HOTLIST 2015 – Eine Auszeichnung der unabhängigen Verlage

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Auf die Liste schaffen es allein Bücher aus unabhängigen Verlagen.

Die HOTLIST 2015 steht seit gestern fest. Sie wurde 2009 von zwanzig deutschsprachigen Verlagen ins Leben gerufen und versammelt die zehn besten Bücher aus unabhängigen Verlagen. Sie gilt als Reaktion auf den Deutschen Buchpreis, dem häufig der Vorwurf gemacht wurde, hauptsächlich Bücher aus großen, renommierten Verlagen auszuzeichnen. Umso größer dürfte die Freude über die diesjährige Longlist des Deutschen Buchpreises ausfallen, auf der sich gleich mehrere Titel aus unabhängigen Verlagen finden. Grund zur Freude haben auch Anke Stelling und Kai Weyand, deren Romane „Bodentiefe Fenster“ (Verbrecher Verlag) und „Applaus für Bronikowski“ (Wallstein Verlag) für die Longlist sowie für die HOTLIST nominiert wurden.
Über sieben der zehn ausgezeichneten Bücher entschied eine fünf-köpfige Jury. Drei Bücher erhielten durch eine Publikumsabstimmung, bei der in diesem Jahr 3668 Personen ihr Votum abgegeben haben, ihren Platz auf der HOTLIST. Zur Jury zählten in diesem Jahr Alexandra von Arx (Kulturjournalistin und Literaturveranstalterin, Bern), Osama Ishneiwer (Dozent Deutsche Literatur, Mediacampus, Frankfurt), Harald Klauhs (Literaturredakteur, Die Presse, Wien), Michael Sacher (Buchhandlung G. Hornung, Unna) und Dorothea von Törne (Literaturkritikerin, Berlin). „Bis zur Frankfurter Buchmesse bestimmt die Jury nun noch den mit 5000 Euro dotierten Hauptpreis, der an einen der Verlage mit einem Buch auf der Hotlist 2015 vergeben wird. Ein weiterer Verlag erhält in Frankfurt auch den Melusine-Huss-Preis, dotiert mit einem Druckgutschein der Druckerei Theiss im Wert von 4000 Euro.“ Wohlbemerkt: Der Preis geht nicht an die AutorInnen und deren Bücher, sondern an die Verlage.

Katharina Lührmann

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