Fundstück: der Deutsche eBook Award

Der deutsche eBook Award wird am 12.10. auf der Frankfurter Buchmesse verliehen. Bild: https://deutscher-ebook-award.de
Der deutsche eBook Award wird am 12.10. auf der Frankfurter Buchmesse verliehen. Bild: https://deutscher-ebook-award.de

Die digitale Transformation verändert unsere Gesellschaft. Das gilt in allen Bereichen und besonders für den Buchmarkt. Seit Jahren verdrängt das eBook das gedruckte Buch und das Geschäft mit den entsprechenden Readern boomt. Und genauso wie es Buchpreise für gedruckte Bücher gibt, können auch eBooks mit einem Preis ausgezeichnet werden: dem Deutschen eBook Award.

Der Award prämiert seit 2014 die schönsten deutschsprachigen eBooks und Apps. Das Besondere: Es handelt sich nicht um einen Literaturpreis im eigentlichen Sinne, sondern um einen Produkt- und Designpreis. Die literarische Qualität der eingereichten Titel spielt nur eine untergeordnete Rolle und stellt kein Bewertungskriterium dar. Alle deutschsprachigen Titel, die in einem Zeitraum zwischen dem 01.09.2016 und 12.09.2017 veröffentlicht wurden, dürfen vorgeschlagen werden. Das Einreichen der Titel ist ab dem 14.09. möglich, die Nominierten werden am 03.10. bekannt gegeben. Dieses Jahr gibt es außerdem einen Sonderpreis für Barrierefreiheit im digitalen Literaturraum zu gewinnen. Die Verleihung des 4. Deutschen eBook Awards findet am 12.10. auf der Frankfurter Buchmesse statt.

Subway Library gegen Langeweile in der U-Bahn

In der Subway Library gibt es für alle U-Bahn Nutzer kostenlose E-Books.
In der Subway Library gibt es für alle U-Bahn Nutzer kostenlose E-Books. Bild: Pixabay CC0

Als Pendler, der jeden Tag mit der Bahn zur Uni und wieder zurückfährt, weiß ich eines ganz genau: Bahn fahren nervt! Es ist langweilig, die Bahn sowieso nie pünktlich und die Zeit, die ich vergeude, könnte ich definitiv sinnvoller nutzen. Klar, ein Blick auf’s Handy geht immer, aber wirklich interessante Sachen gibt’s bei Facebook und Co. auch nicht. Wie also die Bahnfahrt gestalten? Seit Anfang Juni läuft in New York das Projekt Subway Library, das genau auf diese Frage eine Antwort weiß. Weiterlesen „Subway Library gegen Langeweile in der U-Bahn“

Fundstück: TINCON – ein Festival für digitale Jugendkultur

Das Festival für digitale Jugendkultur. Bild: http://tincon.org

2016 fand in Berlin die erste TINCON statt. Die Gesellschaftskonferenz von, für und vor allem mit Jugendlichen zwischen 13 und 21 Jahren versteht sich als Festival für digitale Jugendkultur. Egal, ob Games, Politik, Code, Hacking oder DIY, zahlreiche Speaker beleuchten spannende Themen und stellen sich den Fragen des Publikums. Nach dem Erfolg 2016 mit rund 1.000 BesucherInnen geht die TINCON in die zweite Runde. Nicht nur vom 23. bis 25. Juni in Berlin, sondern auch am 19. Mai in Hamburg. Neben zwei Bühnen werden auf beiden Veranstaltungen auch Workshops zu den verschiedenen Themen angeboten. Es gibt auch die Möglichkeit, die TINCON aktiv mitzugestalten: im Rahmen des TINCALL kann sich jeder um einen Platz auf den Bühnen bewerben und Teil des Programms werden – ohne Altersbeschränkung.

