Fundstück: Mit Amazon Storywriter zur eigenen TV Serie?

Screen­s­hot der Fea­tures auf storywriter.amazon.com

Ama­zon ist schon lan­ge nicht mehr bloß ein Online­markt­platz. Das ame­ri­ka­ni­sche Unter­neh­men hat mitt­ler­wei­le auch in der Medi­en­bran­che fest Fuß gefasst. Sub­un­ter­neh­men ver­öf­fent­li­chen unter ande­rem eige­ne Bücher und machen mit ihren Seri­en­pro­duk­tio­nen Net­flix und Max­do­me Kon­kur­renz. Fast monat­li­ch kom­men neue Ori­gi­nal Seri­en dazu. Wer schon immer von der eige­nen TV Serie geträumt hat, kann seit 2015 das Sto­ry­wri­ter Tool des Kon­zerns nut­zen. In die­ser Soft­ware kön­nen auf­stre­ben­de Auto­ren ihre Skrip­te schrei­ben. Die For­ma­tie­rung ist dabei ein­fa­cher als mit gewöhn­li­chen Text­ver­ar­bei­tungs­pro­gram­men wie Word. Und da Ama­zon selbst auf der Suche nach Ide­en für sei­ne neu­en Pro­duk­tio­nen ist, kann das fer­ti­ge Dreh­buch über die Platt­form direkt bei der Pro­duk­ti­ons­fir­ma ein­ge­reicht wer­den. Wie erfolgs­ver­spre­chend die­ser Pro­zess jedoch ist, steht in den Ster­nen.

Nach dem eBook kommt das aBook: Digitur im Interview mit Isle Audio

Die Digi­tur Redak­ti­on tes­tet Isle Audio auf der LBM17. Foto: Laris­sa Cremer

Das Start-Up Isle Audio ver­spricht mit dem soge­nann­ten aBook ein völ­lig neu­es Lese­er­leb­nis. Per Eye­tracking wird erfasst, an wel­cher Stel­le des Buches sich der Leser befin­det, um dazu die pas­sen­den Geräu­sche abzu­spie­len. Das kön­nen Hin­ter­grund­ge­räu­sche wie das Rau­schen der Wel­len oder Musik sein, die die emo­tio­na­le Stim­mung der Geschich­te unter­legt. Auf der Leip­zi­ger Buch­mes­se konn­ten wir nicht nur die App  live tes­ten, son­dern auch zwei der Grün­der, David Hill und Bene­dikt Sai­ler, inter­view­en. Was die bei­den Stu­den­ten uns über das aBook erzäh­len, lest ihr im heu­ti­gen Bei­trag. Wei­ter­le­sen „Nach dem eBook kommt das aBook: Digi­tur im Inter­view mit Isle Audio”

Unsere Highlights der LBM 17

LBM 17 – CosplayerInnen und Besucher
Unter den Buch­mes­se Besu­chern erkennt man sofort die vie­len Cos­play­er in Ver­klei­dung. Foto: Kris­ti­na Pet­zold CC-BY-NC

Wir sind nicht nur mit vol­len Taschen zurück von der Leip­zi­ger Buch­mes­se, son­dern haben auch jede Men­ge Ent­de­ckun­gen, Ein­drü­cke und Erkennt­nis­se rund um die neu­es­ten Trends im digi­ta­len Lite­ra­tur­be­trieb im Gepäck. Ein paar die­ser Messe-Highlights haben wir hier zusam­men­ge­fasst.

Cos­play: Buch-Traditionalisten im Elfen-Kostüm

Sie sind auf der LBM berühmt und berüch­tigt: Cos­playe­rIn­nen, die sich in Kos­tü­men ihrer Lieblingsmanga- oder anime-Figuren auf der Leip­zi­ger Mes­se und vor allem der Man­ga Comic Con (MCC) tum­meln. Wäh­rend im letz­ten Jahr bereits 96.000 Besu­che­rIn­nen zur MCC pil­ger­ten, so stieg die Zahl in die­sem Jahr noch ein­mal um knapp 10.000 Manga-Fans auf 105.000. Doch nicht jeder ist von die­ser Ent­wick­lung ange­tan, wie der kürz­li­ch erschie­ne­ne Arti­kel von SWR2-Kulturredakteur Cars­ten Otte zeigt. Die­ser wünscht sich die Ver­ban­nung der „nack­ten Hasen“ und über­haupt die­ses gan­zen „Kla­mauks“ von der Mes­se. Die Buch­mes­se selbst reagiert gelas­sen und hält an ihrer Ent­schei­dung fest, mit der MCC seit 2013 dem jun­gen und „lese­freu­di­gen Publi­kum die­ses flo­rie­ren­den Seg­ments mehr Raum zu geben“. Die Orga­ni­sa­to­rIn­nen der LBM sei­en stolz dar­auf, ein so viel­fäl­ti­ges Publi­kum anzu­spre­chen.

