Kritik an der lit.RUHR

lit.RUHR
Das Ruhrgebiet ist nicht nur für Hochöfen und Stahl bekannt. Auch die Literaturszene kann sich sehen lassen. Foto: Pixabay.

Letzte Woche kündigte Digitur die lit.RUHR, einen Ableger der lit.Cologne im Ruhrgebiet, mit Vorfreude an. Doch schnell erreichten die Redaktion erste kritische Kommentare zu dem fünftägigen Literaturfestival. Dabei geht es nicht um die lit.RUHR als Event an sich – dass hier vermutlich interessante Autoren auftreten werden, das will niemand bestreiten. Doch die Art und Weise, wie die lit.RUHR auf den Weg gebracht wurde und wie sie der Öffentlichkeit präsentiert wird, stört viele Mitglieder der Literaturszene im Pott – denn fast erscheint es so, als würde es hier bisher gar keine Literaturszene geben. Dass es im Ruhrgebiet auch vor dem Festival schon viele Literaturveranstaltungen mit namenhaften Autoren gegeben hat, scheint vernachlässigt zu werden. Besonders aktive Organisatoren solcher Veranstaltungen sind in Essen Beate Scherzer von der Buchhandlung Proust und Norbert Wehr von der Literaturzeitschrift Schreibheft. Wir haben die beiden zu ihren Bedenken gegenüber der lit.RUHR befragt. Weiterlesen „Kritik an der lit.RUHR“

Und was kommt nach postfaktisch und Fake-News?

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Es wird immer schwerer im Netz Fake-News zu identifizieren. CC By-SA 4.0 Chantal Otterbein

Fake-News, das sind bewusst verbreitete Falschmeldungen, die nicht zuletzt auch in Deutschland für Diskussionen gesorgt haben und die Politik ins Strudeln um mögliche Lösungswege bringt.
Die Falschmeldungen sind emotional aufgeladen und schaffen es in kürzester Zeit im Internet hitzige Diskussionen entstehen zu lassen. Denn anstatt die Fakten zu hinterfragen und die Glaubwürdigkeit erst einmal zu prüfen, wird geglaubt, was in unser aller Weltbild passt. Weiterlesen „Und was kommt nach postfaktisch und Fake-News?“

Nicht den Anschluss verlieren. Ein Kommentar

Home Office: So stellt sich vor allem die jüngere Generation die zukünftige Arbeitswelt vor. Bild: Pixabay CC0
Home Office: So stellt sich vor allem die jüngere Generation die zukünftige Arbeitswelt vor. Bild: Pixabay CC0

Höher – schneller – weiter. Die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft und der Arbeitswelt scheint keine Grenzen zu kennen. Vor allem „schneller“ scheint das Motto zu sein, wer mit der digitalen Entwicklung Schritt halten will, muss sich stetig auf dem Laufenden halten.

Auch für Unternehmen bringt die Digitalisierung jede Menge Vorteile: Flexiblere Arbeitsmodelle, wie Home Office, sind nur durch digitale Vernetzung möglich – und genau das, was sich vor allem die jüngere Generation auf dem Arbeitsmarkt wünscht. Auch das Social Intranet zum kollaborativen und vernetzten Arbeiten ist immer mehr auf dem Vormarsch und entspricht in einer Generation, die mit Facebook groß geworden ist, der Lebenswirklichkeit. Dem gegenüber steht der althergebrachte 8-Stunden-Job: pünktlich Kommen, pünktlich Gehen, Aktenordner, in denen wichtige Dokumente abgelegt werden, jeder arbeitet für sich. Zwar nimmt diese Form des Arbeitens, das noch vor ein paar Jahren Gang und Gäbe war, immer mehr ab, doch es muss berücksichtigt werden, dass es auch Menschen gibt, die genau das wollen und vor (digitalen) Veränderungen eher zurückschrecken als sich dafür zu begeistern. Besonders große Unternehmen leisten hier einen enormen Spagat zwischen den Generationen und müssen aufpassen, dass sie die eine Seite nicht über- und die andere nicht unterfordern. Weiterlesen „Nicht den Anschluss verlieren. Ein Kommentar“

