben, können hier ihre eigenen Texte vorstellen, Ideen austauschen oder in Diskussionen Antworten auf schon lange gestellte Fragen finden. In Kooperation mit der Volkshochschule Bonn haben die ehrenamtlichen Organisatorinnen Christine Krauß (Autorin), Ute Lange (Journalistin) und Ursula Fuchs (Leiterin des Referats Information der Bevölkerung, Selbstschutz und Selbsthilfe) das BarCamp in den Räumen der VHS Bonn ins Leben gerufen. Tickets konnten im Vorfeld erworben werden, ein spontanes Vorbeischauen ist leider nicht möglich.
Die Digitur-Redaktion wünscht gutes Gelingen für die Premiere!

Social Media-Plattformen für Self-Publisher

Wie finden Selfpublisher die richtige Social Media-Plattform?, Bild: Pixabay CCo

Bei den ganzen sozialen Netzwerken und Plattformen, die es heutzutage gibt, sieht man im Social Media-Dschungel manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. An den „Big Three“ Facebook, Twitter und YouTube führt sicher kein Weg vorbei. Doch welche Plattform eignet sich wirklich für die eigenen Zwecke und muss man als Self-Publisher tatsächlich auf allen bekannten Plattformen aktiv sein? Weiterlesen „Social Media-Plattformen für Self-Publisher“

Unsere Highlights der LBM 17

LBM 17 – CosplayerInnen und Besucher
Unter den Buchmesse Besuchern erkennt man sofort die vielen Cosplayer in Verkleidung. Foto: Kristina Petzold CC-BY-NC

Wir sind nicht nur mit vollen Taschen zurück von der Leipziger Buchmesse, sondern haben auch jede Menge Entdeckungen, Eindrücke und Erkenntnisse rund um die neuesten Trends im digitalen Literaturbetrieb im Gepäck. Ein paar dieser Messe-Highlights haben wir hier zusammengefasst.

Cosplay: Buch-Traditionalisten im Elfen-Kostüm

Sie sind auf der LBM berühmt und berüchtigt: CosplayerInnen, die sich in Kostümen ihrer Lieblingsmanga- oder anime-Figuren auf der Leipziger Messe und vor allem der Manga Comic Con (MCC) tummeln. Während im letzten Jahr bereits 96.000 BesucherInnen zur MCC pilgerten, so stieg die Zahl in diesem Jahr noch einmal um knapp 10.000 Manga-Fans auf 105.000. Doch nicht jeder ist von dieser Entwicklung angetan, wie der kürzlich erschienene Artikel von SWR2-Kulturredakteur Carsten Otte zeigt. Dieser wünscht sich die Verbannung der „nackten Hasen“ und überhaupt dieses ganzen „Klamauks“ von der Messe. Die Buchmesse selbst reagiert gelassen und hält an ihrer Entscheidung fest, mit der MCC seit 2013 dem jungen und „lesefreudigen Publikum dieses florierenden Segments mehr Raum zu geben“. Die OrganisatorInnen der LBM seien stolz darauf, ein so vielfältiges Publikum anzusprechen.

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Fundstück: TINCON – ein Festival für digitale Jugendkultur

Das Festival für digitale Jugendkultur. Bild: http://tincon.org

2016 fand in Berlin die erste TINCON statt. Die Gesellschaftskonferenz von, für und vor allem mit Jugendlichen zwischen 13 und 21 Jahren versteht sich als Festival für digitale Jugendkultur. Egal, ob Games, Politik, Code, Hacking oder DIY, zahlreiche Speaker beleuchten spannende Themen und stellen sich den Fragen des Publikums. Nach dem Erfolg 2016 mit rund 1.000 BesucherInnen geht die TINCON in die zweite Runde. Nicht nur vom 23. bis 25. Juni in Berlin, sondern auch am 19. Mai in Hamburg. Neben zwei Bühnen werden auf beiden Veranstaltungen auch Workshops zu den verschiedenen Themen angeboten. Es gibt auch die Möglichkeit, die TINCON aktiv mitzugestalten: im Rahmen des TINCALL kann sich jeder um einen Platz auf den Bühnen bewerben und Teil des Programms werden – ohne Altersbeschränkung.