lit.COLOGNE — Die siebte Sprachfunktion

Abb. Lau­rent Binet, Titel­co­ver

Am Diens­tag begab sich die MS Rhei­n­ener­gie, im Rah­men der lit.COLOGNE, auf eine lite­ra­ri­sche Rund­fahrt. An Bord waren nicht nur Digi­tur ver­tre­ten, son­dern auch Fans des fran­zö­si­schen Autors Lau­rent Binet und des Schau­spie­lers Jörg Hart­mann. Das Schiff dien­te wäh­rend der Lite­ra­tur­ver­an­stal­tung als Event-Ort. Mit­tel­punkt des Schif­fes war die zen­tral gele­ge­ne Büh­ne, auf die die Zuhö­rer von zwei Ebe­nen aus bli­cken konn­ten.

Wei­ter­le­sen

Fundstück: Literatur aus dem Automaten

Die War­te­zeit an den bre­to­ni­schen Bahn­hö­fen ver­geht bald wie im Flug. Foto: Ron­dell­Mel­ling  pixabay CC0

In der Bre­ta­gne muss sich bald nie­mand mehr über einen ver­spä­te­ten Zug ärgern, denn in vie­len Bahn­hö­fen der Regi­on soll der Lite­ra­tur­au­to­mat „Dis­tri­bu­teur d’histoires cour­tes” auf­ge­stellt wer­den. Die­se Maschine druckt kos­ten­los und in sekun­den­schnel­le auf dem For­mat eines Kas­sen­bons ent­we­der eine Kurz­ge­schich­te oder ein Gedicht für den geneig­ten Leser aus. Der oder die War­ten­de hat dabei aller­dings nur die Kon­trol­le über die Län­ge der Sto­ry, die je nach Wahl ent­we­der eine, drei oder fünf Minu­ten Lese­zeit bean­sprucht — die jewei­li­ge Kurz­ge­schich­te wird durch das Gerät zufäl­lig aus­ge­wählt. Bis­lang wol­len 600 ver­schie­de­ne lite­ra­ri­sche Tex­te von den Lite­ra­tur­in­ter­es­sier­ten gele­sen wer­den. Sie stam­men von Hob­by­schrei­bern aus der fran­zö­sisch­spra­chi­gen Auto­ren­com­mu­ni­ty Short Édi­ti­on.

Gera­de in den Zei­ten der zuneh­men­den Digi­ta­li­sie­rung mit E-books und Smart­pho­nes scheint die­se Maschine, die den Lese­rIn­nen einen phy­si­schen Papier­zet­tel in die Hand gibt, erfolg­ver­spre­chend zu sein. Denn der „Leso­mat”, wie die SZ die Maschine beti­tel­te, wird in Gre­no­ble bereits jetzt über­all dort getes­tet, wo sich die Men­schen auf eine län­ge­re War­te­zeit ein­stel­len müs­sen — etwa im Bür­ger­amt, in der Tou­ris­ten­in­for­ma­ti­on oder in der Biblio­thek. Und dort lässt sich der Erfolg mit über 10.000 aus­ge­druck­ten Literatur-Bons pro Monat sogar in Zah­len mes­sen.

Snapchat meets Literatur

Smartphone mit Apps - Snapchat und andere.

Die App Snap­chat ist vor allem bei jun­gen Nut­ze­rIn­nen sehr beliebt. Bild: Pixabay CC0

Die erfolg­rei­che Instant-Messaging-App Snap­chat ist in aller Mun­de. Zuletzt mach­te sie durch ihren Bör­sen­gang von sich reden. Die App gibt es bereits seit Sep­tem­ber 2011, welt­weit nut­zen sie über 150 Mil­lio­nen  Men­schen täg­li­ch aktiv. Snap­chat ist beson­ders bei jun­gen Nut­ze­rIn­nen sehr beliebt. Wir haben uns gefragt, ob und wie Snap­chat und Lite­ra­tur zusam­men­pas­sen und stel­len euch hier drei inter­es­san­te Bei­spie­le für die­se Ver­bin­dung vor. Wei­ter­le­sen

Fundstück: Startschuss für die 17. lit.COLOGNE

Die lit.COLOGNE geht in die nächste Runde.