Adieu 2016 – wir sind bereit für 2017

Adieu 2016 – Jahresrückblick Digitur
Adieu 2016 – Wir sind bereit für 2017! Digitur wünscht allen LeserInnen einen guten Rutsch ins Neue Jahr (Bild: Pixabay CC0)

Ein #postfaktisches Jahr geht zu Ende – ein trauriges für den Journalismus auf der ganzen Welt. Noch so eins brauchen wir nicht. Während Worte wie „Lügenpresse“ und „FakeNews“ die deutsche Medienlandschaft bestimmten, zahlreiche Journalisten in der Türkei verhaftet wurden und das polnische Parlament die Pressefreiheit massiv einschränkte, erhielt Bob Dylan den Literaturnobelpreis. Macht diese Wahl 2016 auch zu einem traurigen Jahr für die Literatur? Weiterlesen „Adieu 2016 – wir sind bereit für 2017“

Digitur wünscht frohe Weihnachten!

Es ist schon wieder so weit... Bild: CC BY-SA 4.0 Caro­lin Ter­hor­st
Es ist schon wieder so weit… Bild: CC BY-SA 4.0 Caro­lin Ter­hor­st

Es ist schon wieder so weit: Viel zu schnell sind alle 24 Türchen des Adventskalenders geöffnet und der Inhalt vertilgt, die Weihnachtsgeschenke stehen fertig verpackt auf dem Tisch und die letzten Einkäufe sind auch erledigt. So stressig die Vorweihnachtszeit auch oft ist, so schön sind die Weihnachtstage, die wir mit unserer Familie und unseren Liebsten verbringen und so mit den Dingen, für die oftmals viel zu wenig Zeit bleibt.

Genau das werden wir, die Digitur-Redaktion, jetzt auch tun und deshalb wünschen wir euch von Herzen ein paar stressfreie, völlig entschleunigte und schöne Tage. Genießt die Zeit mit euren Lieben – vielleicht mit lustigen Spielen unterm Weihnachtsbaum – , frischt beim gemeinsamen Singen die Textsicherheit auf oder überlasst das Musikmachen lieber anderen, um euch in Stimmung zu bringen. Frohe Weihnachten!

Christmas is loading…

Advent Digitur
Weihnachten ist die analogste Zeit im Jahr. Bild: Pixabay.

Das Massenfest Weihnachten steht vor der Tür und wird immer digitaler. Dass sich auch das zweithöchste christliche Fest nicht dem Rhythmus elektronischer Wellen entziehen kann, ist wohl keine Überraschung. 2011 hat Papst Benedikt XVI. dank einer Drahtlosverbindung zum örtlichen Stromnetz den ‚Weihnachtsbaum‘, eine riesige Installation mit Weihnachtslichtern im über 200 Kilometer entfernten Umbrien (Region Italiens), per Tablet ‚entzündet‘. Ein Jahr später begann er das Twittern. Weiterlesen „Christmas is loading…“

Für ein herzliches Willkommen!

Cover - Willkomen! Blogger schreiben für Flüchtlinge
Der Erlös  des E-Books wird an „Blogger für Flüchtlinge” gespendet.

Brennende Asylbewerberheime, Attacken von rechten Mobs auf verängstigte Flüchtlinge und die AfD, die als angebliche „Alternative” für „besorgte Bürger” Hass und Ängste gegen die „Fremden schürt, zeichnen ein düsteres Bild deutscher ‚Willkommenskultur‛. Dass es aber auch Menschen gibt, die mit Herzlichkeit und großem Engagement auf die Hilfesuchenden zugehen, zeigen die bewegenden und aufrüttelnden Texte des E-Books Willkommen! Blogger schreiben für Flüchtlinge. Darin räumen die Autoren mit Vorurteilen auf, beziehen Stellung gegen Rassismus und Fremdenhass und erzählen vor allem ganz persönliche, reale Geschichten von Flucht und Nächstenliebe. Einen Einblick gibt diese Rezension ergänzend zur Erläuterung des Projekts in unserem Beitrag Mit digitaler Kraft für Solidarität und Nächstenliebe.
Weiterlesen „Für ein herzliches Willkommen!“