Wei­ter­le­sen „Unse­re High­lights der LBM 17″

Kritik an der lit.RUHR

lit.RUHR
Das Ruhr­ge­biet ist nicht nur für Hoch­öfen und Stahl bekannt. Auch die Lite­ra­tur­sze­ne kann sich sehen las­sen. Foto: Pixabay.

Letz­te Woche kün­dig­te Digi­tur die lit.RUHR, einen Able­ger der lit.Cologne im Ruhr­ge­biet, mit Vor­freu­de an. Doch schnell erreich­te die Redak­ti­on ers­te kri­ti­sche Kom­men­ta­re zu dem fünf­tä­gi­gen Lite­ra­tur­fes­ti­val. Dabei geht es nicht um die lit.RUHR als Event an sich — dass hier ver­mut­li­ch inter­es­san­te Auto­ren auf­tre­ten wer­den, das will nie­mand bestrei­ten. Doch die Art und Wei­se, wie die lit.RUHR auf den Weg gebracht wur­de und wie sie der Öffent­lich­keit prä­sen­tiert wird, stört vie­le Mit­glie­der der Lite­ra­tur­sze­ne im Pott — denn fast erscheint es so, als wür­de es hier bis­her gar kei­ne Lite­ra­tur­sze­ne geben. Dass es im Ruhr­ge­biet auch vor dem Fes­ti­val schon vie­le Lite­ra­tur­ver­an­stal­tun­gen mit namen­haf­ten Auto­ren gege­ben hat, scheint ver­nach­läs­sigt zu wer­den. Beson­ders akti­ve Orga­ni­sa­to­ren sol­cher Ver­an­stal­tun­gen sind in Essen Bea­te Scher­zer von der Buch­hand­lung Proust und Nor­bert Wehr von der Lite­ra­tur­zeit­schrift Schreib­heft. Wir haben die bei­den zu ihren Beden­ken gegen­über der lit.RUHR befragt. Wei­ter­le­sen „Kri­tik an der lit.RUHR

Fundstück: Kostenlos lesen mit mediaspot

Kostenlos lesen im Café
Beim gemüt­li­chen Früh­stück im Café auf dem Han­dy das Lieb­lings­ma­ga­zin „durch­blät­tern”. Foto: Pexels

Vor Kur­zem berich­te­te Digi­tur bereits über das Free Rea­ding Zone Modell in Kroa­ti­en. Eine ganz ähn­li­che Idee wird nun auch in Ber­lin umge­setzt. Aller­dings wer­den den Lesern hier nicht in ers­ter Linie Bücher, son­dern vor allem Maga­zi­ne kos­ten­los ange­bo­ten. Dabei sind unter ande­rem der Stern und die Neon. Die digi­ta­len Inhal­te kön­nen über die mediaspot-App an teil­neh­men­den Orten völ­lig kos­ten­frei gele­sen wer­den. Aktu­ell zäh­len dazu vor allem Rei­se­bus­se und Cafés, aber auch Frei­bä­der und Auto­häu­ser bie­ten sich als Free Rea­ding Zone an. Wir hof­fen, dass sich die­ses Modell noch wei­ter ver­brei­tet und bald deutsch­land­weit ver­füg­bar ist!

Fundstück: How to — Self-Publishing

Self-Publishing wird für vie­le Auto­ren immer inter­es­san­ter, denn ein Buch an den Ver­lag zu brin­gen ist oft nicht ein­fach. Selbst inter­na­tio­na­le Best­sel­ler wie die Har­ry Pot­ter Rei­he wur­den von mehr als nur einem Ver­lag abge­lehnt. Wer also ein Manu­skript in der Schub­la­de hat und nicht län­ger war­ten möch­te, bis der pas­sen­de Ver­lag anbeißt, der wird sich sicher schon mit dem Gedan­ken des Selbst­ver­lags beschäf­tigt haben. Ziem­li­ch schnell erkennt man dabei jedoch, dass das nicht so ein­fach ist, wie zunächst gedacht. Tipps vom Pro­fi kön­nen da hilf­reich sein. Lau­ra New­man ist selbst Self-Publisherin und zählt laut eige­nen Anga­ben zu den weni­gen Auto­ren, die davon leben kön­nen. In ihrer Video-Reihe gibt sie ihr Wis­sen an Ein­stei­ger und Inter­es­sier­te wei­ter. Aktu­ell gibt es elf Fol­gen, in denen sie alles von ver­schie­de­nen Anbie­tern bis zum Cover­de­si­gn erklärt.

E-Books verschenken?

