Fundstück: TINCON — ein Festival für digitale Jugendkultur

Das Fes­ti­val für digi­ta­le Jugend­kul­tur. Bild: http://tincon.org

2016 fand in Ber­lin die ers­te TINCON statt. Die Gesell­schafts­kon­fe­renz von, für und vor allem mit Jugend­li­chen zwi­schen 13 und 21 Jah­ren ver­steht sich als Fes­ti­val für digi­ta­le Jugend­kul­tur. Egal, ob Games, Poli­tik, Code, Hacking oder DIY, zahl­rei­che Spea­ker beleuch­ten span­nen­de The­men und stel­len sich den Fra­gen des Publi­kums. Nach dem Erfolg 2016 mit rund 1.000 Besu­che­rIn­nen geht die TINCON in die zwei­te Run­de. Nicht nur vom 23. bis 25. Juni in Ber­lin, son­dern auch am 19. Mai in Ham­burg. Neben zwei Büh­nen wer­den auf bei­den Ver­an­stal­tun­gen auch Work­shops zu den ver­schie­de­nen The­men ange­bo­ten. Es gibt auch die Mög­lich­keit, die TINCON aktiv mit­zu­ge­stal­ten: im Rah­men des TINCALL kann sich jeder um einen Platz auf den Büh­nen bewer­ben und Teil des Pro­gramms wer­den — ohne Alters­be­schrän­kung.

Fundstück: Die interaktive Leseprobe

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Ein Bei­spiel aus „Ich gebe dir die Son­ne” Bild: http://read-n-go.de/ich-gebe-dir-die-sonne/vorhang-auf/

90 % der Jugend­li­chen benut­zen täg­li­ch ihr Smart­pho­ne. Das Leben fin­det online statt. Gedruck­te Lese­pro­ben lesen, die man als Bei­la­ge in irgend­ei­ner Zei­tung fin­det? Lie­ber nicht! Die Ran­dom Hou­se Ver­la­ge cbj und cbt ver­spre­chen Abwechs­lung. Mit Read ’n’ Go, der inter­ak­ti­ven Lese­pro­be.
Die jugend­li­che Ziel­grup­pe soll durch ani­mier­te Text­pas­sa­gen, Cliff­han­ger und star­ke Bil­der emo­tio­nal ange­spro­chen wer­den und vor allem den Spaß am Lesen neu ent­de­cken. Dabei sind die Lese­pro­ben nicht nur inter­ak­tiv, son­dern auch jeder­zeit über’s Smart­pho­ne abruf­bar. Sie kön­nen direkt mit Freun­den über Face­book, Ins­ta­gram und Snap­chat geteilt wer­den. Der Inhalt der Lese­pro­ben wur­de von cbj und cbt gemein­sam erar­bei­tet und kann sich sehen las­sen! Neu­gie­rig gewor­den? Jay Ashers „Dein Leuch­ten“ und Jan­dy Nel­sons „Ich gebe dir die Son­ne“ sind nur zwei Lese­pro­ben, die zur­zeit zur Ver­fü­gung ste­hen.

Fundstück: Augmented Reality in Malbüchern

Augmented Reality in Malbüchern

Der rus­si­sche Ver­lag war 2016 auf der Frank­fur­ter Buch­mes­se zu Gast Bild: Devar Books ©

Aug­men­ted Rea­li­ty, die com­pu­ter­ge­stütz­te Erwei­te­rung der Rea­li­täts­wahr­neh­mung, ist schon längst im Buch­markt ange­kom­men. So gibt es bereits seit Jah­ren Koch­bü­cher mit AR-Erweiterungen. Die­se sol­len das Kochen, dank der Über­la­ge­rung von Rea­li­tät und digi­ta­ler Welt, ver­ein­fa­chen. Auf der Frank­fur­ter Buch­mes­se 2016 stell­te der rus­si­sche Ver­lag Devar Books ein wei­te­res Medi­um vor, das durch die Hil­fe von Aug­men­ted Rea­li­ty leben­di­ger wer­den soll: das Mal­buch.
In dem vor­ge­stell­ten Buch konn­te der Benut­zer sein eige­nes Renn­au­to mit Bunt­stif­ten indi­vi­du­ell gestal­ten und es anschlie­ßend mit der pas­sen­den App zum Leben erwe­cken. Ein­fach die Kame­ra über das Motiv hal­ten und schon wird das eigens design­te Auto über den Schreib­ti­sch gesteu­ert.
Devar Books bie­tet aber nicht nur Mal­bü­cher mit Renn­au­tos, son­dern auch zahl­rei­che ande­re The­men­ge­bie­te, wie Rit­ter oder ein Feen­land an. Dabei rich­tet sich ihr Ange­bot nicht nur an Kin­der. Unter dem Titel „Lost Civi­liza­t­i­on“ ist auch ein Mal­buch für Erwach­se­ne erhält­li­ch. Eine span­nen­de Idee, die beson­ders für Tech­nik begeis­ter­te Eltern inter­es­sant sein dürf­te.

