Fundstück Nr. 59: Lange Nacht des eBooks

Foto: Lange Nacht des eBooks
Foto: Lange Nacht des eBooks

Geschichtenfans und Geschichten-erfinder, eBook-Nutzer und eBook-Macher, Bücherliebhaber und Bücherverkäufer – sie alle treffen am 27. Februar wieder in München aufeinander. Denn dann findet in der bayrischen Metropole die Lange Nacht des eBooks statt, bei der Verlage, Verlagsdienstleister, Medienunternehmer, Büchereien und Buchhandlungen ihre Türen für die Öffentlichkeit öffnen und kostenfreie Lesungen, Diskussionen und Vorträge rund um das digitale Buch präsentieren. Auf dem Programm der Langen Nacht des eBooks stehen zum Beispiel Lesungen von Stefan Adrian, der aus „Bluffen“ und „Der Gin des Lebens“ vortragen wird. Über Möglichkeiten des digitalen Publizierens informieren Bestsellerautorin Tanja Kinkel und Newcomer Albrecht Mangler und Vorträge zu den Themen Leseflatrate, Selfpublishing und eReader stehen ebenfalls auf der Agenda der Veranstaltungsreihe. Ziel ist es nach Aussagen der Veranstalter, den Lesern das Medium eBook näher zu bringen und das Interesse für das elektronische Lesen zu stärken.

Die Lange Nacht des eBooks bildet den Auftakt zum zweiten eBookCamp München, einer Konferenz zum Austausch über neue Formate, Perspektiven und Risiken des digitalen Publizierens und Lesens. Veranstaltet wird sie unter anderem vom bayrischen Landesverband des Börsenvereins.

Zeitgenössisches Entertainment: Das Endgame-Universum

Freys neuster Roman "Endgame" Foto: Oetinger Verlagsgruppe
Freys neuster Roman „Endgame“
Foto: Oetinger Verlagsgruppe

Mit der Veröffentlichung von James Freys neustem Roman „Endgame: Die Auserwählten“ Ende letzten Jahres hat das interaktive Storytelling ein neues Level erreicht. Denn neben dem eigentlichen Werk in gedruckter Form komplettieren eine globale Schatzsuche, ein Augmented Reality Game sowie eine Reihe E-Books und eine Filmtrilogie das Endgame-Universum. Ein crossmediales Abenteuer also, das innovativ und zukunftsweisend daherkommt, gleichzeitig aber die Frage aufwirft, ob solch ein Angebot über den Roman hinaus wirklich wahrgenommen wird. Weiterlesen „Zeitgenössisches Entertainment: Das Endgame-Universum“

Readfy: „Start the Readvolution!“

Fürs Tablet und das Smartphone zu haben: Die neue readfy-App CC-BY-NC-SA 4.0 Anne Lenhardt

Für Musik, Filme und Computerspiele gibt es sie schon: die zum Teil sogar kostenlosen Abo-Angebote und Flatrates für Smartphone, Tablet und PC. Da war es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis diese „all you can read“-Mentalität auch den Buchmarkt erreichte. Ende September startete mit „readfy“ nach einer langen Testphase die erste eBook-App für mobile Endgeräte in Deutschland – und stellt Leseratten Bücher auch zu kostenlosen und günstigen Flatrate-Tarifen zur Verfügung. Weiterlesen „Readfy: „Start the Readvolution!““

Fundstück Nr. 44: „Mit einem Navi wäre das nicht passiert“

Der Screenshot zeigt: Auch die Berliner Zeitung twitterte fleißig mit.
Der Screenshot zeigt:
Auch die Berliner Zeitung twitterte fleißig mit.

Abseits von schnödem Wortgeröll und entbehrenswerten Nichtigkeiten im twitterischen Datenüberfluss und mit dem Hashtag #1Buch1Satz versehen, gibt es sie noch: lesenswerte, lustige und literarische Tweets. Zeit Online löste mit ihrer gleichnamigen Aktion anlässlich der Frankfurter Buchmesse nämlich einen wahren Trend aus, als sie dazu aufrief, den Inhalt eines Buches auf 140 Zeichen zusammenzufassen. Als „Swingerparty gone bad“ beschreibt jemand Goethes Wahlverwandtschaften. „Geiz ist nicht geil“ heißt es dagegen bei Dickens Weihnachtsgeschichte. Lesenswert sind die kreativen Ideen der Twitter-Community allemal.

Hat Amazon wirklich ausgeklickt?

CC-BY-NC-SA 4.0 Anne Lenhardt
CC-BY-NC-SA 4.0 Anne Lenhardt

Vor kurzem vermeldete der Börsenverein des Deutschen Buches die überraschende Nachricht der stationäre Buchhandel habe im Jahr 2013 mehr Umsatz gemacht als der Online-Buchhandel. Mit einem Plus von rund einem Prozent ginge es damit seit Jahren endlich wieder aufwärts für Buchhandlungen. Aktuelle Zahlen des Bundes-verbands Deutscher Versand-buchhändler sprechen dagegen für eine Übermachtstellung von Online-Giganten wie Amazon. Ob sich Käufer also von Amazon & Co. abwenden und in der nächsten Buchhandlung kaufen, ist fraglich. Weiterlesen „Hat Amazon wirklich ausgeklickt?“

Fundstück: E-Poetry und das Times Haiku

Times Haiku vom 16.Juni 2014 CC-BY-NC-SA 4.0 Anne Lenhardt
Times Haiku vom 16.Juni 2014
CC-BY-NC-SA 4.0 Anne Lenhardt

Ein Dreizeiler mit fünf, sieben und wiederum fünf Silben – mehr braucht es nicht für ein  traditionelles japanisches Haiku. Seit seinen Anfängen im 16. Jahrhundert erfreut sich das Haiku auch heute noch solcher Beliebtheit, dass mittlerweile auch das Flaggschiff des amerikanischen Journalismus, die New York Times, täglich ihr eigenes Haiku auf tumblr und twitter veröffentlicht. Das interessante daran: Der Text der kürzesten Gedichtform der Welt wird nicht von Journalisten, sondern von einem komplexen mathematischen Algorithmus generiert. Geschrieben hat diesen der amerikanische Entwickler Jacob Harris. Sein Haiku-Generator durchkämmt täglich die Titelseite der aktuellen Ausgabe und findet Sätze, die – mit Hilfe eines Open Source Wörterbuches und Silbenzählers – zu einem Haiku geformt werden können. Für die Veröffentlichung ausgewählt, optisch ansprechend verpackt und über eine Vielzahl von sozialen Netzwerken verteilt werden die Gedichte dann aber trotzdem noch von menschlichen Times-Journalisten.

„Eines Tages, Baby“: PoetrySlam-Shootingstar Julia Engelmann erobert den Buchmarkt

"Eines Tages, Baby" von Julia Engelmann
„Eines Tages, Baby“
von Julia Engelmann

Dass die PoetrySlam-Szene in Deutschland seit Jahren pulsiert und sich immer größerer Beliebtheit erfreut, ist nicht neu. Längst werden die selbstgeschriebenen Texte der jungen Slamerinnen und Slamer nicht mehr nur beim literarischen Dichterwettstreit vorgetragen, sondern können auch in traditioneller Buchform erstanden werden. Mit „Eines Tages, Baby“ hat PoetrySlam-Shootingstar Julia Engelmann, die einst durch ein YouTube-Video bekannt wurde, nun auch ihr erstes Werk veröffentlicht ­– und schaffte damit den Sprung vom Internetphänomen zur gedruckten Autorin.

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