Als wir vor gut einem Monat über den neuen, viel diskutierten Ableger der lit.COLOGNE, die lit.RUHR, berichtet haben, gab es schon regen Austausch zwischen uns und unseren Lesern. Ab dieser Woche widmen wir uns aber erst einmal dem Programm der lit.COLOGNE, dem internationalen Literaturfest, in Köln, das in diesem Jahr zum 17. Mal stattfindet. Neben der Gala zur Verleihung des Deutschen Hörbuchpreises 2017 als mittlerweile fest etablierter Auftaktveranstaltung gibt es Künstlergespräche, Lesungen, einen Schreibwettbewerb und wie immer vieles mehr.
Wir tummeln uns irgendwo dazwischen und sind natürlich auch gespannt auf eure Kommentare. Habt ihr noch eine Empfehlung oder Erfahrungen, die ihr mit uns teilen wollt? Schreibt uns gerne via Twitter und Facebook – und vielleicht sieht man sich ja in Köln!

Fundstück: „Menschliche Regungen“ – Schweizer Autor veröffentlicht Roman mit Crowdfunding-Geschichten

Die tra­di­tio­nel­le Arbeit eines Schrift­stel­lers wird in jüngs­ter Zeit immer häu­fi­ger durch neue Aspek­te und Arbeits­wei­sen erwei­tert, beson­ders auf­grund tech­ni­scher Ent­wick­lun­gen und Mög­lich­kei­ten, die durch die Digi­ta­li­sie­rung ent­ste­hen. Der Schwei­zer Autor Tim Krohn bedien­te sich des Crowd­fun­dings, um die Reno­vie­rung sei­nes Bade­zim­mers zeit­nah zu finan­zie­ren und grün­de­te das Pro­jekt „Mensch­li­che Regun­gen“. Hier­bei gab er inter­es­sier­ten Geld­ge­bern die Mög­lich­keit, sich aus einer Lis­te ver­schie­de­ne Gefühls­re­gun­gen aus­wäh­len zu kön­nen, zu denen er anschlie­ßend Geschich­ten schreibt. Nicht nur die ursprüng­li­che Kam­pa­gne war erfolg­reich, auch heu­te noch läuft das Pro­jekt gut. 200 Geschich­ten sind bereits ent­stan­den, die Stoff für drei Roma­ne bie­ten. Der ers­te davon erschien im Febru­ar 2017 beim Galiani-Verlag. Krohn führt die Arbeit an den „Mensch­li­chen Regun­gen“ fort – das Pro­jekt wird aber nur so lan­ge bestehen, wie es inter­es­sier­te Leser gibt.

Gesamtausgabe des Talmud bald auch frei im Internet zugänglich

Eine Gesamtausgabe des Talmud füllt normalerweise auch gerne mal ein ganzes Bücherregal.

Eine Gesamt­aus­ga­be des Tal­mud füllt nor­ma­ler­wei­se auch ger­ne mal ein gan­zes Bücher­re­gal. Foto: Pixabay.

Der Tal­mud ist essen­zi­ell für jüdi­sche Stu­di­en, die Tex­te bis­her aber nur schwer oder hoch­prei­sig zu beschaf­fen – ein Online-Projekt will dem Abhil­fe schaf­fen. Der Tal­mud (hebr., „Lehre“/„Studium“) ist eine der bedeu­tends­ten Schrift­stü­cke des Juden­tums und eine Jahr­hun­der­te alte und stän­dig erwei­ter­te Samm­lung. Sie besteht aus Aus­le­gun­gen der jüdi­schen Regeln in Form von Über­lie­fe­rungs­ge­schich­ten und der Ein­tei­lung in die pra­xis­na­he Aus­le­gung der gesetz­li­chen Vor­schrif­ten und erzäh­le­ri­schen wie auch erbau­li­chen Betrach­tun­gen. Die­se bezie­hen sich auf­ein­an­der und ste­hen nicht sel­ten im Gegen­satz.  Wei­ter­le­sen

Fundstück: Diwan-Hörbuchverlag ergattert Landespreis 2016

- Bild: http://der-diwan.de/

 Bild: http://der-diwan.de/

Zum ers­ten Mal wur­de der baden-württembergische Lan­des­preis für lite­ra­ri­sch ambi­tio­nier­te Klein­ver­la­ge an einen Hör­buch­ver­lag ver­lie­hen. Der Preis wur­de in die­sem Jahr zum 13. Mal ver­lie­hen. Die Ver­le­ge­rin Chris­ti­na Walz grün­de­te den Diwan-Hörbuchverlag 2008 in Uhingen-Nassachmühle. Der Ver­lag ver­öf­fent­licht eine Viel­zahl an Hör­bü­chern, dar­un­ter Bel­le­tris­tik, Jugend­li­te­ra­tur oder Sach­bü­cher. Das anspruchs­vol­le, lite­ra­ri­sche Pro­gramm sowie die Spre­cher haben die Jury über­zeugt. Rein­hö­ren in das Pro­gramm des Diwan-Hörbuchverlags lohnt sich alle­mal.