Das Blogprojekt Techniktagebuch

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Kath­rin Pas­sig — die Initia­to­rin des Tech­nik­ta­ge­buchs. Das The­ma ist für sie klar: „Es soll um All­tags­tech­nik gehen.” Bild: CC BY SA 2.0 Mat­thi­as Bau­er

Wer kann sich in unse­rer Gene­ra­ti­on noch an die Ent­ste­hung des Inter­nets erin­nern? Oder an die ers­ten Com­pu­ter? Oder an die Schreib­ma­schine? Ver­mut­li­ch nie­mand mehr so rich­tig. Was wird in 20 Jah­ren sein, wenn unse­re heu­ti­ge Tech­nik längst über­holt ist? Wird man sich da noch an Face­book, Twit­ter und Smart­pho­nes erin­nern? Um die­sem Ver­ges­sen ent­ge­gen­zu­tre­ten, hat die Auto­rin Kath­rin Pas­sig ein Blog­pro­jekt initi­iert. Dort schrei­ben meh­re­re Auto­rIn­nen über ihren All­tag und ihre Pro­ble­me mit Tech­nik, sei es Com­pu­ter, Han­dy, Schreib­ma­schine oder Inter­net. Der Name ist dazu pas­send gewählt: Tech­nik­ta­ge­buch. Was gen­au steht drin und wer kann über­haupt mit­ma­chen? Digi­tur hat das Blog unter die Lupe genom­men. Wei­ter­le­sen

Fundstück: Direttissima

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Diret­tis­si­ma: Die neue Kon­fe­renz der Medien- und Ver­lags­bran­che Bild: Diret­tis­si­ma ©

Heu­te fin­det in Mün­chen eine neue Medien- und Publis­hing­kon­fe­renz für die Verlags- und Medi­en­bran­che statt. Ihr Name Diret­tis­si­ma ist im Alpi­nis­mus ein Begriff für einen direk­ten, umweg­lo­sen Auf­stieg zum Gip­fel. Im Gegen­satz zum Nor­mal­weg, der den Weg des gerings­ten Wider­stan­des sucht, stellt sich der Begeh­rer einer Diret­tis­si­ma den direk­ten Schwie­rig­kei­ten eines Ber­ges. Mit die­sem Gedan­ken als Leit­mo­tiv, sind in Mün­chen Red­ner aus ver­schie­de­nen Bran­chen zu Gast, um die Digi­ta­li­sie­rung der Medi­en­bran­che zu dis­ku­tie­ren. Mit dabei sind Jour­na­lis­ten, Fir­men­grün­der und Soci­al Media Pro­fis. Die bun­te Mischung der aus­ge­wähl­ten Spea­ker und das viel­sei­ti­ge Pro­gramm las­sen auf eine span­nen­de Kon­fe­renz hof­fen. Für alle Neu­gie­ri­gen aus der Nähe von Mün­chen: Bis 18 Uhr lau­fen die Vor­trä­ge, dana­ch wird die Kon­fe­renz mit einer rau­schen­den Par­ty aus­ge­läu­tet. Für alle, die es zeit­li­ch nicht schaf­fen, gibt es einen Live Blog, das über alle Fort­schrit­te berich­tet. Zumin­dest ein Bli­ck dort hin­ein lohnt sich!

Fundstück: Deutsches Museum der digitalen Kultur

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Das Bina­ri­um zeigt unter ande­rem alte Spiel­kon­so­len und Heim­com­pu­ter. Bild: Wil­liam War­by, Lizenz: CC BY 2.0

