Gesetzliche E-Book-Preisbindung – Hintergründe und Meinungen

Ebook zwischen Büchern
Foto: Maximilian Schönherr – eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Dem Status des Buches als hohes, schützenswertes kulturelles Gut trägt in Deutschland und in anderen Ländern auch der Gesetzgeber durch die Buchpreisbindung Rechnung. Bislang galt das Gesetz in Deutschland nicht für E-Books – jedenfalls nicht explizit. Brancheninsider und -interessierte verwiesen im Zuge der Berichterstattung zur kürzlich beschlossenen gesetzlichen Verankerung der E-Book-Preisbindung immer wieder darauf, dass diese auch bisher außer Frage stand und zweifelten mitunter am Mehrwert der Gesetzesänderung. Digitur hat ein paar Fakten aufbereitet und (Netz-)Reaktionen gesammelt.
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Erinnerung in der Netzliteratur

Im Internet geht es oft schneller, interaktiver und dynamischer zu als in den „traditionellen“ Medien. Konzepte wie Dauerhaftigkeit, Langlebigkeit und auch Erinnerung scheinen mit diesen medialen Voraussetzungen eher im Widerspruch zu stehen. Aber wohin führt dieser Widerspruch auf der künstlerischen Reflexionsebene der Netzliteratur? Gibt es dort neue Möglichkeiten, Erinnerungen darzustellen und sie zu produzieren? Und was ist eigentlich diese Netzliteratur? Digitur-Redakteurin Kristina Petzold hat ihre Masterarbeit zu diesem Thema in eine interaktive Präsentation verwandelt. Sie kann sowohl als durchgängiges Video als auch durch Weiterklicken angeschaut werden.

Fundstück: Programmieren lernen für die ganz Kleinen

Programmieren ist in der heutigen digitalen Zeit kein Fremdwort mehr.
Programmieren ist in der heutigen digitalen Zeit kein Fremdwort mehr. Bild: CC0

Die Kinder der heutigen Zeit sind zweifelsohne Digital Natives. Smartphones, Tablets und auch Laptops sind ständige Begleiter, für wohl kaum ein Kind etwas Unbekanntes.
Damit all die neuen Techniken und Anwendungen funktionieren, die zu den täglichen Begleitern geworden sind, gehört eines unabdingbar dazu: das Programmieren. Dass das nun auch schon die Kleinsten lernen können, beweist Lego Education WeDo 2. Spielerisch sollen Grundschüler an das Programmieren herangeführt werden. Das Konzept sei an das des Lehrplanes angepasst. So besteht die Aufgabe zum Beispiel darin, Robotik-Modelle mit Lego-Steinen zu bauen und Programmiersteine, Motoren und Sensoren zu integrieren.
Programmieren können schon mit 7 Jahren – Für den späteren Lebenslauf sicher nicht schlecht 😉

Fundstück: Netzliteratur im Archiv

Netzliteratur_Archiv_Digitur_Fundstück
Die Anforderungen bei der Archivierung von Netzliteratur sind andere als beim Buch.

Wie lässt sich Netzliteratur authentisch archivieren und verfügbar machen? Dieser Frage geht ein Forschungsteam im Rahmen des DFG-Projekts Aufbau eines Quellencorpus für die seit den 1990er Jahren entstehende Literaturgattung „Netzliteratur“ seit Januar 2013 nach. „Ziel ist der Ausbau der bestehenden Sammlung Literatur im Netz durch Aufbau eines in technischer und ästhetischer Hinsicht typologisch beispielhaften Grundstocks an Quellen.“ Im Deutschen Literaturarchiv Marbach findet am 01./02. Dezember nun der Workshop Netzliteratur im Archiv: Erfahrungen und Ergebnisse statt. Diese Veranstaltung markiert den Abschluss des auf drei Jahre konzipierten Projekts: „Im Verein von Experten und Akteuren der Netzliteratur sowie dem Projektteam werden Erfahrungen und Methodisches, Geschichte und Zukunft des digitalen Genres und seine Relevanz für die Forschung beleuchtet.“

Fundstück: Juristische Hilfe für das Forschen in der digitalen Welt

Laptop und Buch.
Bild: SCY/pixabay CC0

Mit den Digital Humanities gewinnt die quantitative Auswertung von Daten zunehmend an Bedeutung für die Geistes- und Kulturwissenschaften. Die Verwaltung von Zugriffs- und Nutzungsrechten muss neu und anders gedacht werden. Eine aktuell veröffentlichte juristische Handreichung für das Forschen in der digitalen Welt, verfasst von John Weitzmann und Paul Klimpel (iRights.Law), gibt Geistes- und KulturwissenschaftlerInnen einen Überblick über die rechtlichen Bestimmungen und Risiken im Zusammenhang mit der Veröffentlichung und Nachnutzung von Erkenntnissen und Forschungsdaten.