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Ein E-Book lässt sich schwer ver­pa­cken, Foto: Pixabay

Bücher gehö­ren nach wie vor zu den belieb­tes­ten Geschen­ken unter dem Weih­nachts­baum. Laut einer Umfra­ge bele­gen sie den ers­ten Platz, wenn es um die Weih­nachts­ein­käu­fe 2016 geht. Dem­nach über­le­gen 38 % der Deut­schen in die­sem Jahr ein Buch zu ver­schen­ken. Damit sind sie sogar belieb­ter als Spiel­wa­ren. Eine Anga­be dazu, wel­chen Anteil E-Books in die­ser Unter­su­chung ein­neh­men, gibt es nicht. Es lässt sich jedoch ver­mu­ten, dass die­ser nicht son­der­li­ch groß ist, denn so prak­ti­sch E-Books auch sein mögen, sie zu ver­schen­ken gestal­tet sich bis­her eher schwie­rig. Doch wor­an liegt das eigent­li­ch? Wei­ter­le­sen „E-Books ver­schen­ken?”

Im Interview mit „Byte the Book” Gründerin Justine Solomons

Schrift­stel­ler, Ver­la­ge und Leser zusam­men­füh­ren – Das ist der Grund­ge­dan­ke hin­ter „Byte the Book”. 2011 grün­de­te die Bri­tin Jus­ti­ne Solo­mons das Netz­werk, das im digi­ta­len Zeit­al­ter welt­weit zwi­schen ver­schie­de­nen Akteu­ren der Ver­lags­bran­che ver­mit­teln soll. Im Inter­view auf der „Electric Book Fair 2016″ berich­tet Sie über die Unter­schie­de zwi­schen dem bri­ti­schen und dem deut­schen E-Book-Markt und der zen­tra­len Rol­le von Ver­net­zung außer­halb von Soci­al Media in Zei­ten der Digi­ta­li­sie­rung.

Ein Bei­trag von Aile­en Sing­hof und Johan­na Böhn­ke

Fundstück: Vom Selfpublisher-Roman zur Fernsehserie?

kernstaub
Kern­staub könn­te bald von die­sen drei Leu­ten als Fern­seh­se­rie umge­setzt wer­den: Paul Thiem (Kame­ra­mann), Marie Grass­hoff (Auto­rin), Clau­dia Seibl (Regis­seu­rin). Col­la­ge: Johan­na Böhn­ke

Kern­staub” – so heißt der ers­te Roman der jun­gen Auto­rin Marie Grass­hoff. Dar­aus soll bald die Serie „Uni­ver­se of Gods” wer­den. Der über 800 Sei­ten lan­ge Science-Fiction-Roman erschien zunächst im Dezem­ber 2013 im Selbst­ver­lag als kos­ten­lo­ses E-Book. Seit­dem hat sich eini­ges getan: Zunächst wur­de das Buch im Mai 2016 im Dra­chen­mond Ver­lag neu her­aus­ge­ge­ben. Nun steht die Ver­fil­mung als Serie, die die Auto­rin gemein­sam mit den Fil­me­ma­chern Clau­dia Seibl und Paul Thiem umset­zen möch­te, in den Start­lö­chern. Auf Start­next hat das Pro­jekt mit 20.000 Euro gera­de die Ver­wick­li­chungs­schwel­le geknackt. Mit die­sem Geld kann zunächst ein pro­fes­sio­nel­ler Trai­ler gedreht wer­den, durch den die Macher sich dann die Koope­ra­ti­on mit einem Fern­seh­sen­der erhof­fen. Wer das Pro­jekt wei­ter ver­fol­gen oder unter­stüt­zen möch­te, fin­det auf der Startnext-Seite alle wich­ti­gen Infos.

Sind Metadaten poetisch? – Marion Schwehr im Interview

Marion Schwehr
Mari­on Schwehr, Foto: Vio­la Schütz

Neue Din­ge aus­pro­bie­ren, Expe­ri­men­te machen, Inno­va­ti­on för­dern – hier ist Mari­on Schwehr ganz in ihrem Ele­ment. Dabei ist es ihr beson­ders wich­tig, ver­schie­de­ne Dis­zi­pli­nen zu bedie­nen und auf die­se Wei­se über den eige­nen Hori­zont hin­aus zu bli­cken:

Die Fähig­keit Ver­bin­dun­gen her­zu­stel­len, anzu­knüp­fen und asso­zia­tiv zu den­ken, wird für die Zukunft von Unter­neh­men wie für uns als Gesell­schaft die ent­schei­den­de Fähig­keit sein.” (Mari­on Schwehr)

Wei­ter­le­sen „Sind Meta­da­ten poe­ti­sch? – Mari­on Schwehr im Inter­view”