Die Beschäf­ti­gung mit Com­pu­tern, Spie­le­kon­so­len und dem digi­ta­len Wan­del nimmt in den letz­ten Jah­ren immer mehr zu. Für Fans von C64 und Ata­ri eröff­net im Früh­jahr 2016 das Deut­sche Muse­um der digi­ta­len Kul­tur in Dort­mund. Das Pro­jekt, exis­tiert bereits seit 2011, doch erst 2014 konn­te nach dem Erwerb eines ehe­ma­li­gen Zechen­ge­bäu­des mit der Rea­li­sie­rung begon­nen wer­den. Seit Mai 2015 lau­fen die Reno­vie­rungs­ar­bei­ten, um aus dem 2000 qm umfas­sen­den Gebäu­de einen Raum zu gestal­ten, in dem eine Viel­zahl von Expo­na­ten und Medi­en­sta­tio­nen auf zwei Eta­gen zum Expe­ri­men­tie­ren ein­la­den soll. Der Grün­der Chris­ti­an Ullen­boom will dabei die Ent­wick­lung zei­gen, die vom ers­ten Heim­com­pu­ter zur heu­ti­gen „digi­ta­len Gesell­schaft” führ­te. Dazu wur­den 700 Expo­na­te gesam­melt, zu denen 250 Tele­spie­le und Spiel­kon­so­len sowie 200 Heim­com­pu­ter gehö­ren, die ins­ge­samt 41 Jah­re Com­pu­ter­ge­schich­te über­bli­cken. Neben die­sen Aus­stel­lungs­stü­cken gibt es im soge­nann­ten Bina­ri­um auch ver­schie­de­ne Bücher und Zeit­schrif­ten zu sehen. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei, der geplan­ten Eröff­nung im Früh­jahr 2016 kann nur ent­ge­gen­ge­fie­bert wer­den!

Fundstück: „Tiefsommer” — Ein Sehbuch

Ihr gehört zu den Leu­ten, die Lite­ra­tur zwar mögen, oft aber kei­ne Lust aufs Lesen haben? Dann könn­te der Autor und Jour­na­list Jes­ko Habert und sein Team die per­fek­te Lösung für euch haben: ein Seh­buch. Das Pro­jekt „Tief­som­mer” dreht sich um das von Habert ver­fass­te Buch „Tief­som­mer“, das zwi­schen magi­schem Rea­lis­mus und fan­tas­ti­scher Gegen­warts­li­te­ra­tur anzu­sie­deln ist und sich um die The­men Revo­lu­ti­on und Fan­ta­sie dreht. Das Ziel: ein Hör­buch für alle Sin­ne ent­ste­hen zu las­sen. Acht erfah­re­ne Poe­try Slam­mer lesen dazu 10 – 15 minü­ti­ge Sze­nen ein, die, anders als bei einem rei­nen Hör­buch, durch Film­ma­te­ri­al ergänzt wer­den. Die Bil­der, die die Worte pas­send ergän­zen, machen das Seh­buch so zu einem ganz beson­de­ren Erleb­nis für die Zuschau­er. Der Clou dabei: Das Ergeb­nis soll in wöchent­li­chen Epi­so­den über Online Video­por­ta­le wie youtube und vimeo frei zugäng­li­ch gemacht wer­den.

Ins­ge­samt ein ambi­tio­nier­tes Pro­jekt, das zur­zeit noch in den Start­lö­chern steht. Für alle Leser, die ger­ne sehen, hören und wahr­neh­men, lohnt sich ein Bli­ck in die Lese­pro­be!

Früher dachte ich, Bücher besprechen heißt ein alter Mann zu sein“ — Workshop mit Stefan Mesch

Stefan Mesch zu Gast in Essen. Bild: CC BY-SA 4.0 Janna Reichmann

Ste­fan Mesch zu Gast in Essen. Bild: CC BY-SA 4.0 Jan­na Reich­mann

Wie spricht man über Lite­ra­tur? Das war eine der zen­tra­len Leit­fra­gen des Work­shops Feuil­le­to­nis­ti­sches Schrei­ben, der am 12. Novem­ber 2015 an der Uni­ver­si­tät Essen statt­fand. Orga­ni­siert wur­de er vom Forum Kal­lio­pe im Rah­men der Bei­trags­rei­he Fünf Gesich­ter zum Buch. Gegen­stand der Dis­kus­si­on war auch die Fra­ge nach der Funk­ti­on des Schrei­bens für das Feuil­le­ton und dem Sta­tus eines Lite­ra­tur­kri­ti­kers bezie­hungs­wei­se Blog­gers. Dazu war Ste­fan Mesch als beson­de­rer Gast vor Ort, der wäh­rend des Abends Ein­bli­cke in sei­ne Arbeits­pro­zes­se gab und den Teil­neh­mern das Berufs­bild eines frei­en Jour­na­lis­ten und Lite­ra­tur­kri­ti­kers näher brach­te. Wei­ter­le­sen