Fundstück: Die interaktive Leseprobe

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Ein Beispiel aus „Ich gebe dir die Sonne“ Bild: http://read-n-go.de/ich-gebe-dir-die-sonne/vorhang-auf/

90 % der Jugendlichen benutzen täglich ihr Smartphone. Das Leben findet online statt. Gedruckte Leseproben lesen, die man als Beilage in irgendeiner Zeitung findet? Lieber nicht! Die Random House Verlage cbj und cbt versprechen Abwechslung. Mit Read ’n’ Go, der interaktiven Leseprobe.
Die jugendliche Zielgruppe soll durch animierte Textpassagen, Cliffhanger und starke Bilder emotional angesprochen werden und vor allem den Spaß am Lesen neu entdecken. Dabei sind die Leseproben nicht nur interaktiv, sondern auch jederzeit über’s Smartphone abrufbar. Sie können direkt mit Freunden über Facebook, Instagram und Snapchat geteilt werden. Der Inhalt der Leseproben wurde von cbj und cbt gemeinsam erarbeitet und kann sich sehen lassen! Neugierig geworden? Jay Ashers „Dein Leuchten“ und Jandy Nelsons „Ich gebe dir die Sonne“ sind nur zwei Leseproben, die zurzeit zur Verfügung stehen.

Fundstück: Augmented Reality in Malbüchern

Augmented Reality in Malbüchern
Der russische Verlag war 2016 auf der Frankfurter Buchmesse zu Gast Bild: Devar Books ©

Augmented Reality, die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung, ist schon längst im Buchmarkt angekommen. So gibt es bereits seit Jahren Kochbücher mit AR-Erweiterungen. Diese sollen das Kochen, dank der Überlagerung von Realität und digitaler Welt, vereinfachen. Auf der Frankfurter Buchmesse 2016 stellte der russische Verlag Devar Books ein weiteres Medium vor, das durch die Hilfe von Augmented Reality lebendiger werden soll: das Malbuch.
In dem vorgestellten Buch konnte der Benutzer sein eigenes Rennauto mit Buntstiften individuell gestalten und es anschließend mit der passenden App zum Leben erwecken. Einfach die Kamera über das Motiv halten und schon wird das eigens designte Auto über den Schreibtisch gesteuert.
Devar Books bietet aber nicht nur Malbücher mit Rennautos, sondern auch zahlreiche andere Themengebiete, wie Ritter oder ein Feenland an. Dabei richtet sich ihr Angebot nicht nur an Kinder. Unter dem Titel „Lost Civilization“ ist auch ein Malbuch für Erwachsene erhältlich. Eine spannende Idee, die besonders für Technik begeisterte Eltern interessant sein dürfte.

Das Blogprojekt Techniktagebuch

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Kathrin Passig – die Initiatorin des Techniktagebuchs. Das Thema ist für sie klar: „Es soll um Alltagstechnik gehen.“ Bild: CC BY SA 2.0 Matthias Bauer

Wer kann sich in unserer Generation noch an die Entstehung des Internets erinnern? Oder an die ersten Computer? Oder an die Schreibmaschine? Vermutlich niemand mehr so richtig. Was wird in 20 Jahren sein, wenn unsere heutige Technik längst überholt ist? Wird man sich da noch an Facebook, Twitter und Smartphones erinnern? Um diesem Vergessen entgegenzutreten, hat die Autorin Kathrin Passig ein Blogprojekt initiiert. Dort schreiben mehrere AutorInnen über ihren Alltag und ihre Probleme mit Technik, sei es Computer, Handy, Schreibmaschine oder Internet. Der Name ist dazu passend gewählt: Techniktagebuch. Was genau steht drin und wer kann überhaupt mitmachen? Digitur hat das Blog unter die Lupe genommen. Weiterlesen „Das Blogprojekt Techniktagebuch“

Fundstück: Direttissima

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Direttissima: Die neue Konferenz der Medien- und Verlagsbranche Bild: Direttissima ©

Heute findet in München eine neue Medien- und Publishingkonferenz für die Verlags- und Medienbranche statt. Ihr Name Direttissima ist im Alpinismus ein Begriff für einen direkten, umweglosen Aufstieg zum Gipfel. Im Gegensatz zum Normalweg, der den Weg des geringsten Widerstandes sucht, stellt sich der Begehrer einer Direttissima den direkten Schwierigkeiten eines Berges. Mit diesem Gedanken als Leitmotiv, sind in München Redner aus verschiedenen Branchen zu Gast, um die Digitalisierung der Medienbranche zu diskutieren. Mit dabei sind Journalisten, Firmengründer und Social Media Profis. Die bunte Mischung der ausgewählten Speaker und das vielseitige Programm lassen auf eine spannende Konferenz hoffen. Für alle Neugierigen aus der Nähe von München: Bis 18 Uhr laufen die Vorträge, danach wird die Konferenz mit einer rauschenden Party ausgeläutet. Für alle, die es zeitlich nicht schaffen, gibt es einen Live Blog, das über alle Fortschritte berichtet. Zumindest ein Blick dort hinein lohnt sich!