Fundstück: Shakespeare verstehen mit einem Wisch

Would I could answer
This comfort with the like! But I have words
That would be howl’d out on in the desert air,
Where hearing should not latch them.
(Macbeth, Act 4, Scene 3)

Welcher deutsche Schüler hat sich nicht schon mal im Englisch-Unterricht gewünscht, die Texte von Shakespeare würden genau so im Wind verhallen, wie es sich der schottische Edelmann Ross bei seiner schlechten Nachricht an Macduff wünscht. Zu schade wäre das aber um jedes Shakespeare’sche Wort. Die kostenlose App SwipeSpeare soll da Abhilfe schaffen und übersetzt das elisabethanische Englisch „in plain and simple English.“

 

Fundstück: Hypotheses

Screenshot: de.hypotheses.org am 16.05.2015
Screenshot: de.hypotheses.org am 16.05.2015

Seit mehr als drei Jahren gibt es das deutschsprachige Blogportal de.hypotheses.org, das internationale Mutterportal sogar schon seit sechs Jahren. Es soll Geistes- und Sozialwissenschaftler motivieren über ihre Forschungsfelder zu bloggen, ihnen kostenlos Unterstützung in technischen Fragen anbieten (zum Beispiel beim Einrichten eines neuen Blogs) und als Community zu einem größeren Leserkreis innerhalb der digitalen Welt verhelfen. Ein großer Vorteil für die Wissenschaftler ist, dass alle bei Hypotheses verzeichneten Blogs mit einer ISSN versehen werden und so von Bibliotheken als Zeitschriften erfasst und gefunden werden können. Gleichzeitig bedeutet dies auch eine Gleichberechtigung digitaler wissenschaftlicher Inhalte gegenüber ihrer analogen Entsprechungen und ist damit als Wegweiser hin zu einer neuen und zeitgemäßen Publikationspraxis zu sehen. Im April 2015 konnte de.hypotheses.org sein 1000. Blog verzeichnen.

Digitales Publizieren in der Wissenschaft

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Kathleen Fitzpatrick im Glaspavillion der Universität Duisburg-Essen
CC-BY-SA 4.0 Lisa-Marie Reingruber

Welche Auswirkungen hat der digitale Wandel auf das akademische Publizieren und auf die Verbreitung und Rezeption von Wissen? Welche Potenziale bergen digitale Medien und wie werden sie gegenwärtig im akademischen Betrieb genutzt? Vor welchen Herausforderungen stehen die verschiedenen Stakeholder des Wissenschaftsbetriebs? Diese und weitere Fragen waren Gegenstand der Konferenz Open Knowledge? Potentials of Digital Publishing in the Academic World, die am 27. April am Essener Campus der Universität Duisburg-Essen stattgefunden hat. Wir sind der Einladung der Global Young Faculty gefolgt und haben uns den Tag über unter die TeilnehmerInnen gemischt. Weiterlesen „Digitales Publizieren in der Wissenschaft“

Fundstück: Goethe wird digital

Goethe-Statue in Leipzg. CC-BY-2.0 motograf - https://www.flickr.com/photos/motograf/
Goethe-Statue in Leipzig. CC-BY-2.0 motograf

Eine umfangreiche Online-Plattform zu Goethes Leben, Wirken und Werk entsteht künftig im Rahmen des großen Forschungsprojekts „Propyläen. Forschungsplattform zu Goethes Biographica“. In den kommenden 25 Jahren arbeiten die Klassik Stiftung Weimar, die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz gemeinsam an der Mammut-Aufgabe.  Die Plattform soll Wissenschaftlern und allen Interessierten komfortablen Zugang zu den unzähligen Briefen, Tagebucheinträgen und Gesprächsaufzeichnungen Goethes verschaffen – unter anderem auch mit digitalen Faksimiles handschriftlicher Texte.

Literaturwissenschaftliche Studiengänge und die Digitalisierung: Starre Strukturen aufbrechen

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CC-BY-NC-SA 4.0 Robin Bals

Im Studiengang Literatur und Medienpraxis der Universität Duisburg-Essen gab es in diesem Wintersemester eine Premiere: Eine der Einführungsveranstaltungen beschäftigte sich ausschließlich mit dem weiten Feld der digitalen Medien und machte deutlich, dass es einen Prozess des Umdenkens in literatur- und medienwissenschaftlichen Studiengängen geben muss.   Weiterlesen „Literaturwissenschaftliche Studiengänge und die Digitalisierung: Starre Strukturen aufbrechen“