Die 5 besten Digitalisierungs-Dystopien

Digitalisierungsdystopien
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Die Digitalisierung wirkt sich nicht nur darauf auf, wie wir Bücher lesen, rezensieren und schreiben. Auch inhaltlich beschäftigen Autoren sich gerne mit diesem Thema – und das nicht erst seit gestern, wie einige Bücher auf dieser Liste zeigen. Zukunftsszenarien über digitalisierte Gesellschaften faszinieren die Leser. Digitur-Autorin Johanna stellt ihre fünf Lieblingsromane aus diesem Genre vor: Weiterlesen „Die 5 besten Digitalisierungs-Dystopien“

Fundstück: Die Bestseller-DNA

Bestseller-DNA
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„Harry Potter“ und „Shades of Grey“ – zwei Buchreihen, die auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam haben. Und doch gehören sie beide zu den erfolgreichsten Bestsellern der letzten Jahre. Woran das liegt? Das kann das Startup QualiFiction erklären. Das Unternehmen hat eine Software zur Vorhersage von Bucherfolgen entwickelt. Durch eine Analyse von Komponenten wie Stil- und Thema können Autoren und Verlage hier die sogenannte „Bestseller-DNA“ ihres Werkes errechnen. Der Algorithmus beruht auf einer Analyse der verschiedensten Bestsellern und Nichtbestsellern. Mit diesen werden die zukünftigen Besteller-Kandidaten verglichen. Dafür wird der Text in seine einzelnen Bestandteile zerlegt. Wer mehr über den Algorithmus erfahren will, kann das beim Startup Breakfast auf der Frankfurter Buchmesse.

Fundstück: Mit Amazon Storywriter zur eigenen TV Serie?

Screenshot der Features auf storywriter.amazon.com

Amazon ist schon lange nicht mehr bloß ein Onlinemarktplatz. Das amerikanische Unternehmen hat mittlerweile auch in der Medienbranche fest Fuß gefasst. Subunternehmen veröffentlichen unter anderem eigene Bücher und machen mit ihren Serienproduktionen Netflix und Maxdome Konkurrenz. Fast monatlich kommen neue Original Serien dazu. Wer schon immer von der eigenen TV Serie geträumt hat, kann seit 2015 das Storywriter Tool des Konzerns nutzen. In dieser Software können aufstrebende Autoren ihre Skripte schreiben. Die Formatierung ist dabei einfacher als mit gewöhnlichen Textverarbeitungsprogrammen wie Word. Und da Amazon selbst auf der Suche nach Ideen für seine neuen Produktionen ist, kann das fertige Drehbuch über die Plattform direkt bei der Produktionsfirma eingereicht werden. Wie erfolgsversprechend dieser Prozess jedoch ist, steht in den Sternen.

Nach dem eBook kommt das aBook: Digitur im Interview mit Isle Audio

Die Digitur Redaktion testet Isle Audio auf der LBM17. Foto: Larissa Cremer

Das Start-Up Isle Audio verspricht mit dem sogenannten aBook ein völlig neues Leseerlebnis. Per Eyetracking wird erfasst, an welcher Stelle des Buches sich der Leser befindet, um dazu die passenden Geräusche abzuspielen. Das können Hintergrundgeräusche wie das Rauschen der Wellen oder Musik sein, die die emotionale Stimmung der Geschichte unterlegt. Auf der Leipziger Buchmesse konnten wir nicht nur die App  live testen, sondern auch zwei der Gründer, David Hill und Benedikt Sailer, interviewen. Was die beiden Studenten uns über das aBook erzählen, lest ihr im heutigen Beitrag. Weiterlesen „Nach dem eBook kommt das aBook: Digitur im Interview mit Isle Audio“

Unsere Highlights der LBM 17

LBM 17 – CosplayerInnen und Besucher
Unter den Buchmesse Besuchern erkennt man sofort die vielen Cosplayer in Verkleidung. Foto: Kristina Petzold CC-BY-NC

Wir sind nicht nur mit vollen Taschen zurück von der Leipziger Buchmesse, sondern haben auch jede Menge Entdeckungen, Eindrücke und Erkenntnisse rund um die neuesten Trends im digitalen Literaturbetrieb im Gepäck. Ein paar dieser Messe-Highlights haben wir hier zusammengefasst.

Cosplay: Buch-Traditionalisten im Elfen-Kostüm

Sie sind auf der LBM berühmt und berüchtigt: CosplayerInnen, die sich in Kostümen ihrer Lieblingsmanga- oder anime-Figuren auf der Leipziger Messe und vor allem der Manga Comic Con (MCC) tummeln. Während im letzten Jahr bereits 96.000 BesucherInnen zur MCC pilgerten, so stieg die Zahl in diesem Jahr noch einmal um knapp 10.000 Manga-Fans auf 105.000. Doch nicht jeder ist von dieser Entwicklung angetan, wie der kürzlich erschienene Artikel von SWR2-Kulturredakteur Carsten Otte zeigt. Dieser wünscht sich die Verbannung der „nackten Hasen“ und überhaupt dieses ganzen „Klamauks“ von der Messe. Die Buchmesse selbst reagiert gelassen und hält an ihrer Entscheidung fest, mit der MCC seit 2013 dem jungen und „lesefreudigen Publikum dieses florierenden Segments mehr Raum zu geben“. Die OrganisatorInnen der LBM seien stolz darauf, ein so vielfältiges Publikum anzusprechen.