Wenn die Generation Online ins Off gezwungen wird – Ein Kommentar

Bild: CC0 pixabay.com
Sind die Online-Semesterapparate nächstes Jahr schon Geschichte, werden zahlreiche Studenten wieder haufenweise Bücher schleppen müssen. Bild: CC0 pixabay.com

Es ist höchstens ein leises Klappern, was man in Deutschlands Hörsälen neben den Stimmen der Lehrenden überwiegend wahrnimmt. Das Kratzen von Stiften über Papier oder das Umblättern von Buchseiten? Fehlanzeige. Statt Notizblöcken und Kugelschreibern nutzen wir mit immer größerer Vorliebe Laptops oder Tablets für unsere Aufzeichnungen – weil es in den meisten Fällen einfach so viel praktischer ist. Die Notizen sind schnell gemacht, trotz aller Eile leserlich, übersichtlich, und sollte man nachträglich etwas hinzufügen müssen, ist auch das stets ohne Platzmangel möglich. Doch das Beste daran? Direktes Einbinden von eigenen Notizen in Skripte oder Unterrichtsmaterialien, sodass alle Lerninhalte an einem Ort gesammelt sind, inklusive der integrierten Stichwortsuche. Und all das ist möglich durch die Bereitstellung von wissenschaftlichen Artikeln, Literaturauszügen und Skripten in den Online-Semesterapparaten unserer Universitäten – deren Existenz jedoch jetzt in Gefahr ist. Weiterlesen „Wenn die Generation Online ins Off gezwungen wird – Ein Kommentar“

Den richtigen Ton finden – über die Angemessenheit der Sprache

Emojis - ob per SMS, auf WhatsApp oder per Mail, sie sind unsere tagtäglichen Begleiter in der digitalen Kommunikation geworden.
Emojis – ob per SMS, auf WhatsApp oder per Mail. Sie sind unsere tagtäglichen Begleiter in der digitalen Kommunikation geworden.

Mal wieder eine Mail, bei der man sich insgeheim fragt, was dem Absender die Laune verdorben hat, eine dienstliche Nachricht mit unangemessener Grußformel oder eine Whatsapp-Nachricht ohne jegliche Emojis: Die Variationen, sich im digitalen Ton zu vergreifen oder den Anschein dessen zu erwecken, sind vielfältig. So gerne wir das Internet auch nutzen, um mal schnell noch eine Nachricht loszuschicken, desto schwieriger ist manchmal die korrekte Entschlüsselung.
Auch wenn sich so oft im Nachhinein herausstellt – war alles nicht so gemeint – ist es doch erschreckend, mit welcher Macht die vermeintliche Nachricht uns plötzlich in eine kleine Krise stürzen kann, wenn man die Worte auf die gedankliche Goldwaage legt, sich über deren Bedeutung nicht im Klaren ist oder man gar Schlimmeres vermutet. Die andere Seite: Die Verwendung von Emojis. Wer hat nicht diesen einen Freund oder die Mama, die aus dem Unersättlichen der Smiley-Palette schöpft. Immer wieder sind Whatsapp-Nachrichten oder SMS geflutet von Affenköpfen, die die Hände über dem Kopf zusammenschlagen oder gelben Gesichtern, die schüchtern lächeln. Der Vorwurf, so mancher nütze sie im Überfluss, ist dann vielleicht doch eher ein dankbares Äquivalent, wenn so der charmante Beigeschmack via zwinkerndem Smiley gewahrt werden kann. Weiterlesen „Den richtigen Ton finden – über die Angemessenheit der Sprache“

Fundstück: „Die Zukunft der deutschen Literatur“

Was beschäftigt die Autoren von morgen? Welche Art von Literatur wünscht sich der Nachwuchs für die Zukunft und welche Funktionen sollte sie für die jungen Schriftsteller erfüllen? Die Online-Plattform ze.tt hat beim diesjährigen Treffen junger Autoren im Rahmen der Berliner Festspiele einmal nachgefragt. Darüber hinaus geben Felice Christina Lohmann (14), Rahmatullah Hayat (18), Lukas Rietzschel (21) und Nefeli Kavouras (19) auf ze.tt in vier kurzen Clips Kostproben aus ihren eigenen Texten.