Fundstück: In München startet das vierte eBookCamp

Bild: http://muenchen.ebookcamp.de/

Bild: http://muenchen.ebookcamp.de/

E-Publishing in all sei­nen Facet­ten – das ist, was im eBook­Camp Mün­chen (#ebc­munc) am 18.02.2017 genau­es­tens unter die Lupe genom­men wird. Das Camp fin­det seit meh­re­ren Jah­ren abwech­selnd in Ham­burg und Mün­chen statt und hat es sich zur Auf­ga­be gemacht, Teil­neh­me­rIn­nen den Aus­tau­sch rund um das digi­ta­le Publi­zie­ren zu ermög­li­chen. Im Fokus ste­hen Fra­gen, die sich in ers­ter Linie mit der Zukunft des Lesens beschäf­ti­gen. Dabei geht es nicht nur um poten­zi­el­le Schwie­rig­kei­ten für Ver­la­ge, Buch­händ­le­rIn­nen und die Krea­ti­v­in­dus­trie, son­dern vor allem auch um die vie­len Chan­cen, die sich der Lese-Welt bie­ten. Beson­ders wich­tig ist den Ver­an­stal­te­rIn­nen, der IG Digi­tal und dem Lan­des­ver­band Bay­ern des Bör­sen­ver­eins des Deut­schen Buch­han­dels, jedoch die Ver­net­zung unter­ein­an­der.  Einen gan­zen Tag lang kön­nen die zuvor von einer Jury fest­ge­leg­ten The­men in soge­nann­ten Ses­si­ons erlebt, mit­ge­stal­tet und dis­ku­tiert wer­den. Hier­für konn­ten Inter­es­sier­te aus der Buch­bran­che bis zum 31.01.2017 ihre Vor­schlä­ge ein­sen­den. Wie das Pro­gramm jedoch gen­au aus­sieht, ent­schei­det sich erst vor Ort und wird zu Beginn des Camps ver­kün­det.

Vom wehrhaften Elfenbeinturm zum Wimmelbild

Die Aussicht der KonferenzteilnehmerInnen auf den Starnberger See,

Die Aus­sicht der Kon­fe­renz­teil­neh­me­rIn­nen auf den Starn­ber­ger See, CC-BY-NC Kris­ti­na Pet­zold

Vom 10. bis 12. Febru­ar 2017 fand in der Evan­ge­li­schen Aka­de­mie Tutz­ing die Kon­fe­renz Reso­nanz­räu­me der Lite­ra­tur im 21. Jahr­hun­dert statt. Ger­ma­nis­tIn­nen und Lite­ra­tur­kri­ti­ke­rIn­nen dis­ku­tier­ten mit Deutsch­leh­re­rIn­nen und Ver­lags­ver­te­te­rIn­nen über alte und neue lite­ra­ri­sche Öffent­lich­kei­ten, über den gesell­schaft­li­chen Ein­fluss von Büchern und nicht zuletzt dar­über, was es heu­te noch bedeu­tet, von ‚guter‘ Lite­ra­tur zu spre­chen. Wir haben die wich­tigs­ten Erkennt­nis­se des Wochen­en­des zusam­men­ge­fasst. Wei­ter­le­sen

Fundstück: Erstes Indie Lese-Festival bei Amazon

Bei dem Indie Lese-Festival feiert Amazon das verlagsfreie Publizieren

Bei dem Indie Lese-Festival fei­ert Ama­zon das ver­lags­freie Publi­zie­ren.

Bei Ama­zon fin­det man Bücher aller Art. In die­sem Monat fei­ert der Ver­sand­händ­ler mit dem ers­ten Indie Lese-Festival Deutsch­lands etwas ganz Beson­de­res: das ver­lags­un­ab­hän­gi­ge Publi­zie­ren. Jede Woche stel­len Indie-Autoren ihre Favo­ri­ten bei eBooks, Taschen­bü­chern und Hör­bü­chern vor. So haben die Auto­ren die Mög­lich­keit mehr Leser für ihre Bücher zu begeis­tern. Das schö­ne für die Leser: die Bücher gibt es bis zu 70 % güns­ti­ger. Bis zum 28. Febru­ar wer­den jeden Mitt­wo­ch ab 12 Uhr neue Ange­bo­te und Bücher vor­ge­stellt. In den sozia­len Netz­wer­ken kön­nen Auto­ren unter dem Hash­tag #indie­le­se­fes­ti­val die Akti­on unter­stüt­zen.