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Kritik an der lit.RUHR

lit.RUHR
Das Ruhrgebiet ist nicht nur für Hochöfen und Stahl bekannt. Auch die Literaturszene kann sich sehen lassen. Foto: Pixabay.

Letzte Woche kündigte Digitur die lit.RUHR, einen Ableger der lit.Cologne im Ruhrgebiet, mit Vorfreude an. Doch schnell erreichten die Redaktion erste kritische Kommentare zu dem fünftägigen Literaturfestival. Dabei geht es nicht um die lit.RUHR als Event an sich – dass hier vermutlich interessante Autoren auftreten werden, das will niemand bestreiten. Doch die Art und Weise, wie die lit.RUHR auf den Weg gebracht wurde und wie sie der Öffentlichkeit präsentiert wird, stört viele Mitglieder der Literaturszene im Pott – denn fast erscheint es so, als würde es hier bisher gar keine Literaturszene geben. Dass es im Ruhrgebiet auch vor dem Festival schon viele Literaturveranstaltungen mit namenhaften Autoren gegeben hat, scheint vernachlässigt zu werden. Besonders aktive Organisatoren solcher Veranstaltungen sind in Essen Beate Scherzer von der Buchhandlung Proust und Norbert Wehr von der Literaturzeitschrift Schreibheft. Wir haben die beiden zu ihren Bedenken gegenüber der lit.RUHR befragt. Weiterlesen „Kritik an der lit.RUHR“

Fundstück: Kostenlos lesen mit mediaspot

Kostenlos lesen im Café
Beim gemütlichen Frühstück im Café auf dem Handy das Lieblingsmagazin „durchblättern“. Foto: Pexels

Vor Kurzem berichtete Digitur bereits über das Free Reading Zone Modell in Kroatien. Eine ganz ähnliche Idee wird nun auch in Berlin umgesetzt. Allerdings werden den Lesern hier nicht in erster Linie Bücher, sondern vor allem Magazine kostenlos angeboten. Dabei sind unter anderem der Stern und die Neon. Die digitalen Inhalte können über die mediaspot-App an teilnehmenden Orten völlig kostenfrei gelesen werden. Aktuell zählen dazu vor allem Reisebusse und Cafés, aber auch Freibäder und Autohäuser bieten sich als Free Reading Zone an. Wir hoffen, dass sich dieses Modell noch weiter verbreitet und bald deutschlandweit verfügbar ist!

Fundstück: How to – Self-Publishing

Self-Publishing wird für viele Autoren immer interessanter, denn ein Buch an den Verlag zu bringen ist oft nicht einfach. Selbst internationale Bestseller wie die Harry Potter Reihe wurden von mehr als nur einem Verlag abgelehnt. Wer also ein Manuskript in der Schublade hat und nicht länger warten möchte, bis der passende Verlag anbeißt, der wird sich sicher schon mit dem Gedanken des Selbstverlags beschäftigt haben. Ziemlich schnell erkennt man dabei jedoch, dass das nicht so einfach ist, wie zunächst gedacht. Tipps vom Profi können da hilfreich sein. Laura Newman ist selbst Self-Publisherin und zählt laut eigenen Angaben zu den wenigen Autoren, die davon leben können. In ihrer Video-Reihe gibt sie ihr Wissen an Einsteiger und Interessierte weiter. Aktuell gibt es elf Folgen, in denen sie alles von verschiedenen Anbietern bis zum Coverdesign erklärt.

E-Books verschenken?

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Ein E-Book lässt sich schwer verpacken, Foto: Pixabay

Bücher gehören nach wie vor zu den beliebtesten Geschenken unter dem Weihnachtsbaum. Laut einer Umfrage belegen sie den ersten Platz, wenn es um die Weihnachtseinkäufe 2016 geht. Demnach überlegen 38 % der Deutschen in diesem Jahr ein Buch zu verschenken. Damit sind sie sogar beliebter als Spielwaren. Eine Angabe dazu, welchen Anteil E-Books in dieser Untersuchung einnehmen, gibt es nicht. Es lässt sich jedoch vermuten, dass dieser nicht sonderlich groß ist, denn so praktisch E-Books auch sein mögen, sie zu verschenken gestaltet sich bisher eher schwierig. Doch woran liegt das eigentlich? Weiterlesen „E-Books verschenken?“

Im Interview mit „Byte the Book“ Gründerin Justine Solomons

Schriftsteller, Verlage und Leser zusammenführen – Das ist der Grundgedanke hinter „Byte the Book„. 2011 gründete die Britin Justine Solomons das Netzwerk, das im digitalen Zeitalter weltweit zwischen verschiedenen Akteuren der Verlagsbranche vermitteln soll. Im Interview auf der „Electric Book Fair 2016“ berichtet Sie über die Unterschiede zwischen dem britischen und dem deutschen E-Book-Markt und der zentralen Rolle von Vernetzung außerhalb von Social Media in Zeiten der Digitalisierung.

Ein Beitrag von Aileen Singhof und Johanna Böhnke