Fundstück: mairisch in Amsterdam

Amsterdam CC0
Amsterdam. Bild: CC0 Nick Scheerbart.

Die Niederlande und Flandern sind in diesem Jahr Gastland auf der Frankfurter Buchmessse und damit Blickfang für den hiesigen Literaturbetrieb. Um sich ein umfassendes Bild der niederländischen Literaturwelt  machen zu können, hieß es für den Hamburger Verlag mairisch Koffer packen. Mairisch hat seinen Verlagssitz für einen Monat nach Amsterdam verlegt, um vor Ort mit Protagonisten der niederländischen Literaturszene zu sprechen, Einblicke in das kulturelle Geschehen zu geben und der Frage nachzugehen, „was es mit Belgien, Flandern und dem Sprachengewirr auf sich hat“. Dokumentiert wird diese spannende „Klassenfahrt“ auf dem Blog des Verlags, auf dem sich bereits ein interessantes Interview mit Michiel Scharpé findet.

Happy Birthday Virtuelles Literaturhaus Bremen! Zehn Jahre Literaturarbeit im Spannungsfeld zwischen Print und Online

ScBremen2
Screenshot am 30.11.2015

Am 17. November 2015 lud das Bremer Literaturhaus zu einer Festveranstaltung in den Lesegarten der Stadtbibliothek. Vier AutorInnen sprachen und lasen zum Thema „Literatur und Digitalität – eine Zukunft zwischen Buch und Netz?“ und zeigten so die Bandbreite literarischer Ausdrucksformen 2.0. Weiterlesen „Happy Birthday Virtuelles Literaturhaus Bremen! Zehn Jahre Literaturarbeit im Spannungsfeld zwischen Print und Online“

Fundstück: Netzliteratur im Archiv

Netzliteratur_Archiv_Digitur_Fundstück
Die Anforderungen bei der Archivierung von Netzliteratur sind andere als beim Buch.

Wie lässt sich Netzliteratur authentisch archivieren und verfügbar machen? Dieser Frage geht ein Forschungsteam im Rahmen des DFG-Projekts Aufbau eines Quellencorpus für die seit den 1990er Jahren entstehende Literaturgattung „Netzliteratur“ seit Januar 2013 nach. „Ziel ist der Ausbau der bestehenden Sammlung Literatur im Netz durch Aufbau eines in technischer und ästhetischer Hinsicht typologisch beispielhaften Grundstocks an Quellen.“ Im Deutschen Literaturarchiv Marbach findet am 01./02. Dezember nun der Workshop Netzliteratur im Archiv: Erfahrungen und Ergebnisse statt. Diese Veranstaltung markiert den Abschluss des auf drei Jahre konzipierten Projekts: „Im Verein von Experten und Akteuren der Netzliteratur sowie dem Projektteam werden Erfahrungen und Methodisches, Geschichte und Zukunft des digitalen Genres und seine Relevanz für die Forschung beleuchtet.“

In eigener Sache: Digitur auf der Frankfurter Buchmesse

orbanism space
Der Orbanism Space auf der Frankfurter Buchmesse in Halle 4.1 B73 (14. – 18. Oktober)

Morgen startet die Frankfurter Buchmesse. Wir freuen uns sehr, als offizieller Medienpartner des Orbanism Space auch in diesem Jahr wieder vor Ort sein zu können! Dieser „bewegliche Zeit-Raum für die digitale Contentwirtschaft“ ist eines der Veranstaltungsformate von Orbanism – das Netzwerk der digitalen Communitys, das von Christiane Frohmann und Leander Wattig gegründet wurde. Wir werden einige der zahlreichen Veranstaltungen, die auf den 112 Quadratmeteren stattfinden, von Mittwoch bis Freitag medial begleiten. Euch erwarten Interviews und eine Vielzahl an Eindrücken vom Geschehen, den Themen und Diskussionen.Wir freuen uns mit Nikola Richter, Dirk von Gehlen und Zoë Beck bekannte Gesichter wiederzusehen sowie viele neue Gesichter kennen zu lernen, die einen Beitrag zum Umgang und den Chancen digitaler Inhalte liefern.

Fundstück: Der digitale Kongress #dvpw15

DVPW_Info-Material_CCBYSA_Reingruber_MG_3375 (2)_klein
Auf Twitter und unter dem Hashtag #dvpw 15 wird live vom Konferenzgeschehen berichtet.
Bild: CC BY-SA Lisa-Marie Reingruber

Heute beginnt an der Universität Duisburg-Essen der 26. wissenschaftliche Kongress der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW). Online hat die Veranstaltung bereits vor einigen Wochen begonnen: „Vorsicht, Neuland – erstmalig wird ein DVPW-Kongress mit einem eigenen Weblog begleitet. Wir verstehen die Berichterstattung als Experiment und wollen damit einen Beitrag zur ‚wissenschaftsadäquaten‘ Nutzung sozialer Medien leisten.“ So heißt es auf dem Kongress-Blog, der von einem vierköpfigen Medienteam bespielt wird (in dem sich u.a zwei Digitur-Redakteurinnen wiederfinden). Die digitale Begleitung von Konferenzen hat sich in Deutschland längst noch nicht etabliert und es wird interessant sein zu sehen, ob und inwieweit die über 800 erwarteten TeilnehmerInnen und ReferentInnen die Möglichkeiten der Online-Wissenschaftskommunikation nutzen werden.