Fundstück: Deutsches Museum der digitalen Kultur

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Das Binarium zeigt unter anderem alte Spielkonsolen und Heimcomputer. Bild: William Warby, Lizenz: CC BY 2.0

Die Beschäftigung mit Computern, Spielekonsolen und dem digitalen Wandel nimmt in den letzten Jahren immer mehr zu. Für Fans von C64 und Atari eröffnet im Frühjahr 2016 das Deutsche Museum der digitalen Kultur in Dortmund. Das Projekt, existiert bereits seit 2011, doch erst 2014 konnte nach dem Erwerb eines ehemaligen Zechengebäudes mit der Realisierung begonnen werden. Seit Mai 2015 laufen die Renovierungsarbeiten, um aus dem 2000 qm umfassenden Gebäude einen Raum zu gestalten, in dem eine Vielzahl von Exponaten und Medienstationen auf zwei Etagen zum Experimentieren einladen soll. Der Gründer Christian Ullenboom will dabei die Entwicklung zeigen, die vom ersten Heimcomputer zur heutigen „digitalen Gesellschaft“ führte. Dazu wurden 700 Exponate gesammelt, zu denen 250 Telespiele und Spielkonsolen sowie 200 Heimcomputer gehören, die insgesamt 41 Jahre Computergeschichte überblicken. Neben diesen Ausstellungsstücken gibt es im sogenannten Binarium auch verschiedene Bücher und Zeitschriften zu sehen. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei, der geplanten Eröffnung im Frühjahr 2016 kann nur entgegengefiebert werden!

Fundstück: „Tiefsommer“ – Ein Sehbuch

Ihr gehört zu den Leuten, die Literatur zwar mögen, oft aber keine Lust aufs Lesen haben? Dann könnte der Autor und Journalist Jesko Habert und sein Team die perfekte Lösung für euch haben: ein Sehbuch. Das Projekt „Tiefsommer“ dreht sich um das von Habert verfasste Buch „Tiefsommer“, das zwischen magischem Realismus und fantastischer Gegenwartsliteratur anzusiedeln ist und sich um die Themen Revolution und Fantasie dreht. Das Ziel: ein Hörbuch für alle Sinne entstehen zu lassen. Acht erfahrene Poetry Slammer lesen dazu 10 – 15 minütige Szenen ein, die, anders als bei einem reinen Hörbuch, durch Filmmaterial ergänzt werden. Die Bilder, die die Worte passend ergänzen, machen das Sehbuch so zu einem ganz besonderen Erlebnis für die Zuschauer. Der Clou dabei: Das Ergebnis soll in wöchentlichen Episoden über Online Videoportale wie youtube und vimeo frei zugänglich gemacht werden.

Insgesamt ein ambitioniertes Projekt, das zurzeit noch in den Startlöchern steht. Für alle Leser, die gerne sehen, hören und wahrnehmen, lohnt sich ein Blick in die Leseprobe!

„Früher dachte ich, Bücher besprechen heißt ein alter Mann zu sein“ – Workshop mit Stefan Mesch

Stefan Mesch zu Gast in Essen. Bild: CC BY-SA 4.0 Janna Reichmann
Stefan Mesch zu Gast in Essen. Bild: CC BY-SA 4.0 Janna Reichmann

Wie spricht man über Literatur? Das war eine der zentralen Leitfragen des Workshops Feuilletonistisches Schreiben, der am 12. November 2015 an der Universität Essen stattfand. Organisiert wurde er vom Forum Kalliope im Rahmen der Beitragsreihe Fünf Gesichter zum Buch. Gegenstand der Diskussion war auch die Frage nach der Funktion des Schreibens für das Feuilleton und dem Status eines Literaturkritikers beziehungsweise Bloggers. Dazu war Stefan Mesch als besonderer Gast vor Ort, der während des Abends Einblicke in seine Arbeitsprozesse gab und den Teilnehmern das Berufsbild eines freien Journalisten und Literaturkritikers näher brachte. Weiterlesen „„Früher dachte ich, Bücher besprechen heißt ein alter Mann zu sein“ – Workshop mit Stefan Mesch“