Digitalliteratur als eine neue Kunstform – Tina Giesler über ihr Projekt „Dembelo“

logo1
Das Logo ist wie das Projekt noch eine Skizze.

Tina Giesler ruft zum Umdenken auf und folgt ihrem eigenen Aufruf gleich selbst. Dembelo heißt ihr aktuelles Projekt, mit dem sie die digitale Literatur neu bzw. überhaupt erst erfinden will. Denn die meisten eBooks sind für Giesler nicht mehr als „digitale Sicherheitskopien von Büchern“ und kein geeignetetes Format, Literatur ins Digitale zu überführen. Das war bereits Thema beim 10. Publishing-Stammtisch Pub’n’Pub POTT, wo sie über Fanfiction als vernetztes und damit digitales Publizieren bzw. Lesen sprach. Wo die Probleme der gegenwärtigen „Digitalliteratur“ liegen, wie eine neue Art digitaler Literatur aussieht und was sich hinter ihrem Projekt verbirgt, darüber haben wir mit Tina Giesler gesprochen. Weiterlesen „Digitalliteratur als eine neue Kunstform – Tina Giesler über ihr Projekt „Dembelo““

Fundstück: „Graphicatessen“ – Carlsen trifft auf die Netzgemeinde

Unter dem Label Graphicatessen findet sich der Carlsen Verlag neuerdings auf der Crowdfunding-Plattform startnext.com. Hier kann die Netzgemeinde seit dem 01. September die Realisierung der ersten zwei Buchprojekte unterstützen: die Luxusausgabe des Comics „Alisiks wunderbare Welt“ von Hubertus Rufledt und Helge Vogt sowie die „Comic-Koch-Box deluxe“ des Zeichners Guillaume Long. Dabei handelt es sich um „außergewöhnliche & exklusive Comic-Projekte“, die ohne die Schwarmfinanzierung nicht ins klassische Verlagsprogramm gelangen würden. Markus Streichardt lobt die Kooperation zwischen Startnext und dem Hamburger Verlag. „Denn damit macht Carlsen als erster großer Verlag den wichtigen Schritt und bindet die Leser bei der Entstehung neuer Bücher ein. Dank Crowdfunding bewegen sich somit Verlag, Autoren und Leser aufeinander zu und begegnen einander auf Augenhöhe.“ Hintergründe und Informationen zu den Buchprojekten, Interviews mit den Autoren sowie Einblicke hinter die Kulissen eines Crowdfunding-Projekts gibt es zudem auf dem Blog Crowd & Rüben.

Fundstück: Blogger für Flüchtlinge – Menschen für Menschen

#bloggerfuerfluechtlinge
Die Blogosphäre solidarisiert sich mit Flüchtlingen.

Die Kontroverse um Flüchtlingspolitik ist medial aktuell allgegenwärtig. Das Thema scheint zu polarisieren: Eine Welle an Hilfsbereitschaft, die sich vielerorts abzeichnet, stößt auf Gruppierungen sogenannter „besorgter Bürger“ und „Asylkritiker“ bzw. auf Fremdenfeindlichkeit und Gewalt. Auf die Welle der Hilfsbereitschaft ist nun auch die Blogosphäre aufgesprungen, die ihre Solidarität mit Flüchtlingen kundtut. Vor einigen Tagen riefen Paul Huizing, Karla Paul, Nico Lumma und Stevan Paul die Initiative Blogger für Flüchlinge – Menschen für Menschen ins Leben. Die Spendenaktion, die zunächst nur dem Verein Moabit hilft zugute kommen sollte, ist auf eine so große Resonanz gestoßen, dass nun auch weitere Projekte in ganz Deutschland mit den Spenden unterstützt werden. Buch-, Food-, Politik- oder Modeblogger, themenunabhängig wollen Blogger – und wollen auch wir – ein Zeichen für Solidarität und Hilfsbereitschaft setzen. Mehr davon! #bloggerfuerfluechtlinge.

Aktuelles aus der Redaktion

work-379982_1280
Digitur ist in der Prüfungszeit.
Bild: CC0

In den letzten Wochen war es auf Digitur etwas ruhiger als üblich. Der Großteil des Redaktionsteams kämpft derzeit mit Prüfungen, Masterarbeiten und anderen Projekten, deren Deadlines bedrohlich nahe gerückt sind. Die Arbeit am Blog hatte so häufig das Nachsehen. Das tut uns sehr leid! Digitur wird vermutlich auch in den nächsten Wochen noch etwas auf Sparflamme laufen müssen, aber sobald die Prüfungszeit gemeistert ist, sind wir auch wieder voll dabei. Solange heißt es, dem Feind jeder Hausarbeit, der Prokrastination, den Kampf anzusagen – zum Beispiel mit praktischen Apps, die das Arbeiten optimieren. Da das bekanntlich nicht immer funktioniert, hier noch ein weiterer Tipp, um während unproduktiver Zeiten nicht zu verzweifeln: